Friday, 6 March 2015

Schokokuchen und interessantes Wetter

 Gestern morgen um 8.45 *** This morning, 8.45 a.m.
Gestern nachmittag um 17.30  *** Yesterday afternoon at 5.30
Dazwischen gab es schnellen Schokokuchen. Ich bin jetzt wieder voll einsatzfähig in der Küche und kann mich kaum beherrschen vor Ideen. Zum Glück bin ich derzeit gerade wieder im Mütterlein-Einsatz, das heißt ich habe vieeel Zeit zum kochen und backen. Diesen Kuchen habe ich einfach so schnell ohne Rezept gemacht - und zwar mit halb Reismehl und halb normalen Mehl.
Aber hier ist ein brauchbares Rezept für alle die sich nicht trauen. Ich habe eine kleine Form gemacht, also die Zutaten halbiert.
 
200 g gute Schokolade 
120 g Zucker
120 g Butter
150 g Mehl
1 gestrichener TL Backpulver
4 Eier 
Schokolade und Butter über Wasserdampf schmelzen.
Die Eier mit dem Zucker in einer Schüssel schaumig rühren
Die ewas abgekühlte Schoko-Butter-Masse unterheben und gut vermengen. Das Mehl zusammen mit dem Backpulver dazugeben und alles miteinander verrühren. 
Eine Kasten- oder Guglhupfform einfetten und bemehlen, den Teig  einfüllen. 
Im auf 180°C O/U vorgeheizten Backofen ca. 50 Minuten backen - immer wieder Stäbchentest machen! 
Den Guss machte ich aus ausgedrücktem Orangensaft und Puderzucker.
Schmeckt vor allem mit viel Schlagrahm, und besonders gut wenn man an einem Donnerstag nachmittag ganz dekadent "Mord mit Aussicht" anschaut.
In between these weather variations, I made this quick little chocolate cake. I actually just threw it together without a recipe, and I used half rice flour and half ordinary flour. If you prefer a recipe, it's right here (for two small cakes or one normal size one)

Beat 4 eggs with 120g sugar
Melt 200g dark chocolate with 120g butter over a saucepan with simmering water
Add the melted chocolate and butter to the egg mix, then fold in 150g of self-raising flour.
Butter your baking dish of choice and flour it 
Pour in the cake mix  and bake at 180° for 60 minutes, but keep checking with a wooden stick. My two little ones were done in 45 minutes.

I iced the cakes with fresh orange juice and icing sugar.
Tastes particularly good with a dollop of double cream, whilst decadently watching a DVD in the mid-afternoon.

Wednesday, 4 March 2015

Kaffee? Ja, bitte!



Nach der vollständigen Rehabilitation des Fetts lese ich nun heute in der Süddeutschen, dass es eine Metastudie zum Kaffeegenuss gibt, aus der hervorgeht, dass bis zu 5 Tassen Kaffee am Tag gesund sind für Herz und Gefäße. Wen wundert’s? Mich nicht, wenn ich mir meine Mutter und all ihre Ü-90-Freundinnen anschaue, die ihr Leben lang am Kaffeetropf gehängt sind. Umso genussvoller können auch wir jetzt unsere Cafés besuchen und die jeweils angesagten Kaffeegetränke durchkonjugieren. Ich  muss an die vollbärtigen Knaben denken, die im Kopenhagener Torvehallerne Foodmarkt mit fast religiösem Eifer ihrem neuen Kaffeeritual frönten indem sie das taten, was in Deutschland seit der Erfindung des Melittafilters jede Hausfrau tut: Kaffee aufbrühen und filtern. Gefiltert wird auch im Hause 356, und den Espresso ziehe ich mir da rein, wo ich weiß dass die da können, nämlich beim Italiener. 
So, und jetzt warte ich auf die Rehabilitation der Zigarette, damit ich wieder zu rauchen anfangen kann.
 After the complete rehabilitation of animal fats I read in the paper today about a meta study that comes to the conclusion that drinking up to five cups of coffee a day is actually good for heart and arteries! Surprised? I am not, as I am observing my Mum’s 90-plus gang of women friends who have been mainlining coffee during their many years on this earth. So, now we can carry on guilt-free with café visits, testing the latest coffee fashions. I am reminded of the quasi-religious zeal with which the boys with Grandad beards in Copenhagen’s Torvehallerne Foodmarket celebrated their new filter coffee ceremony – something every German housewife has been doing since the year dot. In my home, I have always brewed coffee, even when I lived in England (Ralph couldn’t wait to get the macchinetta out when I moved). I prefer to take my espresso where I know they make it properly – in Italy. 
So, now all we need is the rehabilitation of the cigarette to enjoy with our coffee!

