Thursday, 23 October 2014

Wollsocken


Es ist schön hier, auf dem Land, auch im stürmischen Herbst. Es gab zu Kirchweih "Auszog'ne"* an allen Ecken und Enden, jetzt wiegen sich die Bäume im Sturm, Pferde starren traurig im kalten Regen vor sich hin. Wir haben Yogastudios, einen lauten, fröhlichen Kindergarten, und sogar junge Mädchen mit Rastalocken.
Walnüsse gab es heuer aber keine!
* das sind keine Nackerten, sondern ein besonders geschmackvolles Schmalzgebäck

Was es hier nicht gibt:
Straßenmusiker, die unerwartet tolle Musik machen.
Ginkgobäume.
Meereswellen.
Farbiges Neonlicht.
Parkbänke. Parkhochhäuser.
Dunkelbraun gerauchte Cafés.

Good-bye tanned legs, hello knitted socks 
***
Braune Beine ade, grüß euch dicke Wollsocken (danke Anja!)












The countryside. It's beautiful here, even in an autumn that has suddenly turned gloomy and wet. While trees are bending to the sudden stormy gusts, and horses stare into the cold, rainy void, our bakery has an abundance of fresh seasonal doughnuts. Neither are we short of yoga studios, and our nursery is teeming with noisy, happy children.
There is even the odd young girl with rasta locks.
But there are things you won't find here:
buskers who make unexpectedly lovely music
ginkgo trees
coloured neon lights
park benches. multi-storey car parks.
Cafés, brown from decades of people smoking.
and: there are no walnuts this year!

Tuesday, 21 October 2014

Die schönen Bohnen



Einen der Blogs die ich besonders gerne lese, schreibt eine Engländerin namens Rachel, die in Roms trendigen Viertel Testaccio heimisch geworden ist. Ihre Gerichte sind unspektakulär, authentisch und elegant, die Geschichten über ihre Küche und ihre Familien in Italien und in England wunderbar zu lesen.
Bohnen gibt es öfter bei Rachel, in diesem Fall geht es um Wachtel- oder Borlottibohnen, die im Rohzustand so interessant gemustert und elegant lila sind. Kennengelernt habe ich die schönen Bohnen bei der Küchenschabe, sie hat mir sogar ein paar Bohnen geschickt. Der Versuch, sie auf meiner Terrasse anzubauen, ist aber leider grandios misslungen
Ich kaufte sie in der Dose, denn frisch kriegt man sie hier nur äußerst selten.
Wenn man sie kocht, werden sie eher unscheinbar und braun. Ich habe sie schon mit Feta zum Omelette gegessen und kalt als Thunfischsalat, angerichtet mit roten Zwiebeln. Rachels letzter Eintrag ließ mich meine Pastamaschine unter der Küchenbank herausholen und diese wunderbare Pasta e Fagioli nachkochen.
Ich kochte meine eigene Tomatensoße: eine halbe Stange Lauch, eine kleine Zwiebel und zwei Zehen Knoblauch in Olivenöl anbraten und mit einer kleinen Dose Tomaten ablöschen, salzen. Ich gebe immer noch ein bisschen Tomatenmark dazu, und ein Sträußchen Rosmarin und Oregano. Die Borlottibohnen in die Tomatensoße geben, sie darf mindestens eine halbe Stunde köcheln. 
Frische Tomaten benutze ich fast nie für Tomatensoße, außer ich bin irgendwo in Mittelmeernähe, wo die Tomaten nicht zu 90% aus Wasser bestehen.
Den Pastateig mache ich inzwischen ganz routiniert aus je einem Ei zu 100g Mehl - hier habe ich drei Eier und 300g Mehl genommen. Ich bringe immer aus Italien das Type 00 feine Weizenmehl mit, das gibt's hier auch in italienischen Läden. Man kann Pastateig aber auch mit Mehl Type 550 machen, oder mit Weizendunst (Spätzlemehl). Eine Nudelmaschine anzuschaffen wäre kein Luxus, wenn man gern selber Pasta macht - sie kosten so um 25 Euro.
Ich habe hier "Fazoletti" gemacht, (obwohl der Engländer nicht scharf darauf war, Taschentücher zu essen, haben sie ihm geschmeckt): 
Teig bis Nr.5 auf der Maschine ausrollen und in kleine Quadrate schneiden. In köchelndem Wasser etwa 5 Minuten kochen, dann unter die Tomatensoße mischen und ein paar Minuten ziehen lassen. Aufgewärmt schmeckt das Ganze noch besser.
Den übrigen Teig habe ich zu Pappardelle geschnitten und eingefroren.
  One of the blogs I love looking at is Rachel eats, written by an English woman who has "gone native" in Rome and posts traditional Italian recipes, simple (she has a way with beans), elegant and tasty. She also writes charming stories about her daily life, and about her families in Rome, Sicily and in England.
Her latest beanfeast inspired me to get the pasta machine out from under my kitchen bench and cook pasta e fagioli.
I used her recipe as inspiration, making my own favourite tomato sauce. Also, I used a small tin of borlotti beans - forget trying to get fresh beans in a village supermarket.
Now, pour a generous shot of good olive oil in a heavy pan and sauté a chopped onion and 2 cloves of garlic. 
Add 500 g fresh tomatoes ( if you live in a Mediterranean country or near a good market) -
I used a small tin of chopped tomatoes, they probably have more taste than the universal red waterballs. I also squeezed some tomato paste into the sauce.
Add salt and pepper, some fresh oregano and a sprig of fresh rosemary. Simmer for at least half an hour, adding the beans towards the end of the cooking time.
Make fresh egg pasta, cut them into squares (fazoletti), throw them into simmering water until they rise to the top - about 5 minutes.(I cut the remaining pasta dough into pappardelle - by hand - and put them in the freezer).
I took the pasta squares out with a slotted spoon and mixed them in with the tomato and bean sauce, adding a little of the pasta cooking water (q.b).
Make lots of this dish, because it tastes even better the next day.
Of course, I couldn't resist serving the dish with a sprig of basil, for extra colour.

