Tuesday, 18 June 2013

Dahoam im Sommer

Heute keine Semmeln bei unserem Bäcker 
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Our local baker opens three days a week - so his 5-year-old informs us
Jeder Tag beginnt am Steinsee, zu dem wir über eine Wiese mit duftendem Heu gehen, begleitet von im Paarungstaumel laut quakenden Fröschen 
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Every day starts with a swim in our lake, which involves a long walk over freshly-mown meadows, to a soundtrack of frogs in a hormone frenzy
Diesen Sommér gibt's endlich mal richtiges Getreide anstatt kilometerweit nur Mais

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This summer there are lots of fields with grain, for a change, instead of the boring old maize
Unser Sonntagsspaziergang fiel ziemlich kurz aus, es war einfach zu heiß.
Our Sunday walk turned out rather brief - it was simply too blazing hot
Am Sonntag Abend gab es ein Konzert im Meta-Theater in Moosach. Ich gestehe, ich hatte nicht erwartet, dass es so großartig sein würde. Fast hätten wir uns im letzten Moment an den Steinsee verdrückt. Aber wir sahen das Trio Gilbert Yammine aus dem Libanon am Kanun, eine Art orientalische - in diesem Fall türkische -  Zither, die noch Vierteltöne spielt, Hadi Alizadeh mit drei Trommeln (Tonbak und Daf), die nach nicht viel aussahen und die er zum Tanzen brachte, und Rainer Glas am jazzigen Bass.
 Sunday night there was a concert in a small but excellent theatre in the next village, which is a sort of cultural hub for our area. I admit I was reluctant to go, as it was a beautiful warm evening,  beckoning me to the lake rather than an indoor concert. But I was blown away by the skill and passion of the three musicians, a master of the qanun, an absolute magician on drums and a laid-back, jazzy bass player - it was sublime.
Und gestern kam Besuch von den flickr-Freundinnen Maria und Susanne. Ich hatte eine Torta della Nonna gemacht, aber die glutenfreie Susanne, war ich vorher nicht wusste, fand sich gern mit einem Obstsalat ab - immerhin mit meiner allerersten Walderdbeere aus dem Garten!

Das Rezept für die Torta gibt's morgen. 
 Yesterday we had a little tea party on the terrace - a bunch of foto-mad women taking pictures of my torta della nonna (I will post the recipe tomorrow), and the somewhat less exciting gluten-free alternative for Susanne which, was, however, topped with my very first wild strawberry from the garden!
Luisa betrachtet Marias wunderschönes Fotobuch über ihren Winter in Marokko,  es machte mir Lust auf ein Überwintern dort. 
  Luisa and I enjoying Maria's fabulous foto book about Morocco 

Saturday, 15 June 2013

Schickes Abendessen

Gestern sah ich bei Nata dieses Gericht - oder so ähnlich - und wusste, es ist Zeit, endlich mal Spargel in der Pfanne zu braten. In feinem Olivenöl. Vielleicht hab ich die geschälten, in Hälften geschnittenen weißen Spargelstangen ein bisschen zu stark gebraten, aber es schmeckte trotzdem superfein. Dazu die gekochten und dann im Olivenöl  des Spargels geschwenkten neuen Kartoffeln, Prosciutto, Büffelmozzarella mit ein paar Tropfen Olivenöl und Zitronensaft und frittierte Salbeiblätter. Ein bisschen üben muss ich das mit dem Spargel braten aber noch, glaub ich, bevor es salonfähig ist.
Yesterday, on Nata's blog I saw this dish, or something quite similar, and knew I had to make it for dinner. I have never fried white asparagus before, and mine came out a bit too brown and flaccid. The taste was ace, though, the spears peeled, halved and fried in good olive oil. They were accompanied by prosciutto, buffalo mozzarella (torn and sprinkled with pepper, olive oil and lemon juice) and fried sage leaves.  I also boiled some new potatoes and tossed them in the asparagus frying oil.
However, I think I need to get some more practice with this frying thing.
 Und hier ein Stilleben aus dem Garten, was die Schnecken noch übrig gelassen haben...
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What the slugs left alone in my garden. A still life.
Als Nachspeise gab es Rhabarberkompott   ***   for pudding, I made a rhubarb compote

Wednesday, 12 June 2013

Erdbeertarte, oder: When is Mrs. E. going to put her foot down?