Monday, 2 March 2015

Erleuchteter Sonntag

Gestern - ein grauer, feuchter Sonntag, eigentlich ein klassischer Daheimbleiber. Aber nein, ich hatte das dringende Bedürfnis, nach München zu fahren. In der Stadtzeitung IN München hatte ich gesehen, dass weit draußen am Auer Mühlbach, bei der Krämer'schen Kunstmühle, Lichtinstallationen des Münchener Künstlers Sigi Bußinger zu sehen waren. Seit ich beim Preißndirndl darüber gelesen habe, hat mich dieser Spaziergang in einen mir unbekannten Teil Münchens eh schon interessiert. Also, nix wie hin, ein schönes Muskeltraining für meine Beine, die sich nach zwei Wochen des Herumliegens wie gekochte Spargel anfühlen. Der Engländer war dabei. Im Abendzwielicht ine fast unwirkliche Gegend, eine Straße, die scheinbar ins Nichts führt, und plötzlich eine erstaunlich große Kirche, daneben die Kunstmühle. Das Café war leider schon zu, außerdem sagte meine Kamera "Ätsch, kein Saft mehr". Die beiden Skulpturenbilder machte ich also mit dem Handy, ein bisschen sieht man, wie unwirklich schön die da standen.
Yesterday was one of those Sundays that invite you to stay home and keep warm. Perversely, my sedulous companion and I ended up on an adventure trail along one of Munich's famed rivers, to find a light installation I had read about. 
I needed some training for my legs anyway -  two weeks of lying around have made them wobbly like boiled spaghetti. 
The weird LED sculptures lighting up in the twilight were quite lovely. Typically my camera had run out of juice just when I wanted it most. These pictures, taken with the smartphone, are a bit crappy, but still, the atmosphere is there.
Bevor wir losfuhren, backte ich aus den letzten Schrumpeläpfeln im Keller noch einen Apfelkuchen. 
Before we set off, I baked an apple tart from the last few wrinkly apples left in the cellar.
Mein Standardkuchen aus dem Südtiroler Kochbuch:
125g weiche Butter mit 125 Zucker und einem Packerl Vanillezucker (oder geriebener Tonkabohne) gut aufschlagen. Drei Eier dazu und weiter schlagen. 200g Mehl und eine EL Backpulver drunterheben, mit 2-3 EL Milch geschmeidig rühren. Dann in eine große Springform füllen.
Ca.6-7 Äpfel halbieren - geschält oder nicht. Einschneiden und auf den Teig legen - sie sinken beim Backen von selber ein. Ich habe die Äpfel mit Marillenmarmelade bestrichen. Bei 180° O/U ca. 45 Minuten backen. 
***
This is my easiest, almost instant, apple cake recipe:
You beat 125g softened butter with 125g caster sugar and a packet of vanilla sugar (or half a grated tonka bean). Add three eggs, keep whisking. Fold in 200g plain flour and a tbsp baking powder.
Spread into a buttered and floured tin.
Core and halve about 6-7 apples, cut grooves into them and lightly lay them on the dough, they sink in when it cooks. You could sprinkle some pine nuts over it, I spread it with apricot jam to make the apples toffee-like. Bake at 180°C without fan, for about 45 minutes.
Auf dem Heimweg sah ich vom Bus aus, dass das Deutsche Museum wunderbarst beleuchtet war. Da ja meine Kamera streikte, sah ich es mir einfach an und genoss es. Auf der Website von Osram fand ich heraus, dass diese Beleuchtung mit LED-Dioden ein Beitrag zum "Jahr des Lichts" war. Das Bild ist auch von dieser Website. 
Man muss die Wunder feiern, wo sie sich zeigen. 
On my way home I saw this amazing spectacle from the bus - I love surprises like these. Since my camera battery had given up its ghost, I just enjoyed looking at it. Back home, I found this picture on the Osram website, the company that had created this LED installation for the launch of the "Year of Light". 