Sunday, 19 October 2014

Sonnen-baden


 
Alle Jahre wieder gibt es in der Nähe unseres Dorfes die "Obereichhofener Kirta", die Kirchweih, alles trotz leichtem Oktoberfestfaktor (mehr Leute, die immer mehr Tracht tragen) immer noch ein authentisches Dorffest, komplett mit "Kirtahutsch'n" (der Schaukel für die Kinder), schönstem Wetter und Ente mit Knödl. Früher hätte ich "heile Welt" gezischt und wäre nach London abgedampft. Jetzt empfinde ich es als Freude, dass ich in dieser heilen Welt so integriert bin: ich spreche ja immer noch fließend Bayrisch!
Auch aus den letzten Jahren gibt es hier und hier Bilder!
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One of the charming local events where I live now is the annual village harvest festival with lots of people, lots of beer, dumplings and roast duck and brass bands. Over the past years, people have taken increasingly to wearing "tracht", the well-known lederhosen and dirndls. All this traditional stuff is becoming ubiquitous now, whether it's Oktoberfest or local events such as these. When I was younger, I didn't want to know about all the traditional stuff I grew up with and fled to London. Now I feel quite comfortable with my Bavarian roots.
 More pictures from past years here and here!
 
Nach der Kirta schnell in den Steinsee-heute war ja geradezu ein Sommertag. Jeder Tag ist kostbar.
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After the Bavarian bonanza we jumped into our local lake - today was practically a summer's day, and every day counts now
Daheim wartet der exklusiv beleuchtete Apfelkuchen (einer von vielen, die ich diesen Herbst noch backen werde), geschmückt mit den Blumenabfällen unserer Nachbarin: die Nachbargärten sind alle schon verwüstet, weil demnächst die Gartenabfälle eingesammelt werden, und da findet man alle möglichen Schätze.
Back home, one of many apple tarts I am going to make this autumn is waiting to be devoured. The flowers come courtesy of our neighbours who have vandalised their gardens and chucked everything by the roadside, waiting for the council to collect all the garden waste.
Ach, und: die Berge sind wieder da, aus dem Nebel hat sie der Föhn wieder hergeweht! 
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 After weeks of persistent fogginess, our mountains have returned

Wednesday, 15 October 2014

Katze aus dem Haus - die Mäuse machen Ausflüge!

