Friday, 27 March 2015

Gelb und gesund!

Petra von Chili und Ciabatta hat sich ihre Inspiration für dieses Fischcurry beim Schubeck Alois geholt, ich hingegen freute mich, es auf ihrem Blog zu finden und kochte es heute nach. Mit den üblichen notwendigen Anpassungen.
Es schmeckt wunderbar - gleichzeitig einfach und raffiniert. Finde ich. Und ist gleichzeitig auch schön bunt.
Bei mir waren die Zutaten (für zwei):
1 Zwiebel
1 mittlelgroße Zucchini
1 Karotte
ca. 10cm dicke Lauchstange
300g Kabeljau
1/2 kleine Dose Kokosmilch
Kreuzkümmel, Chiliflocken, Garam Masala, Kurkuma, Currypulver  (notfalls geht auch nur Currypulver, oder Currypaste), daumengroßes Stück Ingwer
Zitrone
Grünzeug (ideal: Koriander, sonst Petersilie, ich hatte nur Kerbel).
***
Zuerst habe ich den leicht zerstoßenen Kreuzkümmel in der trockenen Pfanne angeröstet, dann einen kräftigen Schuss Olivenöl rein. Die kleingewürfelten Gemüsestücke ins heiße Öl, Hitze etwas runterschalten, je einen TL der Currygewürze reinrühren, köcheln lassen bis die Karotten al dente sind. Den Ingwer mit einer feinen Reibe hineinreiben.
Jetzt den in Würfel geschnittenen, mit Zitrone beträufelten Fisch zum Gemüse geben und garen.
Zum Schluss die Kokosmilch unterrühren, kurz mitkochen lassen.
Mit Grünzeug garnieren.
Schmeckt himmlisch, mit oder ohne Reis.
**********************************************************************************
Making a fish curry is not that unusual in England, and the spices are readily available even in the smallest villages. This one is really easy to make (I don't do complicated)
For two happy eaters, you need
one onion
one courgette
one carrot
four inches of a leek
300g cod or similar firm white fish (use monkfish, if you feel flush!)
Half a small tin of coconut milk
**
Sauté some crushed cumin in a dry pan
Add a good shot of olive oil
Chuck the diced vegetables into the hot oil
Add a sprinkle of chili flakes, 2 tbsp of curry paste/ or curry powder, a pinch of garam masala and of turmeric, and grate half an inch of fresh ginger into the pan.
Leave it all to simmer until the carrot is softened.
Now add the diced fish which you sprinkled with lemon juice.
Allow the fish to cook for five minutes or so, then stir in the coconut milk.
Garnish with fresh coriander.
Tastes heavenly, with or without rice.

Thursday, 26 March 2015

Für die 150...und die vielen anderen

Emily Dickinson (1830–86)
1924





There came a Wind like a Bugle -
It quivered through the Grass
And a Green Chill upon the Heat
So ominous did pass
We barred the Window and the Doors
As from an Emerald Ghost -
The Doom’s electric Moccasin
That very instant passed -
On a strange Mob of planting Trees
And Fences fled away
And Rivers where the Houses ran
The Living looked that Day -
The Bell within the steeple wild
The flying tiding whirled -
How much can come
And much can go,
And yet abide the World!
        5
 German Translation by Gertrud Liepe

Ein Wind kam auf wie ein Trompetenstoß -
Es bebte über das Gras
Und eine grünfröstelnde Hitze
Strich drohend vorüber – so dass
Wir Fenster und Türen verschlossen
Vor dem grünlichen Gespenst -
Des Todes elektrische Sandalen
Sie glitten plötzlich vorbei -
An einem Gehudel zitternder Bäume
Und Zäune flohen dabei
Und Fluten, in denen Häuser rannten
Die staunten, die jenen Tag erlebten -
Die Glocke im Kirchturm wild
Berichtet die fliegende Botschaft -
So viel kann kommen
So viel kann gehen,
Und doch bleibt die Welt!
  