Also, die kleinen Diktatoren vom Typ: "So lange du deine Füße noch unter meinen Tisch stellst..." kennen wir alle. Aber der Herr E. übertreibt es jetzt. Ich habe einem Traum: eines Morgens sitzt Frau E. am Frühstückstisch und sagt zu ihrem Mann: "Also, tatlım (das heißt auf Türkisch: Mein Hase), ich finde es reicht jetzt. Wenn das mit dem Tränengas und den Wasserwerfern nicht aufhört, ziehe ich aus. Ich gebe dir drei Tage." 
Träumen darf man ja...
Und wenn er damit sofort aufhört, kriegt er von mir auch eine Belohnung. Ein Stück Erdbeer-Mascarponetorte mit Pistazien. (Pistazie - fıstık - ist übrigens im Türkischen auch ein Kosewort, habe ich mir sagen lassen).  

We all know our little dictators, as in "As long as you put your feet under my table...". I think Mr. Erdogan has gone too far. I have a dream: one morning, Mrs. E. sits down at the breakfast table and says "I think you should stop this nonsense now, tatlım (Turkish for "sweetie"). If you carry on with this teargas and water cannon business, I am off. I give you three days."
We may dream...
If he gives in, I have a little treat for him, too, a piece of my strawberry mascarpone tart with pistachios ("Pistachio", fıstık, I was told is also an endearment in Turkish).
Die Erdbeeren werden auch hier langsam essbar. Der Mürbteigboden wird bei mir immer in Riesenmengen - nach der Formel 2 Teile Mehl, 1 Teil kalte Butter, ein halbes Teil Zucker, ein Eigelb, und kaltes Wasser, in das man die Hände taucht wenn der Teig zu hart ist - vorbereitet und, nach dem Motto "Allzeit bereit", eingefroren. 
Den Boden blind backen: ein rundes Stück Backpapier ausschneiden, auf den Teig legen und trockene Erbsen oder Bohnen drauf legen. Mit Ober-und Unterhitze backen bis er golden ist.
(Beim ersten Mal blind backen wusste ich nichts vom Papier und hatte dann eine Trockenerbsentarte).
Die Füllung ist super einfach, mit dem Schneebesen Mascarpone mit Honig oder Golden Syrup, Zitronensaft und Zeste vermischen. Dann Schlagrahm (flüssig oder geschlagen, egal) drunterziehen.
Mit oder ohne Puderzucker servieren.
Die übrige Mascarponecreme schmeckt auch ohne Boden. 
Strawberries are beginning to taste like strawberries here. The shortcrust base - which I prepare in industrial quantities according to the formula two parts flour, one part cold butter, half a part sugar, an egg yolk and enough cold water to dip your hands in to make the dough pliable - was waiting in the freezer.
Bake the pastry case blind, by putting a round disc of baking parchment on top weighted with dried peas or beans. (The first time I did this blind baking, I didn't know about the paper and ended up with dried bean pie).
The filling is a mixture of mascarpone whisked with double cream, honey or golden syrup, lemon juice and zest. Nothing fancy, and not rocket science, either. 
The remaining mascarpone cream is delicious just topped with a strawberry.  