Zwei Tage Narrenfreiheit, während unsere Mutter sich einer kleinen OP unterzog - völlig entspannt, mit ihren fast 92 Jahren - die Luisa und ich nutzten, um bei schönem bis schönstem Wetter Ausflüge zu Bergen und Seen zu machen. Am Montag fuhren wir zum Griessee im Chiemgau, wo wir in den Wäldern herumkraxelten und nochmal in den wunderschönen, dunklen See sprangen. Anschließend tranken wir Kaffee in der Gaststätte Griessee, mit einem sensationellen hausgemachten Zwetschgenkuchen, den ich vor lauter Gier vergaß zu fotografieren!
 Ruhig lag der Griessee da *** lake Griessee calm as a mirror
 Diese schönen Schimmel trafen wir vor der Wirtschaft, und später mit Reiterinnen im Hochwald.
 We first met these two horses tethered outside the inn, and later in the woods, with their riders
Kurze Pause vor der lächelnden Hütte *** short break outside the smiling cabin
Der Garten der Gaststätte mit Apfelbäumen***Old apple trees in the garden of the Inn 

Sollte jemand weitere Fotos sehen wollen,  hier sind sie! ***Should you want to see more pictures, look here!
  Gestern war ein perfekter, sonniger Herbsttag und wir wollten zur Aueralm über dem Tegernsee wandern. Aber der als "Kinderwagenweg" beschriebene Anstieg wurde so steil und irgendwie endlos durch die dunklen Wälder, dass wir nach fast 2 Stunden umkehrten und uns lieber mit einer sonnigen Einkehr im Tegernseer Bräustüberl belohnten - wir kennen keinen falschen Ehrgeiz...Es war jedenfalls wunderschön, an beiden Tagen.
 Am Anfang schien noch Sonne auf den Aufstiegsweg***We started the walk in bright sunshine
 Blick auf den Tegernsee - Overlooking the lake
Das war die kleine Portion Tellerfleisch mit Kartoffel-Gurkensalat und Wurzelgemüse! Dazu das wunderbare Tegernseer Helle.
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This was the small portion of boiled beef with root veg and potato-cucumber salad. Plus the famous Beer.
Yesterday was such a perfect sunny autumn day that we decided to attempt a little hike up a mountain. But the path turned out to be loooong and very very steep and we lost the will to trudge through the dark woods. So, after two hours we turned around and walked back to have lunch by the sunny Tegernsee lakeside.