Friday, 27 February 2015

Alles auf orange

 Endlich macht sich wieder Farbe bemerkbar, da draußen *** Colour is finally returning to the world outside
 
Das hier sind drei der sieben Gläser Blutorangenmarmelade, die ich kurz vor meiner zweiwöchigen Kreativpause eingekocht habe. Leider ist diese Marmalade wieder mal etwas zu flüssig geraten. Das passiert mir oft, aber ich gebe nicht auf: Irgendwann wird mir die Marmalade schon gelingen! Inzwischen habe ich eben sieben Gläser sehr köstlichen, lokal hergestellten Orangensirups, und mit dem man so ziemlich jede Süßspeise veredeln kann, z.B. statt teurem und nicht einheimischem Ahornsirup!  Es fing an mit dieser Quarkmousse. Ein traumhaft lockeres Dessert, dessen unglaublich einfache Herstellung ich hier schon beschrieben habe.
 What you see here looks like marmalade, and was meant to be marmalade. Sadly it never quite set, so I ended up with 7 jars of delicious blood orange syrup! Which enriches every dessert you could imagine - from bread-and-butter pudding to ice cream, and my first use for the syrup was this gloriously light pudding I described here a while ago.
Kurz bevor ich mich der Grippe hingab, hatte ich noch eine Eingebung: Orangenplätzchen mit Schokoguss!
200g feines Mehl, 100g feste, in kleine Stückchen geschnittene Butter, 50g Puderzucker mit so viel Orangensirup verkneten, dass ein fester aber geschmeidiger Teig entsteht. Teig kurz kühlen, in der Zeit eine Tafel gute Schokolade über dem Wasserbad schmelzen.
Aus dem Teig eine Wurst rollen, Scheiben abschneiden und bei 180° ca. 12-15 Minuten backen. Aber dabeibleiben und im Auge behalten!
Wenn die Plätzchen abgekühlt sind, mit der flüssigen Schokolade bestreichen. 
Und als der Appetit auf Süßes sich wieder regte, hatte ich gleich was in Reichweite. Sehr köstlich!
And just before I was struck down with the flu, an inner voice whispered to me: use some of that syrup to make orange chocolate biscuits!
Knead 200g plain flour with c100g cold butter cut into bits, 50 icing sugar and enough orange syrup (you can use maple syrup, too) to make a firm, supple dough.
Chill the dough while you melt a bar of good chocolate in a bowl over (not in!) simmering water.
Roll the chilled dough into a sausage and cut it into slices, which you bake on baking paper at 180° for about 12-15 minutes. Keep an eye on them!
When the biscuits are done and cooled down, spread the chocolate on them.It was just as well, so I had some sweet stuff in the house once I felt up to craving the sweet stuff again.
Und zu guter Letzt fühlte ich mich, kaum genesen in der Lage, diese Törtchen, eine Variante der Marlenchen zu backen!
250g Mehl und 125g Butter mit 100g Puderzucker verkneten. Den Teig auf bemehltem Brett ausrollen. Ich habe entdeckt dass das wunderbar geht wenn man zwischen Teig und Roller ein Stück Klarsichtfolie legt. Für die Füllung 2 Eier mit 130 g Rohrohrzucker und einer ausgekratzten Vanilleschote oder Vanilleessenz zu einer cremigen Masse schlagen. Ich mischte dieses Mal 170g zerhackte Walnüsse mit 6 EL Kastanienpüree und 3 EL meines Zaubersirups. Zum Schluss wird eine gute Messerspitze Backpulver reingerührt.
 Den Teig rund ausstechen und in eine Muffinform platzieren, je einen großen Löffel Füllung reingeben und 30 Minuten bei 160° mit Umluft backen.
Sehr fein!
And finally, as soon as I had risen from my sick bed, I just had to bake these delicious little tartelettes, a variation of these chestnut tarts:
for the pastry base, knead 250g plain flour with 125g butter and 100g icing sugar. Roll the dough, after chilling it for 10-15 minutes, between two sheets of clingfilm, and cut out rounds to fit a muffin tin.
  For the filling, beat 2 eggs with 130 g brown sugar and the scrapings of a vanilla pod - or a tsp of vanilla essence. This time I mixed 170g chopped walnuts with 6 tbsp chestnut puree and 3 tbsp of my magic syrup. Finally, fold in a pinch of baking powder.
Put the dough rounds into the muffin tin and spoon some of the filling into each tart case. Bake for 30 minutes at 160° (fan assisted) or 180° normal heat. Very classy!
Die Nachbarskatze schaut noch etwas skeptisch auf den Frühlingsausbruch im Garten
***
Our neighbours' cat seems not quite convinced of this sudden outbreak of spring in the garden