Monday, 10 June 2013

Sonntagsessen aus der Vorratskammer

Bis etwa 17h am Sonntag, als das Gewitter losbrach - was für ein traumhaftes Wochenende. Außer ab und zu bei der hustenden und niesenden Mutter reinzuschauen (in sicherem Abstand) und ihr Kartoffelbrei und Spargelsuppe zu kochen, war es nur ein entspanntes, sonniges Dahinleben. Auf der Terrasse essen, langer Spaziergang an der Moosach mit kurzer Abkühlung im eiskalten Wasser. Bratkartoffeln, Kuchenreste. Donna Leon glotzen, einfach daheim rumhängen. Er: Sudoko, sie: Kreuzworträtsel. Er: Wäsche aufhängen, sie: Nudeln fotografieren. Er: spielt seine neuesten Downloads ganz altmodisch auf der Stereoanlage ab, sie: schaut, auf dem Sofa liegend, die neuen Kochbücher an. So stereotyp geht's zu bei uns. Aber nach einem Leben der permanenten Rebellion habe ich mir das bisserl happy Spießertum ehrlich verdient.
Am Sonntag machte ich also Pappardelle: aus 2 Eiern und 200g Hartweizenmehl mit etwas Olivenöl und einem Schuss Wasser einen elastischen Teig kneten. Die Teigkugel ein halbes Stünderl ruhen lassen, dann entweder mit der Maschine (bis Dicke 5 oder 6) oder per Hand ausrollen, in Streifen schneiden, zum Trocknen aufhängen. In reichlich Wasser 3-5 Minuten kochen. 
Meine Maschine kann nur Platten, Spaghetti oder Tagliatelle. 
Es lohnt sich wirklich, das richtige Mehl z.B. hier zu bestellen. Und dann einfach üben, üben, üben. 
Es macht unglaublich viel Spaß (wenn man's mag, natürlich).
Früher hießen Pappardelle Bandnudeln, und unsere Oma gab sie uns mit Butter und Zucker! War nicht meine Lieblingsspeise.
Jetzt mag ich sie, aber lieber zu Tomatensoße mit Salsiccia-Bällchen, oder mit dieser Kreation aus meiner "Speis". Natürlich habe ich keine wirkliche "Speis" so wie die meiner Freilassinger Oma, keine Vorratskammer mit Regalen voll von Eingemachtem, in Kalkwasser eingelegten Eiern und auf Zeitungspapier aufgebahrten Äpfeln. Meine Speis ist der kühle Keller für Wein und Marmeladen, und der unbenutzte Gefrierschrank in der Küche, wo Gläser, Dosen und Packungen auf ihren Einsatz warten. 
Da drin fand ich auch das Glas mit dicken Bohnen und die getrockneten Tomaten, die ich in reichlich  Olivenöl erhitzte, dazu bröselte ich den Ziegenfrischkäse aus dem Kühlschrank darüber. Aber diese Nudeln schmecken auch einfach mit Butter und Parmesan...
What a glorious weekend this was! Hot, sunny, terrace weather until Sunday afternoon, when the long-predicted thunderstorm arrived. A weekend of  lazy lounging around - except for the visits to my sick Mum, when I cooked her mashed potatoes and asparagus soup. And the long walks with a quick dip into the cold, cold stream. Eating left-over cake and fried potatoes with eggs. Lying on the sofa with my new cook books (moi) and playing the latest downloads on the stereo (him). And on Sunday, making pappardelle. Those lovely noodley long strings that go so perfectly with salsiccia meatballs in tomato sauce. Or, alternatively, with my creation of broad beans and sundried tomatoes heated in olive oil and goat cheese crumbled over them. 
I always have a larder full of stuff for last minute improvisation, being a compulsive hoarder. It's not a real pantry style larder, of course, not like the one my Grandmother had, a little room full of home-made preserves, jams, eggs preserved in some limey liquid and apples spread out on newspaper. I have a cool cellar where I keep my drinks and preserves, and in the kitchen there is a spare freezer I use for storing  flour, chestnut puree, pasta, tins and jars, in case we get marooned here.
One day, when I have time to ponder, I will write about hoarding and storing.
So I made pappardelle. I am getting really good at pasta making - got it down to a fine art now: knead 200g durum flour - it's really worth finding the de Cecco variety - with 2 eggs, some warm water and a drop of olive oil into a fine supple dough. Leave the dough ball to rest a while, then roll it out thinly, or feed it through your pasta machine - I went up to Nr.6 stop. My machine only does spaghetti, tagliatelle or plain sheets. So I cut the pastry into 1-inch strips and left to dry for an hour or so. Then cook it for 3-5 minutes in plenty of salted boiling water; you could even eat it with just butter and grated parmesan, because the pasta itself is delicious. 