Tuesday, 24 March 2015

Schneckenbäckerin am blauen Wasser

Am Wochenende verschlug es mich, dank des alljährlichen Treffens mit den Ex-Kolleginnen aus der Foodpresse, mal wieder jenseits der bayrischen Grenzen. Waaaahnsinnig weit weg, bis hinter Ulm, an ein wunderschönes türkisblaues Gewässer namens Blautopf in dem reizenden Städtchen Blaubeuren. Es ist berühmt auch für die darunter liegenden Höhlen, die sich angeblich von Schwaben bis zum Schwarzen Meer ausbreiten. 
Blaubeuren ist süß. Zu unserer Überraschung gab es dort einen winzigen italienischen Laden mit großartigen Kaffee und selbstgebackenem Birnen-Ricottakuchen. Was will man mehr, vor allem bei garnicht frühlingshaften Temperaturen, wenn es unendlich viel zu ratschen gibt?    

Last weekend I finally managed to get out of Bavaria again, to meet up with my ex-colleagues from the food magazine we all used to work for. This time we met in a charming old-fashioned little town called Blaubeuren, famous for its turquoise-blue millpond and the caves that stretch along beneath the river Danube. Luckily, as the weather was pretty parky and we had quite a lot to talk about, the town also has a very good Italian deli with excellent coffee and a home-made ricotta and pear tarte.           
Wieder zuhause, setzte ich meine erfolgreiche Hefeteigbackphase mit diesen äußerst gelungenen Schnecken fort.
  Den Hefeteig improvisierte ich aus verschiedenen Rezepten:
50g Butter in einem Topf zerlassen, 1/4l Milch und 20g frische Hefe, dazugeben, handwarm erwärmen

400g Mehl, eine Prise Salz und 60g Zucker in die warme Milch-Hefemischung rühren, mit einem Kochlöffel schlagen (oder mit dem Knethaken der Küchenmaschine), bis der der Teig sich vom Schüsselrand löst. Den Klumpen Teig mit einem Küchentuch zudecken, 30 Minuten – 1Stunde gehen lassen
Ich habe eine Füllung aus gehackten Walnüssen, von denen ich immer noch einen guten Vorrat habe, Nutella und einem Hauch Zimt gemischt.

Den Teig zu einem großen Viereck ausrollen. Mit einem Spatel (oder Gummihund, ihr Österreicherinnen) die Füllung auf dem Teig verteilen und das Ganze zu einer dicken Wurst rollen. Davon Scheiben abschneiden und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Im auf 180° vorgeheizten Ofen ca. 20 Minuten backen. Aufpassen! 

Im letzten Moment fiel mir ein, dass Schnecken ja gewöhnlich mit Zuckerguss verkauft werden. Dieser [Zitrone und Puderzucker] stellte sich als Tüpfelchen auf dem i heraus.
Sie schmeckten übrigens sogar dem Mütterlein!

Back home, I continued on my dizzyingly successful roll of baking with yeast. I made these very tasty buns, filled with nutella and walnuts. We call them "snails" in Germany - I wonder why you English people haven't seen the similarity?
I improvised the dough from different recipes, like this:
Melt 50g butter in in a large saucepan with 1/4l of milk and 20g fresh yeast (or 7g dried yeast - I learned this from Daniel Etheridge at ) and warm it to about body temperature.

Mix 400g flour with a pinch of salt and 60g sugar and stir it into the warm milk-yeast mix.
Beat the dough with a wooden spoon (or use your Kitchenaid if you must) until the dough starts leaving the sides of the pan
Cove the dough with a warm kitchen towel and leave to rise for 30 minutes to an hour, until it's about doubled its size.
Meanwhile, I preheated the oven to 180° and prepared a filling of chopped walnuts and nutella, with a hint of cinnamon.
Give the dough a good knead with your hands and roll it out into a large rectangle.
Spread the filling over the whole area and then roll it into a thick sausage. Cut about two inch pieces off and sit them on baking paper on a baking tray.

Bake for about 20 minutes - but watch your snails!
At the last minute, I remembered the final touch - a lemon and icing sugar icing. 
Even my Mummy liked them!
Die Wälder in der Schwäbischen Alb schienen mir voller wild wachsender, wunderbar grüner Helleboren zu sein
***** 
The woods appeared to be covered with wild hellebores

Friday, 20 March 2015

Keine Bange vorm Bagel backen!