Sunday, 12 October 2014

Mein Freund, der Halloumi

Ich liebe Halloumi, ein wunderbarer Ersatz für Fleisch, weil man ihn braten, grillen und kochen kann. besonders fein finde ich Halloumi in viel Olivenöl gebraten auf Toast, das Bratöl über den Toast getropft: zusammen mit einer Kürbissuppe ein Top Abendessen. Oder gegrillt auf Salat. Oder in kleine Stücke geschnitten in der Tomatensoße, zu Pasta.
In London bekam man ihn überall, für weniger als 1 pfund, hier im Supermarkt kostet er fast drei Euro - aber immer noch billiger als Fleisch!!
 Im Guardian fand ich ein Rezept für Halloumiburger - her damit, dachte ich, beim bloßen Anblick lief mir schon sämtliches Wasser im Mund zusammen. 
Ich änderte die Mengen für eine kleinere Portion - also nahm ich zuerst eine halbe Zucchini und eine kleine Karotte, die werden geraspelt und ausgedrückt. Dazu kamen ca. 100g Halloumi, auch geraspelt, und eine Prise Salz. Zu Bällchen formen und in heißem Öl braten. 
Diese Mischung wurde mir zu sehr wie Gemüsepflanzerl, deshalb machte ich das Ganze am nächsten Tag nochmal und gab ein Ei und eine Handvoll Semmelbrösel in die Mischung - dabei kamen super Burger raus, die ich auf der Terrasse in der Sonne genüsslich verspeiste - auf Salatblatt statt Brötchen und belegt mit Sprossen.
Als Begleitung zum Burger gab es einen Dip aus einem halben Becher Joghurt, gemischt mit zwei großzügigen EL Tahini, einer halben ausgedrückten Limette und einer Prise Sumac - ein säuerliches Gewürz aus dem türkischen Laden. Den im Rezept angegebenen Honig oderAhornsirup ließ ich weg.
I love halloumi. In UK supermarkets you buy a 200g packet for under a pound, in my local German one I paid nearly 3 euros for the same. But it's an excellent meat substitute and I use halloumi a lot - fried in olive oil on toast, grilled on salads, chopped into small squares in a pasta sauce.
On the Guardian website, I found this excellent idea for a halloumi burger which I salivated over for a week before finally cooking it.
I scaled it down, for two eaters, by grating half a courgette and a small carrot and squeezed some of the water out of them. Then I mixed the vegetables with about 100g grated halloumi and a handful of chopped mint leaves, added a pinch of salt and formed burgers. I fried the pre-formed patties in vegetable oil until crispy, but somehow they ended up more like fritters than burgers.
So, forever the culinary explorer, next day I used the remaining halloumi, the other half of the courgette and a carrot and added an egg and a handful of breadcrumbs to the mix - and hey presto, the consistency more like a proper burger. Both versions were delicious, but the "proper" burger won hands down, especially because it was eaten outside on the terrace, in the sunshine.

The recipe comes with a tahini dressing, made with half a small carton of plain yoghurt and
2 tbsp tahini, juice of half a lime and some salt. I added a pinch of sumac (a slightly tangy Turkish spice) instead of the required maple syrup or clear honey. To serve, I draped the burger on a big lettuce leaf instead of a bun, topped with mixed sprouts. 
Südseemäßiger Sonnenuntergang gestern abend *** South Pacific-style sunset last night

Wednesday, 8 October 2014

Im Wald, und lauter Bäume

Es ist erstaunlich, wie viel Arbeitskraft ein alter Mensch erfordern kann, der mittags wie ein Häufchen Elend im Bett liegt und sagt "Ich glaube, ich schlafe jetzt hinüber", und dann bis zum Abend ein Hörgerät verloren (Suche auf allen Vieren), telefonisch drei Arzttermine arrangiert (anrufen und zwei davon absagen) und den TV-Kopfhörer kaputtgemacht hat.  Mal abgesehen vom Essen kochen, das bei ihr bekanntlich einem Lotteriespiel gleichkommt, musste ich diese Woche drei Mal zum örtlichen TV-Laden gehen und mehrmals dort anrufen, bis erst der Fernseher repariert und dann ein neuer Kopfhörer besorgt war. Dazu kommt noch das Kaffeekochen für die zahlreichen Besucher - alles Dinge, die nicht unter dem Begriff "Pflege" laufen und Lebenszeit kosten. Ich denke an meine Schwester in ihrer wohlverdienten Auszeit in Portugal, die das sonst immer so stemmt: Ihr Projekt ist ja bekanntlich "meine Mutter überleben". So ganz nebenbei backe ich Plätzchen, um Mums schwindenden Appetit anzuregen, denn wenn sie in einer Minute sterben will, fragt sie in der nächsten "Host du was zum Essen für mi?" Zum Glück kommen die Extras aber nicht immer so geballt wie gestern.
Gestärkt war ich nach einem frühmorgendlichen Spaziergang im schwindenden Nebel in den "Pflegetag" gegangen, und habe den Tag mit einem Sprung in den Steinsee abgeschlossen.
Endlich Sonne!
Amazing, how much effort is involved in making an old infirm person comfortable. I am not even talking about the physical care, which is partly done by the care services. Some days she lies on her bed, a shrunken little figure, claiming "I think I am fading away". A few hours later, she has managed to lose her hearing aid (involves crawling on the floor on all fours - remember, I am no spring chicken myself!), made three phonecalls for doctor's appointment (two of which I cancel immediately) and broken her earphones - essential for watching TV.
So, apart from cooking her food - which is a time-waster at the best of times, when she claims she is not hungry - I had to hunt down the local TV lord begging for a new pair of earphones, which took three working days. Plus there is the endless rounds of visitors that need to be given coffee etc. - all these things that don't even count as "caring". Last night she lay on her bed "I don't think I can eat anything", only to ask, five minutes later "haven't you got anything for me?". I have a feeling she isn't ready just yet for the long good-bye. And I think of my sister whose motto in life is: I want to outlive my mother.
I went for a lovely long walk, bidding good-bye to the oppressing fog and a big hello to the sun.
So, I made her a quick batch of her favourite biscuits. Job done.
 Das sind Mütterleins Lieblingsplätzchen, die gehen immer: einfache Mürbteigkekse nach der Formel 3:(Mehl) 2:(Butter)1:(Zucker) mit Zitronenguß.  
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These are my Mum's favourite biscuits, easy to make, easy to eat, following the 3:(flour) 2:(butter)1:(sugar) formula and topped with a lemon icing.