Friday, 7 June 2013

Mohntage

Anmerkung: habe vergessen, beim Rumfortmohnkuchen sind auch zwei Eier in der Mohnmasse! Oide Schlampn!
Angeregt von Grasgeflüster, ist bei mir diese Woche ebenfalls jeder Tag ein Mohntag.
Am Sonntag war der Zitronen-Mohnkuchen dran (siehe weiter unten).
Und gestern zauberte ich diese Rumfort-Quark-Mohntarte (das Miststück grinst,weil es mich reingelegt hat: ein paar Minuten nicht aufgepasst, zu braun geworden).
Und heute überall diese Blumen, die mich im Sonnenschein sofort ganz glücklich machten.
Das Blumenparadies ist übrigens unsere Autowerkstatt, der mit den Zwetschgen, bei dem mein Auto gerade ganz optimistisch seine Sommerreifen verpasst kriegt.
Dieser nicht sehr gut aussehende Kuchen ist jedoch sehr fein: aus einem Rest Mürbteig, der im Gefrierfach schmachtete, einen Boden gemacht, auf den ich eine Mischung aus 250g Quark, Mohn, Zucker, zwei Eier drei EL Maismehl und einen halben BecherYoghurt legte. Beim Backen einfach besser aufpassen! Hier aber ist das Rezept für einen vollkommen gelungenen

 Zitronen-Mohnkuchen, nachempfunden

Ofen auf 180˚C vorheizen. Eine Brotbackform mit Backpapier auslegen: dazu gibt es eine hilfreiche Anleitung bei Nata.   
Drei große Eier mit etwas Vanilleextrakt (oder Vanillezucker, oder Vanillepulver) und 60ml Milch gut verschlagen. 
In einer zweiten Schüssel  210g Mehl, 150 g Zucker, einen Teelöffel Backpulver, Prise Salz, geriebene Schale einer Biozitrone - ich hatte eine Limette, sehr fein - mit drei großen Esslöffeln Mohn gut vermischen.
Sodann werden 200g über heißem Wasser geschmolzener Butter und die Hälfte der gerührten Eier ins Mehl verrührt bis alles schön glitschig ist. Die restlichen Eier langsam darunterheben.
 Den Teig in die Form geben und ca. 50 Minuten bei O/U-Hitze backen, zwischendurch den Zahnstochertest machen und evtl. mit Backpapier abdecken, wenn der Kuchen zu schnell braun wird.
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Währenddessen 150 g Zucker und 60ml Zitrussaft aufkochen bis der Zucker sich gelöst hat. Dieser Sirup wird über den fertigen Kuchen, welcher mit Holzstäbchen oder Gabel gelöchert wurde, getröpfelt. Das wird super zitronig.
Unser armes Mütterlein hat gestern einen Bus-Ausflug nach Ebbs in Tirol gemacht, war wohl doch zu viel: heute hustet sie und hat eine Großpackung Tempos bestellt.
The poppy season has begun, with startlingly bright fields of red splotches poppy-ing up everywhere, causing inexplicable rushes of happiness. Poppyseeds in the kitchen, too: first I made a lemon-poppysees loaf, and yesterday I  cobbled together a sort of cheesecake with poppyseeds.
And today I took my car to the garage, the one with the damsons, to have the snow tyres changed back to normal. It must be the most idyllic garage in the country, overgrown with different colour irises and ... you guessed it ...poppies.
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The sort-of poppyseed cheesecake  (below) happened by chance, I had some shortcrust pastry in the freezer for the base, and on top comes a mixture of 250g quark or ricotta, two eggs, a handful of poppyseeds, some grated lemon peel, three spoonfuls of maize meal (or flour), two tsp sugar and some yoghurt to make it more supple. Watch while you bake it, it's done sooner than you think.