Die letzte Vorfrühlingswoche war keine Wonne, sondern eine Woche von Drama und Hinfallen - mit aufgeschürften Knien wie in der Kindheit (aber die Wollstrumpfhose hatte keinen Kratzer - deutsche Wertarbeit eben); ungefähr gleichzeitig holte sich meine Freundin J. eine Gehirnerschütterung bei der unsanften Begegnung mit dem Trottoir.
Und auch sonst gab es einiges zum Nachdenken in der Familie, und im Freundeskreis.


Gekocht habe ich daher nur so nebenbei. Bis gestern, als mich die Lust überfiel auf das Projekt Bagel, angeregt von Freundin Cesca in Berlin, der sie anscheinend auf Anhieb so gut gelangen, dass sie jetzt mit der Idee spielt, einen Food Truck zu be-bageln.



 


Darf ich gleich mal vorausschicken, dass meine ersten Bagels eher so-so geworden sind. Bevor ich sie ins Kochwasser legte, sahen sie noch so aus, wie man sich Bagels vorstellt: rund, glatt, aufgeplustert. Aber nach ihrem Sodabad waren sie etwas schrumplig geworden, statt jugendfrisch sahen sie eher spätmittelalterlich aus.


Aber sie sind essbar. Gut essbar sogar. Und ich werde weiter üben, bis ich sie so hinkriege, wie ich sie aus der Ridley Road Bagel Bakery in Hackney in Erinnerung habe. Denn ich mag sie, diese gelöcherten Semmeln, die es bei uns trotz der deutschen Brotvielfalt nicht gibt? Und warum? Weil die jüdische Esskultur, in London überall lebendig, aus dem deutschen Alltag leider größtenteils verschwunden ist. Also: retten wir den Bagel. Und die Hamantaschen, die Rogalach oder das Chollah-Brot, die nur noch die leidenschaftlichen BäckerInnen kennen.


Dieser hier war der Echteste   ***   This one was the most authentic looking one

Ich orientierte mich an zwei Rezepten: dieses hier von Claudia Roden und ein sehr ermutigendes von der Kaltmamsell.

Ein 7g -Päckchen Trockenhefe (ich:20g frische Hefe) mit 300ml lauwarmem Wasser, 2 große Löffel braunem Zucker und einem Löffel Öl vermischen. Mix 500g Mehl deiner Wahl mit 1TL Salz mischen und mit der Hefemischung zu einem Teig vermischen

Den Teig auf die Arbeitsfläche geben und richtig gut durchkneten, bis er glatt und elastisch ist. In einer zugedeckten Schüssel..warmer Ort...usw. eine Stunde stehen lassen, bis er ungefähr doppelt so groß aufgegangen ist.

Wieder durchkneten und ca. 10 Kugeln formen - am besten abwiegen, damit sie gleich groß werden.
Mit dem bemehlten Finger oder einem Kochlöffelstiel ein großes Loch in die Kugeln machen (meine waren zu klein), und auf zwei mit Papier ausgelegten Backbleche legen. 
Mit einem Küchentuch bedecken und nochmal eine halbe Stunde gehen lassen. Backofen auf 180C vorheizen. In einem großen Topf Wasser zum Kochen bringen und einen TL Natron reingeben - das gibt den Bagels ihren typisch gummiartigen Finish.

1-2 Bagels im Wasser 1-2 Minuten ziehen lassen, immer wieder umdrehen. Dann mit einem Schaumlöffel rausholen und aufs Backblech legen. Mit Eiweiß bürsten wenn man Mohn oder Sesamsamen draufgeben will.

Etwa 20-25 minunten backen, bis sie hellbraun sind. Abkühlen lassen, dann kann man sie auch sehr gut einfrieren.


************************************   ********************************************

I had a bit of an accident-prone week with bloodied knees, and a lot of serious things to think about. So the cooking side of life was perfunctory, to say the least.

But my friend Cesca had infected me with the bagel bug - she made some for the first time and they came out so well that she is thinking of baking them for a food truck. So I threw myself into the production.