Wednesday, 25 February 2015

Derbröselt, aber ich stehe wieder

Zwei Wochen lang habe ich immer diese Aussicht gesehen. Zuerst verschneit, dann tagelang neblig, zwischendurch die Sonne. Jetzt hat der Regen den Schnee fast weggefressen und alle sagen: der Frühling ist nicht mehr aufzuhalten. Wie eine Ewigkeit kommt es mir vor, seit ich zuletzt in München war. Die Großstadt! Wie verlockend sie schimmert; noch fühle ich mich zu schwach, aber bald steige ich wieder in dem Zug!
***
For two weeks now, I have been looking out this window. First it was all snowy and white, then came the fog days. Now the rain has washed most of the snow away, and everybody is talking about spring. It seems an eternity since I have been in the big city - I am still weak, but now I am fantasising about getting on trains again.
 
Ohne meine Schwester wäre ich hier draußen in der Wildnis vereinsamt...Dann kam der Engländer wieder - er war natürlich auch krank geworden. Meine Mutter, sensibel und liebevoll wie immer: "Wo san denn nacha deine Freindinna?" 
Ja - im Ausland halt!
Diese Woche habe ich wieder angefangen, mir selbst schöne Gerichte zu kochen. Ich hatte Lust auf Linsen. Warum Linsen? Habe sie mit etwas Wasser, Karotten und Petersilie, Fenchelsamen und Chiliflocken weichgekocht und ein pochiertes Ei draufgelegt. Wie köstlich das schmeckt.
***
Without my sister I would have started hearing voices in my head, all alone out here. My English sidekick predictably got sick, too, and we agreed to be sick separately. My Mum, with her usual loving tact: "So where are your friends now?" Abroad, mostly, Mum.
This week, I started cooking for pleasure again. I craved lentils. Lentils?? So I cooked them with some water, carrots, parsley and fennel seeds, and chili flakes, until quite soft. Ate them with a poached egg on top. How delicious that was!
Die Orangenplätzchen habe ich noch vor der Grippe gebacken - mehr dazu später
*** 
I made these orange biscuits before the Great Influenza - more about them later

Sunday, 22 February 2015

Tinariwen - Live at Womad

 In diesen greislich-grauen Tagen hole ich mir die Sonne von Tinariwen.
Zu essen gibt's vielleicht morgen wieder was - die Grippe lässt mich langsam aus den Krallen.



Music from the desert for these (I hope) last grey and icy days
I may return to the kitchen tomorrow - this has been a mean fucker of a flu!

Wednesday, 11 February 2015

Fette feiern wie sie fallen

Nach Jahrzehnten unsinnigen Diätwahnsinns gab es heute zur Abwechslung mal eine gute Nachricht: tierisches Fett ist gesund (stand am Dienstag auch in der Süddeutschen, auf der Wissen-Seite. Und wer hat's gewusst? Wer hat immer schon Butter und Schlagrahm gegessen anstatt der Transfette, die in Margarine und anderen abartigen Industrieprodukten versteckt sind? Eigentlich sagt einem doch die Vernunft, dass gesünder ist, je weniger Industrieverarbeitung drin steckt. Man muss sich nur das "French Paradox" anschauen, um zu wissen wie man's richtig macht: Franzosen essen tonnenweise Käse und Sahnesaucen (dafür werden Getränke mit hohem Zuckergehalt höher besteuert), und sind trotzdem das schlankste Volk in Europa.
Zur Feier des Tages gibt es heute Windbeutel mit einer Sahne-Mascarponefüllung!
Brandteig ist übrigens erstaunlich einfach und superschnell gemacht!