Recipe for the Lemon and poppyseed cake (adapted from this)

Preheat your oven to 180˚C. Line the bottom of a loaf pan with parchment paper and butter and flour the paper. 
Whisk together three eggs, a dash of vanilla extract, and  60ml milk. 
In a separate bowl stir 210g flour, 150 g granulated sugar, a tsp of baking powder, pinch of salt, zest of an organic lemon or lime and three large tablespoons of ground poppy seeds together. Then add 200g butter, softened in a bowl over simmering water, and half the egg mixture, mix it all until it is well moist. Then slowly add the remaining egg mixture, scraping down the sides of the bowl.  
Scrape the batter into the prepared pan and bake for about 55 to 65 minutes, or until the bread is golden brown and a toothpick inserted in the center comes out clean. You may have to cover the bread with paper  after about 30 minutes if it's getting too brown.
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Meanwhile, in a small saucepan, bring 150 g granulated sugar and 60ml lemon juice to a boil, stirring until the sugar dissolves. When the cake is done, pierce the hot loaf all over with a wooden skewer, then dribble the hot lemon syrup over the loaf.
Poor Mum was on a coach trip to Tyrol yesterday - it was probably too much for her. Today she is coughing and asking for an industrial size packet of paper hankies.

Thursday, 6 June 2013

Nichts mehr zu meckern

 Der zweite Sonnentag, die Wasserpegel sinken (und die Häuser der armen Überfluteten stinken...).
Auf der Terrasse trocknen langsam die Kissen, und meine Bohnenpflanzen fangen endlich ganz schüchtern an zu sprießen. Beim Frühstück leuchtet die Sonne durch die Quittenmarmelade. Und schon mäht der Nachbar den Rasen vor meinem Wohnzimmerfenster, kaum dass das Gras aus dem Wasser auferstanden ist. Über den Rasenmäherwahn auf dem Lande könnte ich...aber der Eintrag heißt ja: nichts mehr zu meckern. 
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It's the second sunny day in a row! Water levels are falling, the cushions on the terrace are drying and my bean plants are making another attempt at sprouting. At breakfast, the sun illuminates the quince jelly. The neighbour is mowing the grass which has barely recovered from the flattening rain. I could write books about lawn-mowing mania in the countryside...but the title of this post is: Nothing left to moan about.
Nach einer Woche vegetarischen Kochens - Besuch! - habe ich gestern ein Zitronenhuhn gemacht. Es sieht roh schöner aus als gekocht, schmeckt aber wahrscheinlich gekocht besser. Zwei Hennahaxerl (Hühnerschenkel) aus dem Gefrierfach, über Nacht im Kühlschrank aufgetaut, habe ich mit Zitrone und Piment d'Espelette in Olivenöl und Zitronensaft mariniert, dann mit geschnittenen Frühlingszwiebeln in der Marinade im Ofen bei  200° Unter- und Oberhitze ca. 40 Minuten gebraten (selber nachschauen, ob das Fleisch durch ist!).
 After many days of vegetarian cooking for our guests I felt a strange urge to eat meat again. I had two chicken thighs in the freezer, and after gently thawing them in the fridge over night, marinated them in olive oil and lemon juice, after rubbing them with lemons and piment d'espelette. I put them in the oven with the marinade and some chopped spring onions, and cooked them at 200° for about 40 minutes. Please check whether your meat is thoroughly cooked!
Als Sättigungsbeilage machte ich aus den oft erwähnten alten Semmeln, die mir meine Mutter immer mitgibt, einen schnellen Semmelknödelteig mit dem kleingeschnittenen Brot, Ei, Petersilie, geriebener Muskatnuss und warmer Milch. Meine Erfahrung ist, dass man die Mengen einfach selbst ausprobieren will. Ist der Teig zu hart, noch ein Ei rein. Ist er zu weich, mehr Brot dazugeben, oder notfalls Semmelbrösel. Salz überlasse ich der jeweiligen Köchin, ich nehme eher wenig.
Anstatt umständlich Knödel daraus zu machen, wählte ich den Faulenzerweg und packte den Teig in meine kleine, gebutterte Guglhupfform. Nach etwa 30 Minuten Backzeit - in der er im Ofen wie ein herrliches Soufflée aufging - kam ein runzliger, aber köstlicher, Knödlhupf heraus.
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As a stodge side dish, I made a spontaneous guglhupf from stale white rolls, cut into small cubes, soaked in warm milk and mixed with two beaten eggs, grated nutmeg and parsley. Salt is up to you. You mix it all up, if it's too soggy, add more small bread bits, or panko. If it is too hard, throw in another egg.
I baked it for about half an hour, watched it rise like a perfect soufflée; then out came this shrivelled little bastard which tasted surprisingly delicious.

