Tuesday, 9 February 2016

Pfannkuchentag

 Faschingsdienstag ist in England "Pfannkuchentag", also gibt's heute Buchweizenpfannkuchen, diesmal mit Blutorangencurd.

100g Buchweizenmehl mit einer Prise Salz, einem Ei und 150 ml Milch glattrühren, dann nochmal 150ml dazugeben bis der Teig dickflüssig ist. 50g flüssige Butter unterziehen.
Teig mindestens eine Stunde ruhen lassen - ich ließ meinen über Nacht stehen und er war perfekt.
In Öl ausbacken, umdrehen wenn die Ränder sich zu rüschen anfangen.
Ich kann inzwischen Pfannkuchen in der Luft wenden! Man muss sich nur trauen.
Blutorangencurd (zum letzten Mal)  
Wenn man den Curd mit Schneebesen statt dem traditionellen Holzlöffel rührt wird er ein bisschen leichter.
Zest und Saft von 4 Bioorangen,200g Zucker
100g Butter
3 Eier und 1 Eigelb

Die Zeste und den Saft mit dem Zucker und der gewürfelten Butter in eine hitzebeständige Schüssel rühren und auf einen Topf mit köchelndem Wasser setzen. Der Schüsselboden sollte über dem Wasserspiegel schweben. Rühren bis die Butter sich ganz aufgelöst hat.
Die Eier und das Eigelb mit einer Gabel verrühren und in die Schüssel dazugeben. Köcheln lassen und rühren, bis es dickflüssig wird. Kann bis zu 20 Minuten dauern!
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Shrove Tuesday is pancake day, so we are having the much-loved buckwheat pancakes today. I serve them with blood orange curd instead of the traditional lemon juice (by the way - keep stirring the curd until it sets. It will, eventually).
100 g  buckwheat flour, pinch of Salt, 1 egg
300 ml  milk, 50 g melted butter

Mix the flour, salt, egg and half the milk in a bowl. Beat until smooth then stir in the remaining milk. Leave to set for an hour - the longer the batter rests, the better: I left it overnight, perfect.

Put a little oil into a frying pan, roll it around to cover the surface and heat until almost smoking.

Stir the butter into the batter. Put a small ladleful of batter into the pan, move the pan around until the batter covers the surfac. Cook until the edges crisp up, turn it over and cook the other side.
 Try flipping the pancake - it's fun!


Unten links, meine Oma und Opa im Mittelpunkt einer Faschingsgaudi in München, 1924. Das Feiern liegt mir ja eigentlich im Blut, die ersten Jahre zurück in München haben wir uns wild kostümiert und den ganzen Schmarrn mit Begeisterung mitgemacht. Aber dieses Jahr - außer Pfannkuchen nix gewesen. Unten rechts mein Lieblingskostüm aus der Kindheit - passt natürlich nicht mehr.
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 Below on the left, my Grandparents (centre) getting down in 1924 - I come from a long line of ravers! When I first moved back to Munich, I was really into dressing up and going out - this year, carnival stops with the pancake. 
On the right, my costume I wore (usually with thick knitted tights) when I was a teenager. Sadly, it doesn't fit any more...

Sunday, 7 February 2016

Winter trifft Frühling

Wenn man im Supermarkt Rucola kauft, kriegt man ja immer diese Riesenplastikmonster voller Grünzeug, das man auf normalem Weg eigentlich nicht wegbringt. Neulich ist mir eine schnelle und köstliche Lösung gelungen zum Abtragen des Rucolabergs, der im Kühlschrank auf seine Erlösung wartete. Von einer Großpackung Cashews war auch noch einiges übrig, ein frühlingsgrünes Pesto bot sich also geradezu an.
Dazu machte ich eine feine winterliche Polenta - die Übergangskombination war perfekt.
Ich kann keine Mengenangaben machen, bei mir geht es meistens nach Gefühl, außer beim Backen:
Eine große Handvoll Rucola klein schneiden
Cashews kurz in einer trockenen Pfanne anrösten und klein mörsern - oder im Küchentuch mit einem Nudelholz zertrümmern (großartiger Stressabbau).
Beides mit einer Knoblauchzehe,  einer Prise grobem Meersalz und etwas Olivenöl im Blitzhacker zerkleinern (ich mag nur sehr wenig Knoblauch)
Noch großzügig Olivenöl, Zitronensaft und geriebenem Parmesan daruntermischen.
Polenta: für eine hungrige Person 65g Polenta in 1/4l kochendes, gesalzenes Wasser einrieseln lassen, rühren bis die Polenta fest ist, etwas Butter oder Olivenöl drunterziehen.
Die Polenta habe ich mit Ziegenkäse überbacken und mit dem Pesto und eingelegten Paprika angerichtet. Ohne Ziegenkäse übrigens komplett vegan!
P.S. ich habe das Pesto seitdem noch ein paarmal gemacht, quasi süchtig. Passt zu Brot, Pasta, Kartoffeln...
 When you buy rucola in a supermarket, (I don't want to call it rocket any more since my friend Roberto made me aware of the military implications) you get a big bag of it and often find it hard to use up the whole monster lot of it.
Then I had a brainwave, remembering a recipe for rucola pesto with cashews. I have some in the kitchen cupboard, waiting to be used.
I made a seasonal polenta to go with the spring-green pesto, topping it with goat cheese to go under the grill.
 