Die hier angegebene Menge reicht für etwa 12 große Windbeutel:
200ml Wasser
50g Butter
eine Prise Salz
Ein TL Zucker
100g Mehl
2 Eier, verschlagen
Wasser, Butter, Salz und Zucker zum Kochen bringen und simmern bis die Butter schmilzt.
Dann das Mehl auf ein Mal reinschütten und ganz fest mit einem hölzernen Kochlöffel glatt schlagen, bis sich der Teig von der Topfwand löst. 
Den Teig etwas abkühlen lassen, bevor die geschlagenen Eier langsma daruntergemischt werden.
Ofen auf 200°C/gas mark 6 vorheizen.
In den meisten Rezepte wird der Teig durch eine Spritzbeutel auf das mit Backpapier ausgelegte Backblech gespritzt, aber ich habe aber den Teig einfach portionsweise mit einem Löffel auf dem Blech verteilt.
25 Minuten backen, dann mit einem Holzstäbchen Löcher in jedes Teil bohren, damit die Luft entweichen kann.
Nochmal ca. 10 Minuten backen bis sie hellbraun sind.
Für die  Cremefüllung schlug ich 100ml Schlagsahne mit 3 EL Puderzucker und vermischte sie mit 100g Mascarpone und dem Ausgekratzten einer Vanilleschote. Jetzt kommt die Spritztülle dran, mit deren Hilfe die Füllung in das Loch der Windbeutel gespritzt wird.

Für die Schokosauce werden 120g gute Schokolade und 30g Butter im Wasserbad geschmolzen, dann 120ml Schlagrahm erhitzen. Abkühlen lassen und großzügig über die fertigen Windbeutel gießen.
Among all the daily bad news, today the best news was that after all that dieting terrorism, it turns out that saturated fat is good for you! Luckily I have stuck to eating butter and cream all those years, instead of ingesting transfats through margarine and other bizarre industrial products. Isn't it plain common sense that the more food is processed is less good it is for you? Look at the "French Paradox": France has the lowest obesity rate in Europe despite everybody eating lots of cheese and creamy sauces. Instead, France very sensibly increased the tax on over-sugary soft drinks.

To celebrate all things fatty, I made profiteroles - there is animal fat in all three components!
Choux pastry is surprisingly easy to make, and very quick.
The amount of dough in this recipe made 12 large buns.  
200ml water
50g butter
A pinch of salt
One tsp sugar
100g plain flour
2 eggs, beaten
Heat the water, butter, salt and sugar until it just boils and the butter has melted. Chuck in the flour and beat the mixture vigorously with a wooden spoon until it is smooth and comes away from the sides. 
Let the dough cool down slightly, then slowly fold in the beaten eggs.
Preheat your oven to 200°C/gas mark 6.
The recipe says to put the dough into a piping bag to make little perfect heaps; I just spooned dollops onto the sheet lined with baking paper. Bake them for 25 minutes, then use a wooden skewer to poke a little hole into each of them, so the air can escape, and bake them for another 10 minutes, or until they are nice and browned.

For the cream filling, I beat half a carton of whipping cream (or double cream) with 3 tsp icing sugar, and fold it into 100g mascarpone with the scraped-out seeds of a vanilla pod. This I put into a piping bag and inject it into the hole in the bun.

For the chocolate ganache, melt 120g chocolate of your choice and 30g unsalted butter over a pot with simmering water, fold in 120ml single cream. Pour it generously over the filled choux buns.


Also in the Guardian today I saw that Jack Monroe, the queen of thrift, made her choux pastry with FOUR eggs! I only used two, so now I am the new Queen!