 
I used this recipe from Claudia Roden as a basis: 
Mix a 7g sachet fast-action dried yeast (or 20g fresh yeast) with 300ml lukewarm water and 2 tbsp light brown sugar in a large bowl. Mix 500g strong white flour with 1tsp salt and pour it over the yeasty liquid; mix into a rough dough.

Tip the dough out onto the work surface and knead it until it is smooth and elastic, then put it in a lightly oiled bowl and cover with a tea towel. Place in a warm area and Leave to stand somewhere warm until it doubles in size, about 1 hr, then uncover and tip onto your work surface.

Divide the dough into 10 portions and form into balls – I like to weigh them to make sure that they’re all the same size. Line up on 2 parchment-lined baking trays and cover the balls, leave for around 30 mins or until risen and puffy

Use a floured finger to make a hole in the centre of each bagel, swirling it around to stretch the dough a little, but being careful not to knock out too much air. Heat oven to 180C/160C fan/gas 4.

Bring water in a large saucepan to the boil, add 1tbsp bicarbonate of soda - this  contributes to the ‘shine’ and ‘chew’ of the finished bagel crust.

Place 1-2 of the bagels in the water at a time and boil for 1 min (2 mins if you want a chewier bagel), turning over halfway through.  Lift the bagels out with a slotted spoon, drain well and place back on the baking tray.

Brush the bagels with some egg white and sprinkle them with your chosen seeds, if you like. 
Bake for 20-25 mins or until golden brown. Transfer to a wire rack to cool before eating. They will keep for 3-4 days, or freeze for 2 months
They didn't quite come out the way I first ate them from the Ridley Road Bagel Bakery in Hackney. They looked great until I boiled them, after that they wrinkled up like we do when we've been in a hot bath too long. But they tasted quite bagel-like.

Friday, 13 March 2015

Luxemburgerli und Röstiburgerli

Erst mal sagen wir schön Grüß Gott zum Frühling. Er lässt sich zwar noch ein bisserl bitten, aber ist jetzt unausweichlich da.



First of all, let's say hello to Spring. It is still playing a bit hard to get, but it can't be long now.
 Immer wenn meine Schwester durch die Schweiz reist, bringt sie mir diese luxus-Luxemburgerli mit
***
Whenever my sister passes through Switzerland, she never fails to bring me these macarons
Und dafür gibt's jetzt erst mal ein riesiges Herzerl***Thanks for that with a big wooden heart
 Bei dem bekannten Fleischpflanzlbrater McD gibt es derzeit den Röstiburger. Die Idee lässt mir seit Tagen das Wasser im Mund zusammenlaufen, aber ich bin in dem Laden an solche Enttäuschungen gewöhnt. Deshalb beschloss ich heute, ihn daheim nachzubauen. Mit Fleisch vom Herrmannsdorfer (einer unserer Dorfläden, kann man hinwandern), mit regional gewachsenen Kartoffeln und einer Dinkelsemmel vom Biobäcker. Nur das Ketchup ist Supermarkt - nobody's perfect!
Für drei Burgerli:
250g gutes Hackfleisch deiner Wahl
ein Ei
ein Stück altes Roggenbrot, eingeweicht
eine Prise Fenchelsamen, eine Majoran
zu drei großen Burgern (ok, Fleischpflanzerl) verarbeiten, braten.
Die Semmel mit gutem Dijonsenf einreiben, Fleischklops drauf, gekrönt mit Rösti und etwas Kresse von der Quelle.
Für das Rösti:
Im Idealfall hat man zwei Tage vorher Kartoffeln gekocht - so wie hier bei Lamiacucina.
Dieser Idealfall war bei mir natürlich nicht eingetreten. Ich rieb die frisch gekochten Kartoffeln auf der Reibe und briet sie im Butterschmalz, mit Meersalz aus Portugal, etwas Majoran und Kümmel. Ging auch.
For days now, I have been haunted by the idea of a MacRösti. But I had so many disappointment with fast burgers that I decided to try it  at home (for nothing). I got the mince from our local perfect happy pigs farmshop, the bap from our local organic baker, I have potatoes grown within a 10km radius - doesn't get much better than that. Only the ketchup is supermarket fare - nobody's perfect!
For three meat patties:
Mix 250g good mince with an egg, a piece of soaked wholemeal bread (optional), a pinch of fennel seeds and one of marjoram, salt. Make three patties and fry them to taste.
Rub the bap with some nice hot Dijon or English mustard.
Put the meat on it and crown it with your rösti and some water cress.
For the rösti:
Ideally, you have four potatoes, boiled the day before, which you grate into strips on your hand grater.
I didn't, so I quickly boiled them and grated them still hot. Season with herb salt, cumin, marjoram, and fry as a cake in good vegetable oil.
Und jetzt: Auf geht's, Frühling! Das Hoch Luisa wird's schon richten.