 For the pesto, chop a good handful of rocket rucola. Dry-roast some cashews in a fat-free frying pan, wrap them in a kitchen towel and bsh them with a rolling pin.
Now put herbs and nuts in a blender, add coarse sea salt, a chopped clove of garlic (if you like garlic) and a good shot of olive oil, blend. Then add juice of half a lemon and some zest, and a handful of grated parmesan. Blitz briefly - all done. If it's dry, stir in some more olive oil.
For the polenta: I boiled 250ml water and gradually added 65g polenta. Turn the heat right down and stir with a wooden spoon until it is set, then fold some butter or oil into the polenta.
I have been eating this pesto with everything - toast, potatoes, pasta - it's just so damn delicious!

Thursday, 4 February 2016

Zur Unterhaltung, mit Curry



 Lustiges Wetter zur Zeit: am Montag saß ich auf der Terrasse in der Sonne, seit gestern wüten kurze, impotente Schneestürme übers Land
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Amusing weather at the moment: Monday I spent basking in the sun on the terrace, yesterday snowstorms started trying to cover everything in white again

Einen witzigen Film gesehen: Das brandneue Testament - eine Kreuzung zwischen Monty Python (die Nussknacker), Amélie (die Tochter) und Ulrich Seidl (Gott). Sehr schräg, lustig, berührend. Genießt, wie Gott sein Fett wegkriegt für all die Gemeinheiten, die er sich ausgedacht hat.
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Saw a cracking film: The brand new testament.  It's weird and wonderful, somewhere between Monty Python, Amélie and Delicatessen? Love the blasphemy and enjoy watching God getting his comeuppance.

Ein tolles Buch gelesen: Ein untadeliger Mann: ich würde die ganze Besprechung NICHT vor dem Buch lesen).  Das Buch für alle Anglophilen, mit verstörenden Einblicken in das britische Empire (auch Raj genannt)  und das Schicksal seiner "Raj-Waisen". Amüsant, schockierend, und voller erstaunlicher Geschichten. Pikaresk nannte man solche Romane im Studium - erinnere ich mich vage.
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I finally read Old Filth,  (Filth = acronym for "Failed in London Try Hongkong"). A novel from the inside of the British Empire's "raj orphans" experience; tragic, funny, clever, full of adventure.

< Bei meinem witzigen Freund Gerhard Seyfried habe ich diesen erleuchtenden Cartoon gefunden. Sagt alles zum Thema TTip.

Und was tolles gekocht habe ich auch: diesmal gibt es Gemüsecurry aus einem halben Glas Bio-Kichererbsen, zwei Kartoffeln, einer Süßkartoffel und einer dünnen Stange Lauch.
Den geschnittenen Lauch mit einer Prise Kreuzkümmel in Olivenöl anschwitzen, mit Salz, Currypulver, Garam Masala, etwas Chili (ich getrocknet, oder frisch nach Geschmack) und Kurkuma (ich hatte frischen Gelbwurz) würzen. Ganz leicht Mehl drüberhauchen, mit Gemüsebrühe aufgießen. Die gewürfelten Kartoffeln Einen Strang Tomatenmark drunter rühren, die Kartoffeln dazugeben und köcheln lassen, bis alles gar ist.
Dazu Reis und wer mag, einen Löffel Joghurt.
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I also cooked something delicious: a veggie curry with a small leek, two potatoes, one sweet potato and half a jar of organic chick peas. 
Gently fry the leek in good oil with some cumin, add your curry spices or paste. Powder with some flour and add your vegetable stock. Now add the diced potatoes and the chick peas, as well as a length of tomato paste. Stir and simmer until the spuds are soft. Eat with rice and, if you like, a dollop of yoghurt.