Tuesday, 7 October 2014

Merveilleux!

Das mit dem Dänischlernen hab ich mir inzwischen anders überlegt, nachdem ich alle Kommentare noch mal durchgeschaut hatte. Ich komme bestimmt auch nächstes Mal mit der bewährten Mischung von Englisch, Deutsch und "hilflose Touristin" durch. Und wer weiß, in welches Land ich mich als nächstes verlieben werde?
 On re-reading all the comments,I changed my mind about learning Danish. I'm sure next time I will manage with the tried and tested mix of German, English and "helpless old dear". And who knows, what country I will fall in love with next?
  Der Nebel und die Düsternis der letzten Tage hat mich in eine unbezähmbare Backlaune versetzt. Dabei schaut es heute so aus, als befänden wir uns wieder auf dem Weg ans Tageslicht. 
In einer deutschen Frauenzeitschrift fand ich dieses berückende und ganz neue Gebäck, dessen Name allein mich schon in Urlaubsstimmung versetzte: Merveilles du Périgord - eine Mischung zwischen Krapfen und Plätzchen. Ich hielt mich (fast) genau ans Rezept und fand später im Internet ein Rezept, das vier Eier statt hier drei angibt. Dadurch würden sie vielleicht lockerer. Sie schmecken aber auch so nach mehr!
Anmerkung: Diese Teigmenge MUSS man halbieren, den Rest einfrieren. Sie schmecken nämlich am besten frisch gebacken.
  75g Zucker mit einer Prise Salz und 3 oder 4 Eiern schaumig rühren, dann 50g zerlassene Butter, den Abrieb einer Biozitrone, 2 TL Cointreau, Rum oder Calvados - was halt im Getränekkabinett so rumsteht - und 1Tl Vanilleextract dazurühren (Ich rieb 1/3 Tonkabohne hinein). Jetzt 500g Mehl mit 7 oder 8g Trockenhefe vermischen und langsam in die Teigmasse rühren. Das Ganze zu einem geschmeidigen Teig verkneten, in der Schüssel oder auf das Backbrett kippen.
 Den Teig schön warm zudecken und eine bis zwei Stunden ruhen lassen - aufgehen muss er scheinbar nicht. Wenn er dann ausgeruht ist, den Teig ca. 1cm dick ausrollen und die authentische Rautenform ausschneiden. In viel heißem Öl (ich: Sonnenblumenöl) schön resch rausbacken - aufpassen, geht schnell!
All that fog and gloom has put me into a baking frenzy (admittedly, today looks like we might be returning to daylight).  In a German women's magazine I found a recipe whose mere name put me into a holiday mood: Merveilles du Périgord - a pastry half-way between doughnut and biscuit.
I kept to the recipe - (almost) to the letter - although later I saw a recipe in a blog that used four eggs instead of the three here, which might make them fluffier. But they taste quite more-ish as they are.
Note: you HAVE to either halve the ingredients or freeze half the dough - noone can eat all this in one sitting, and they taste best when freshly baked.