Tuesday, 10 March 2015

Frühstück im Frühling


Frühstück! Klingt wie Frühling. Am Sonntag wird es oft eher ein Spätstück und kann auch zum Brunch ausarten. Und ein Brunch ist unvorstellbar ohne Eier. Ich liebe Eier, in jeder Form, zum Beispiel die vegetarische Variante Eggs florentine, die ich in England kennen und essen gelernt habe. Neulich aber fand ich auf diesem anglo-portugiesischen Blog eine besonders tolle Version der feinen Eierspeise. Er nennt sie Eggs Benedict Cumberbatch, und wer kann da schon widerstehen? 
Eggs Bénedict kenne ich schon lange aus der Literatur - da fallen mir F.Scott Fitzgerald oder Dorothy Parker ein, und die "Thin Man" Filme, in denen glamourösen Menschen diese Eggs B. für ihren gigantischen Hangover brauchen, weil sie ständig Martinis oder Negronis inhalieren.
Anstatt dem üblichen Brötchen/Bagel/Muffin nimmt er - genial - als Unterlage Polenta. 
Die ist schnell gemacht: einen Teil Polenta, zwei Teile Wasser kurz aufkochen und auf kleinster Hitze quellen lassen. Dann in einer olivenbeölten Form im Ofen bei vielleicht 120° trocknen. 
Rund ausschneiden, Schinken oder gegrillte Pancetta/Bacon etc.drauf drapieren, obendrauf entweder ein pochiertes oder ein Spiegelei. Darüber wird Sauce Hollandaise getröpfelt (das hatten wir doch schon alles...)
Und jetzt....Winter ade! Eigentlich müsste dazu mindestens eine Bloody Mary auf den Tisch, bei mir gibt's aber nur Orangen-Granatapfelsaft.
I love eggs in whatever form and shape they may come. Living in London added some tasty variations to my menu, such as bacon and eggs, and Eggs Florentine. And then there were Eggs Benedict which I knew mainly through reading about them. For me they had a sort of New York glamour - I imagined Dorothy Parker eating them in the Algonquin Hotel after a heavy drinking night...In the Thin Man films, they always seemed to have them for breakfast, and I am sure they were regularly on the Great Gatsby's menu, to counteract the cocktails they mainlined the night before. 
Recently I came across this anglo-Portuguese blog and found "Eggs Benedict Cumberbatch" - how could I resist!
Instead of the usual muffin or bagel base, this version sits on a piece of baked polenta. 
Polenta is easy to make, just add two lots of water to one lot polenta, boil it up and then let it swell on the lowest heat. 
Leave it to cool, then put it in the oven on an oiled tray, bake until it has become firm.
Cut out your polenta shape, put some ham, fried bacon or whatever you like on it, and sit a poached or fried egg on top. Drizzle a little Hollandaise sauce over the whole thing  - done.
and now....Good-bye to winter! This should really be a Bloody Mary - but it's only orange and pomegranate juice.

Saturday, 7 March 2015

Himmlisches Süppchen

An diesem zauberhaften Frühlingsmorgen spürte ich endgültig, wie gründlich satt ich diesen Winter habe
***
Today's enchanting spring morning reminded me how thoroughly fed-up I am with winter!
Und gestern, kaum gesehen bei der Kochpoetin, musste ich sofort diese italienische Bohnensuppe nachkochen. Zum Glück hatte ich alles mehr oder weniger vorrätig: statt Hartweizen nahm ich das italienische 00-Mehl, von dem ich noch ein Resterl hatte, statt Pancetta gab es hauchdünnen Metzgerschinken, und die Bohnen kamen aus der Dose. Manchmal stellt sich Hamstervorrathaltung doch als genial heraus. Werde demnächst getrocknete weiße Bohnen einlagern...