Sunday, 31 January 2016

Ein Tag in weißblau

Was für eine brillante Idee, am Samstag ins Auto zu steigen und in die Berge zu fahren - ein perfekter Tag! 
Das wird wieder mal ein Post zum Thema "bayrischer Fremdenverkehr"!
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We had the brillant idea to drive towards the mountains yesterday. A perfect day to celebrate living in Bavaria - where others come to holiday!
 Auf dem Weg zum Spitzingsee kurze Einkehr beim Kirchstieglwirt in Schwarzenberg - nett, eine Wirtschaft wie früher, wo es noch Bierwäremer, Lüngerl und Knödl gibt (mit Maggi). Was der Mann da größenmäßig beschrieb, habe ich nicht mitgekriegt.
 A completely un-touristy country pub, complete with beer warmer, piano and old-fashioned condiments (Maggi is the equivalent of HP sauce here). I  didn't catch what the guy was describing the size of here...
Aber unser eigentliches Ziel war das Albert-Link-Haus hinter dem Spitzingsee, Richtung Valepp.
 
Das ist die Aussicht von der Terrasse. Wir haben nämlich draußen in der Sonne gegessen, und uns wieder mal dran erinnert, was für ein Glück wir haben, so nahe bei solch schönen Orten zu leben.
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This is the view from the terrace - we were eating outside, congratulating ourselves once again on the privilege to live right here in the middle of so much loveliness.
Wir aßen das bescheidene Gröstl im Pfandl (nicht Pfand'l, gottseidank), und die Fleischpflanzerl. Die Hälfte nahmen wir mit im doggy bag, da hätte eines davon für uns beide gereicht. Der Kaiserschmarrn war von unseren Tischnachbarn - der war genug für eine ganze Familie!
We had enough food to take half of it home with ur. The Kaiserschmarrn (below, a thick pancake torn into pieces, fried in butter, served with apple sauce) - not ours - would feed a familiy of four.
Wir gingen dann noch im Tal spazieren, es gibt da noch ein Gasthaus, eine Alpenvereinshütte namens Blecksteinhaus. Das sieht auch sehr gut aus - sie haben so exotische Sachen wie Dal und Ingwertee auf der Speisekarte, und etwas das ich zuerst als "Yogatee" entzifferte, was sich aber als nichts anderes als der gute alte "Jagatee" herausstellte.
Ich und der tanzende Schneemann***me and the dancing snowman
Der Spitzingsee war tatsächlich zugefroren. Richtig Winter. *** The lake was frozen, proper winter here

Thursday, 28 January 2016

Das ganz andere Hummus


Leser/innen meines Blogs erinnern sich vielleicht an meine erstes Erbsensprossenprojekt,  dem inzwischen mehrere gefolgt sind - immer mit erfreulichen Ergebnissen - ein paar Erbschen habe ich im Sommer sogar schon geerntet.  Bei diesen Pflanzaktionen bleiben naturgemäß ziemlich viele Trockenerbsen übrig. Ein neues Experiment bahnte sich also an: aus getrockneten Erbsen ein Püree kochen.Ich kann sagen, dass Püree aus Trockenerbsen kein Schnellgericht ist. Stunden und Stunden. Aber endlich: weich. Mit dem Pürierstab und einer Menge Olivenöl machte ich die Erbsen gefügig. Salzen, pfeffern, reichlich Zitronensaft, Piment d'espelette und ein paar Knoblauchzehen durch die Presse. Dazu ein paar Esslöffel Tahini geben, und schon hatte ich ... Erbsenhummus. Das gibt's heute abend zu frischem Korianderbrot vom Bäcker  Martin.                                                                                                                ***   ***   ***                                                    Readers of my blog may remember my first project with pea shoots, which I have repeated with great success several times: I even had a modest pea harvest in the summer! Naturally, there are quite a few dried peas left over, and this made me think I should try and boil the bleeders and make a puree (mushy peas?)
After many, many hours of simmering, the dried peas relented and I was able to blend them, adding shitloads copious amounts of olive oil. I added piment d'espelette, salt, lemon juice and pressed garlic. Then I had a brainwave: a couple of tbsp of tahini - and there is was: pea humus! for our tea tonight, with fresh coriander bread.
                        


Tuesday, 26 January 2016

Fresh pasta = practically fast food!