Tuesday, 4 June 2013

Land unter, Lasagne hilf!

Wir reden heute nicht über das Wetter. Den Jahrtausendregen. Das überflutete Bayern. Wie dankbar wir sind, an einem Hügel zu leben. Den verlorenen Frühling. Dass wir uns nicht mehr erinnern, welche Farbe die Sonne hat. Dass wir mehr essen, als gut ist für uns.
Wir hatten fünf Tage lang total frustrierten englischen Besuch, der kaum aus den Regenmänteln rauskam und  mitanhören musste, wie ausgerechnet in diesen Tagen England seinen kurzen Frühling genoss. Auch unser einziger Ausflug auf die Fraueninsel war eher feucht-fröhlich und fand hauptsächlich in Cafés statt.
Zum Trost kochte und backte ich wie ein Weltmeister: Rhabarber-Baiserkuchen, einen Spargelkuchen mit Blätterteig, der weg war, bevor ich die Kamera einschalten konnte. Und Lasagne, ein gutes, solides Winteressen: Die Pastablätter hatte ich schon vorbereitet im Gefrierfach. 
Wie man eine Hackfleisch-Tomatensauce macht, wissen eh alle. Ich bereitete die schnelle Variante zu, ohne Bechamelsauce, einfach Mozzarellascheiben zwischen die Fleischsauce und die Nudeln geschichtet, und oben auf die letzte Pastaschicht wird Olivenöl getröpfelt und Parmesan drübergerieben. Ca. 20 Minuten backen, bis der Käse schön knusprig ist.
Mit den restlichen Teigblättern gab es eine vegetarische Version, geschichtet mit blanchiertem Spargel und Mozzarella.
Morgen gehen wir dann hoffentlich an den Steinsee zum Schwimmen, in der Sonne. 
I won't go on about the rain, the endless week of cold, wet rain, the flooded Bavarian towns, the sheer misery of it all. About our English visitors who spent their holiday swathed in waterproofs, being told that meanwile, England was enjoying its short, sweet, sunny spring.
Much better to focus on our wet but jolly outing to Lake Chiemsee, the layered gateau in the Hotel.Linde  
And on all the fine food I made: the rhubarb meringue cake, the asparagus pie that was eaten before I got a chance to take the picture, the curry that tasted much better than it looked. 
Especially on the warming, filling lasagne.
 I made the quick version, without the bechamel sauce, just with layers of mozzarella and bolognaise meat sauce between the pasta sheet. It works: the lasagne comes looking out quite authentic.
 With the remaining pasta sheets, I made a vegetarian version with mozzarella and blanched asparagus. Yum.
Tomorrow is another day. Swimming in the lake...

Saturday, 1 June 2013

World Wide Wet - oder globales Sauwetter

 Wir haben wieder mal Besuch! Die Armen! Schwimmhäute sind schon am wachsen...
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We have English visitors again, the poor lambs. We are all growing webbed feet.

 Was kann man anderes machen als essen...what can you do but eat?
 Fraueninsel: Spielplatz wird zum Swimmingpool - Playground goes duck pond