Also, los geht's mit pasta e fagioli:

Ich habe das Rezept für zwei Menschen und meine Vorratslage adaptiert:
Aus 135 g Weizenmehl, 1 Pr. Salz, einem Ei und einem Eigelb machte ich blitzschnell eine Kugel Pastateig, zwischendurch befeuchte ich meine Hände, damit der Teig besser zusammenhält.
Die Teigkugel lasse ich 20 Minuten ruhen.
Dann schneide ich eine Karotte, eine große Knoblauchzehe, ein kleines Stück Sellerie und ein Drittel Stange Lauch in winzige Würfel und brate alles mit einem Schuss Olivenöl an. Mit Wasser aufgiessen - ca. zwei Suppenschalen - und salzen.  Ein paar Rosmarinnnadeln, ein Zweigerl Thymian, abgerebelt und einen winzigklein geschnittene Petersilienstängel dazugeben.
Eine kleine Dose weißer Bohnen im Seiher waschen, die Hälfte davon zur Suppe geben, die andere Hälfte mit dem Zauberstab und etwas Suppenbrühe pürieren.
Das Püree in die Suppe rühren.
20 Minuten köcheln lassen oder bis das Gemüse bissfest ist.    
Parmesan reiben und zwei Esslöffel zur Suppe geben, mit schwarzem Pfeffer aus der Mühle abschmecken.    

Jetzt den Nudelteig dünn ausrollen und mit einem Radler (oder Messer) in kleine Viereckchen schneiden. Ich habe die Pastafetzen (so elegant wie bei der Poetin waren sie halt nicht...) im köchelnden Wasser ziehen lassen bis sie an die Oberfläche schwammen und dann zur Suppe gegeben.
Obendrauf: Zwei Scheiben hauchdünnen Schinken, in der Pfanne ohne Fett ausgelassen.

Die Antwort auf die Frage im Titel des Posts von der Kochpoetin: Es ist tatsächlich ganz einfach - wenn auch mit etwas Arbeit verbunden! 
Sometimes I see a dish on a blog that I simply have to cook, straight away, and this is what happened here.
Luckily I had all the ingredients I needed to make this Italian bean soup - sometimes my habit of hoarding comes in useful.
Instead of durum pasta flour I used plain flour, instead of pancetta thinly cut ham, and my beans came out of a tin (I will stock dried beans forthwith!)

So, here goes pasta e fagioli:

This recipe is enough to feed two people:
Make a quick pasta dough with 135 g flour, a pinch of salt, one egg and one yolk. Wet your hands if the dough isn't supple enough. 
Leave the dough ball to rest for 20 minutes or so while you make the soup. 
Then roll it out as thinly as possible and cut it into little squares. 
Leave it to simmer in the soup (I cooked the pasta separately in boiling water) until it rises to the top. 
For the soup, finely dice a carrot, one or two cloves of garlic, a piece of celeriac or a celery stick, and about a third of a leek. Sweat it in a generous dribble of olive oil, then pour about two large bowlfuls of water over it. Salt it and season with some rosemary and thyme leaves. I also added a bit of parsley.Wash the white beans from a small tin and put half of them into the soup. Puree the other half with some of the broth and add to the soup.
Simmer your soup for 20 minutes or until the vegetables have softened.
Before serving, grate two generous spoonfuls of parmesan and some black pepper in the soup.
Grill or fry your pancetta or ham and drape it on top of the soup. Eat!