Monday, 9 February 2015

Türkisch-bayrischer Sonntag


Trotz Schneesturm wagte ich mich gestern "in die Stadt" - alle Züge fuhren pünktlich und ich musste mich am Rosenheimer Platz auch nicht etwa durch Schneewehen zum Rio Cinema kämpfen. Der Matineefilm, "Bavaria Vista Club", den ich mir mit dem Preißndirndl anschaute, war schon nett. Aber schon fast zu nett. Irgendwie fängt diese Bajuwarisierei - nach dem Motto "Bayern=Gaudi" - an, mich zu nerven. Bayern hat sehr viel schöne lustige, aber auch ernsthafte Musik, nicht nur diese Fetzerei. Es muss ganz gewiss keine steife Dirndl-und-Lederhose-Stubenmusi sein, wie die Beispiele der kabarettistisch-hochmusikalischen Zwirbldirn, und der sehr kreative Unterbiberger Hofmusik, die türkische Musik mit der bayerischen verwoben haben, zeigten. Insgesamt war es aber einfach zu wenig Singen und zu viel laute Gaudi für meine Bedürfnisse. Und Mantra-Jodeln und bayrischen Blues mog i scho garned (obwohl sowohl die Bluesgitarren und das Mantrajodeln musikalisch hervorragend waren).  Das Spezielle an der Bayrischen Musik ist für mich halt nicht der Blues, sondern das Jodeln. Und das auf Bayrisch.
Von den türkischen Klängen der Unterbiberger angeregt, gingen wir zum Mittagessen in einen neuen türkischen Imbiss, das reizende Lezizel in der Corneliusstraße, wo es interessante Manti mit verschiedenen mehr oder weniger knoblauchlastigen Saucen gibt. Meine Liebe zu Teigtaschen kennt ja keine Grenzen, und diese türkischen Mantis sind was Neues - winzigkleine Mikroteilchen, nicht so Platscharis wie meine selbstgemachten. Die nette Bedienung erklärte uns, dass in der Türkei die Größe der Manti im umgekehrten Verhältnis zum Geschick der Köchin steht, also je kleiner, desto besser, und sie werden wie Ravioli in Salzwasser gekocht. In manchen Ländern Zentralasiens - z.B. Mongolei, Kasachstan - sind die Mantis größer und werden gedämpft.
Dazu gibt's Getränke wie den echten pechschwarzen türkischen Tee, Cola Turka oder Ayramgetränke. Viele der Speisen sind vegan und vegetarisch.
Angeblich soll das immer noch mickrige Fastfoodpanorama in München jetzt endlich von den angesagten Food-Trucks bereichert werden, ich hab's aber selber noch nicht mitgekriegt.
Sunday saw me on a daring outing to "the big city", despite quite heavy snowstorms. Nothing bad happened, though. The car didn't get stuck in snowdrifts, the trains were punctual and the cinema I went to with a friend was right by the exit of the underground. We went to see a film about the "new Bavarian music", which is quite a big deal here now. I have to admit that, having lived in England with music from Fairport Convention and the sound of the Blues (while roundly rejecting the music I grew up with), I can't get excited about a Celtic revival band with Bavarian lyrics, or Bavarian blues songs. Although I have to admit they can play their guitars! Moving back to Germany, I rediscovered my roots, and now I just want to hear authentic music and a lot of harmony yodelling. I don't mind it all being modernised, but - call me stuffy - I don't like it my made into one big beery Octoberfest joke.
After the film, which also featured some very imaginative Turkish-Bavarian fusion music, my companion and I had lunch at a new-ish Turkish café, which specialises in manti. These were much smaller than my homemade ones, but as the charming waitress explained, for Turkish manti there is an inverse ratio between the size of the manti and the skill of the cook - the smaller, the better.
Munich is not exactly blessed with lots of international snack bars - although I heard that the food truck movement is finally hitting town -  so this is a welcome addition to my lunch menu.
 Ich hatte Glück und schaffte es heimzukommen, bevor der dunkle Himmel den nächsten Schneesturm ausschüttete.
***
I just made it back home before the darkened the sky released the next snowstorm.

Saturday, 7 February 2015