Whisk 75g sugar, a pinch of salt and 3 or 4 eggs until they go a pale yellow, then add  50g melted butter, the zest of an organic lemon, 2 tbsp Cointreau, rum or Calvados - whatever you find on your drinks trolley - and 1tsp vanilla extract (I grated one third of a tonka bean in). Now mix 500g plain flour with 7 or 8g dried yeast and stir it carefully into the egg mix. Finally, knead it all together into a supple dough - either in the bowl, or tip it onto a baking surface. Now, cover it and leave it for an hour or two. Apparently it doesn't have to rise, just rest.
When the dough has rested enough, roll it out to about 1cm thickness and cut it into the authentic diamond shapes. Deep-fry them in enough hot oil (I used sunflower oil) - careful, stand by - it doesn't take long!
Backen ist besonders toll, wenn's gleich ein paar Maisfelder weiter Freilandeier gibt!
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Baking is fun when you have endless access to free-range eggs just down the road

Monday, 6 October 2014

Grau, bunt und ewiger Nebel

Eines Abends wagte ich mich doch noch auf die Wiesn, verzog mich aber ob der vorhersehbaren Massen im Trachten- und sonstigen Rausch schnell auf die 'Oide Wiesn'. Dort kam ich mit meinen bezaubernden Begleiterinnen nicht mal in die Nähe des angepeilten Herzkasperlzelts. Also schauten wir uns ein bisschen um, ich aß eine Leberkassemmel - den süßen Senf fand ich später auf meinem T-shirt - und verließen erleichtert den Tatort - hat schon gereicht für dieses Jahr. 
Und trotzdem - es gibt doch immer noch magische Augen-Blicke!
On one of its last evenings I finally paid a visit to our local fun fair, that annual bacchanal called Oktoberfest. Its vulgarity and the horrible taste in "Bavarian" outfits seen there are legend, but still...there are magic moments to be found there.
Die Badesaison scheint sich dem Ende zuzuneigen; seit zwei Tagen taucht unser Kirchturm nicht mehr aus dem Nebel auf. Aber unverdrossen koche ich kräftigende Süppchen fürs Mütterlein, die mal gegessen, mal mit kurzem Schnauben abgelehnt werden - so wie meine wunderschöne Gerstensuppe hier.  
Ich machte ihr dann einfach eine Tomatensuppe - bingo!
Diese Suppe ist ein köstliches Gegenmittel für den grauen Herbst hier:
Eine Zwiebel oder Schalotte klein schneiden, in Olivenöl anschwitzen. Eine Tasse Gerste dazugeben, anrösten. Mit Weißwein, Noilly Prat oder einfach Brühe aufgießen, ein Bouquet garni (Bündel Kräuter, vor allem dicke Petersilienstängel, die man sonst wegwerfen würde), getrockneten Thymian oder Majoran  in die Brühe legen. Die Gerste ein bisschen quellen lassen.

Inzwischen zwei Karotten, zwei Kartoffeln und eine Stange Lauch (auch Stangensellerie, wenn einer da ist) klein würfeln und nach und nach zugeben. Weiter Wasser oder Gemüsebrühe zugeben, ein bisschen salzen. Köcheln lassen bis alles schön bissfest ist, und auf dem Teller mit Petersilie der Schnittlauch begrünen.
The swimming season seems to be coming to an end: for days now, our church steeple has been shrouded in impenetrabel mist. Meanwhile, I carry on cooking healthy and live-giving soups for my Mum. Sometimes she eats them, more often she rejects them with a little snort. She didn't take to my lovely barley soup here, such a beautiful antidote to the encroaching autumn..
I made her a tomato soup. Result.
 Chop an onion or a shallot and fry them gently in your preferred oil. Add a cupful of barley and  sweat it with the onion.  Deglaze it with white wine, Noilly Prat or vegetable stock and simmer for a while with a bunch of herbs tied together with kitchen string (parsley stems which you’d normally discard are good for this). Leave the barley to swell .
Meanwhile, dice one leek, two carrots, two sticks of celery and two potatoes, add to the soup. Continue to add water or stock and salt, until the soup is as thick or liquid as you want it. Sprinkle with fresh parsley or chives before serving.