Friday, 6 March 2015

Schokokuchen und interessantes Wetter

 Gestern morgen um 8.45 *** This morning, 8.45 a.m.
Gestern nachmittag um 17.30  *** Yesterday afternoon at 5.30
Dazwischen gab es schnellen Schokokuchen. Ich bin jetzt wieder voll einsatzfähig in der Küche und kann mich kaum beherrschen vor Ideen. Zum Glück bin ich derzeit gerade wieder im Mütterlein-Einsatz, das heißt ich habe vieeel Zeit zum kochen und backen. Diesen Kuchen habe ich einfach so schnell ohne Rezept gemacht - und zwar mit halb Reismehl und halb normalen Mehl.
Aber hier ist ein brauchbares Rezept für alle die sich nicht trauen. Ich habe eine kleine Form gemacht, also die Zutaten halbiert.
 
200 g gute Schokolade 
120 g Zucker
120 g Butter
150 g Mehl
1 gestrichener TL Backpulver
4 Eier 
Schokolade und Butter über Wasserdampf schmelzen.
Die Eier mit dem Zucker in einer Schüssel schaumig rühren
Die ewas abgekühlte Schoko-Butter-Masse unterheben und gut vermengen. Das Mehl zusammen mit dem Backpulver dazugeben und alles miteinander verrühren. 
Eine Kasten- oder Guglhupfform einfetten und bemehlen, den Teig  einfüllen. 
Im auf 180°C O/U vorgeheizten Backofen ca. 50 Minuten backen - immer wieder Stäbchentest machen! 
Den Guss machte ich aus ausgedrücktem Orangensaft und Puderzucker.
Schmeckt vor allem mit viel Schlagrahm, und besonders gut wenn man an einem Donnerstag nachmittag ganz dekadent "Mord mit Aussicht" anschaut.
In between these weather variations, I made this quick little chocolate cake. I actually just threw it together without a recipe, and I used half rice flour and half ordinary flour. If you prefer a recipe, it's right here (for two small cakes or one normal size one)

Beat 4 eggs with 120g sugar
Melt 200g dark chocolate with 120g butter over a saucepan with simmering water
Add the melted chocolate and butter to the egg mix, then fold in 150g of self-raising flour.
Butter your baking dish of choice and flour it 
Pour in the cake mix  and bake at 180° for 60 minutes, but keep checking with a wooden stick. My two little ones were done in 45 minutes.

I iced the cakes with fresh orange juice and icing sugar.
Tastes particularly good with a dollop of double cream, whilst decadently watching a DVD in the mid-afternoon.

Wednesday, 4 March 2015

Kaffee? Ja, bitte!



Nach der vollständigen Rehabilitation des Fetts lese ich nun heute in der Süddeutschen, dass es eine Metastudie zum Kaffeegenuss gibt, aus der hervorgeht, dass bis zu 5 Tassen Kaffee am Tag gesund sind für Herz und Gefäße. Wen wundert’s? Mich nicht, wenn ich mir meine Mutter und all ihre Ü-90-Freundinnen anschaue, die ihr Leben lang am Kaffeetropf gehängt sind. Umso genussvoller können auch wir jetzt unsere Cafés besuchen und die jeweils angesagten Kaffeegetränke durchkonjugieren. Ich  muss an die vollbärtigen Knaben denken, die im Kopenhagener Torvehallerne Foodmarkt mit fast religiösem Eifer ihrem neuen Kaffeeritual frönten indem sie das taten, was in Deutschland seit der Erfindung des Melittafilters jede Hausfrau tut: Kaffee aufbrühen und filtern. Gefiltert wird auch im Hause 356, und den Espresso ziehe ich mir da rein, wo ich weiß dass die da können, nämlich beim Italiener. 
So, und jetzt warte ich auf die Rehabilitation der Zigarette, damit ich wieder zu rauchen anfangen kann.
 After the complete rehabilitation of animal fats I read in the paper today about a meta study that comes to the conclusion that drinking up to five cups of coffee a day is actually good for heart and arteries! Surprised? I am not, as I am observing my Mum’s 90-plus gang of women friends who have been mainlining coffee during their many years on this earth. So, now we can carry on guilt-free with café visits, testing the latest coffee fashions. I am reminded of the quasi-religious zeal with which the boys with Grandad beards in Copenhagen’s Torvehallerne Foodmarket celebrated their new filter coffee ceremony – something every German housewife has been doing since the year dot. In my home, I have always brewed coffee, even when I lived in England (Ralph couldn’t wait to get the macchinetta out when I moved). I prefer to take my espresso where I know they make it properly – in Italy. 
So, now all we need is the rehabilitation of the cigarette to enjoy with our coffee!

Monday, 2 March 2015

Erleuchteter Sonntag

Gestern - ein grauer, feuchter Sonntag, eigentlich ein klassischer Daheimbleiber. Aber nein, ich hatte das dringende Bedürfnis, nach München zu fahren. In der Stadtzeitung IN München hatte ich gesehen, dass weit draußen am Auer Mühlbach, bei der Krämer'schen Kunstmühle, Lichtinstallationen des Münchener Künstlers Sigi Bußinger zu sehen waren. Seit ich beim Preißndirndl darüber gelesen habe, hat mich dieser Spaziergang in einen mir unbekannten Teil Münchens eh schon interessiert. Also, nix wie hin, ein schönes Muskeltraining für meine Beine, die sich nach zwei Wochen des Herumliegens wie gekochte Spargel anfühlen. Der Engländer war dabei. Im Abendzwielicht ine fast unwirkliche Gegend, eine Straße, die scheinbar ins Nichts führt, und plötzlich eine erstaunlich große Kirche, daneben die Kunstmühle. Das Café war leider schon zu, außerdem sagte meine Kamera "Ätsch, kein Saft mehr". Die beiden Skulpturenbilder machte ich also mit dem Handy, ein bisschen sieht man, wie unwirklich schön die da standen.
Yesterday was one of those Sundays that invite you to stay home and keep warm. Perversely, my sedulous companion and I ended up on an adventure trail along one of Munich's famed rivers, to find a light installation I had read about. 
I needed some training for my legs anyway -  two weeks of lying around have made them wobbly like boiled spaghetti. 
The weird LED sculptures lighting up in the twilight were quite lovely. Typically my camera had run out of juice just when I wanted it most. These pictures, taken with the smartphone, are a bit crappy, but still, the atmosphere is there.
Bevor wir losfuhren, backte ich aus den letzten Schrumpeläpfeln im Keller noch einen Apfelkuchen. 
Before we set off, I baked an apple tart from the last few wrinkly apples left in the cellar.
Mein Standardkuchen aus dem Südtiroler Kochbuch:
125g weiche Butter mit 125 Zucker und einem Packerl Vanillezucker (oder geriebener Tonkabohne) gut aufschlagen. Drei Eier dazu und weiter schlagen. 200g Mehl und eine EL Backpulver drunterheben, mit 2-3 EL Milch geschmeidig rühren. Dann in eine große Springform füllen.
Ca.6-7 Äpfel halbieren - geschält oder nicht. Einschneiden und auf den Teig legen - sie sinken beim Backen von selber ein. Ich habe die Äpfel mit Marillenmarmelade bestrichen. Bei 180° O/U ca. 45 Minuten backen. 
***
This is my easiest, almost instant, apple cake recipe:
You beat 125g softened butter with 125g caster sugar and a packet of vanilla sugar (or half a grated tonka bean). Add three eggs, keep whisking. Fold in 200g plain flour and a tbsp baking powder.
Spread into a buttered and floured tin.
Core and halve about 6-7 apples, cut grooves into them and lightly lay them on the dough, they sink in when it cooks. You could sprinkle some pine nuts over it, I spread it with apricot jam to make the apples toffee-like. Bake at 180°C without fan, for about 45 minutes.
Auf dem Heimweg sah ich vom Bus aus, dass das Deutsche Museum wunderbarst beleuchtet war. Da ja meine Kamera streikte, sah ich es mir einfach an und genoss es. Auf der Website von Osram fand ich heraus, dass diese Beleuchtung mit LED-Dioden ein Beitrag zum "Jahr des Lichts" war. Das Bild ist auch von dieser Website. 
Man muss die Wunder feiern, wo sie sich zeigen. 
On my way home I saw this amazing spectacle from the bus - I love surprises like these. Since my camera battery had given up its ghost, I just enjoyed looking at it. Back home, I found this picture on the Osram website, the company that had created this LED installation for the launch of the "Year of Light".