Eigentlich warte ich schon auf den Frühling... die Tage werden spürbar länger, und der Schnee schmilzt jetzt schnell dahin. Aber wer weiß - vielleicht kriegen wir ja noch die Überreste von "Snowzilla", dem Schneesturm an der amerikanischen Ostküste ab?
Gestern machte ich mir ein Express-Pastagericht zum Mittagessen: Ich vermischte 120g Mehlgemisch aus Hartweizenmehl und 405er mit einem Ei und einem Eigelb (das Eiweiß wird im Kühlschrank aufgehoben für die nächste Ladung Baisers, es hält sich tagelang) und knetete den Teig ein paar Minuten - wenn er zu trocken ist, einfach die Hände befeuchten. Ausrollen, durch den Fettucineschlitz der Nudelmaschine jagen, und ca. 10 Minuten auf einem sauberen Küchentuch trocknen.
Währenddessen machte ich mich an Nigel Slaters Rezept:  einen halben Lauch aufschneiden, waschen, in Scheiben schneiden und in Butter garen, mit einer Prise Salz, Pfeffer und Thymianblättchen.
Statt Parmesan rührte ich einen Esslöffel Frischkäse mit Lauch (ist bei mir meistens im Kühlschrank vorrätig) in die gekochten Nudeln, damit das Ganze "soßiger" wurde.
 
 Waiting for spring, the days are noticeably longer now. The snow is melting fast now, but it's not over until we see whether the "Snowzilla" will make it across to our shores from America...
Yesterday I made myself the fastest home made pasta ever for lunch.  I mixed an egg and a yolk (the egg white goes towards the next lot of meringues, they keep amazingly well in the fridge, for days) with 120g flour mixed with durum wheat (plain flour will do, too) and kneaded it for a few minutes: if the dough is too dry, just wet your hands under the tap a bit.
I rolled the dough out, chased it through the pasta machine's fettucine feature and dried it for ten minutes or so on a clean tea towel.
In the meantime, following Nigel Slater's recipe, I washed and sliced half a leek and stewed it on low heat in a dollop of butter, adding salt, pepper and some thyme leaves.
Instead of parmesan I spooned some cream cheese with leeks (a staple in my fridge) over the cooked pasta, to make it more "saucy".

Sunday, 24 January 2016

L'heure bleue

 Am Sonntagmorgen ist erst mal nichts zu sehen. Am Nachmittag gibt es die perfekten Baisers, gefüllt mit einer Schlagsahne-Maronencreme. Was soll man sonst machen, an so einem Tag?
Sunday morning, no visibility. By afternoon, the only sensible thing to do is to eat my perfect meringues, filled with a whipped chestnut cream. Perfect.

Friday, 22 January 2016

Aha-Erlebnisse in der Küche


 Durch das Bloggen, und vor allem das Lesen von "richtigen" Foodblogs, habe ich in den letzten Jahren viel dazugelernt. Aber auch mit meinen eigenen Küchenversuchen habe ich ein paar tolle Erfahrungen gemacht, vor allem und immer wieder: Da schau her, das ist ja eigentlich ganz einfach!
Hier zeige ich euch ein paar Erkenntnisse der letzten Monate, die mir Freude machten.
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Blogging and reading other, "proper" foodblogs has taught me a lot of new tricks over the past years. My own trial and error cooking efforts have also resulted in some interesting discoveries, the most surprising being that cooking can be simple once it is stripped of all the mystique. Let me share some of my favourite insights:
Brotknödel als Suppeneinlage - á la Rumfort - sind vermutlich meine eigene Erfindung. Es ist mir ein Graus, gutes Brot wegzuwerfen. Weißbrot mahle ich zu Semmelbröseln (wozu denn japanisches Panko?).
Aber dunkles und Vollkornbrot - ok, ich weiche es ein zum Strecken von Hackbraten, aber wie oft macht man schon Hackbraten...
Brotsuppe ist eine Möglichkeit, zum Beispiel die köstliche Sopa Alentejana.

Aber dann kam ich auf die Idee, aus altem Brot - zu Bröseln verarbeitet oder eingeweicht - Nockerl zu machen, oft sind ja auch Sonnenblumen-oder Kürbiskerne drin!

Eingeweichtes Brot gut ausdrücken.
Brot oder Semmelbrösel (wie bei Grießnockerl) mit einem Ei, frischen oder getrockneten Kräutern, Muskatnuss oder Baharat und 1-2 EL weicher Butter vermischen. Wer mag, kann auch Parmesan reinreiben.
Mengenangabe: nach Gefühl aus den Zutaten einen Nockerlteig zusammenkneten. Nur Mut!
Kleine Knödel formen und in der heißen Suppe ca. 15 Minuten ziehen lassen.
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I think I must have invented bread gnocchi to eat in all kinds of soups. Throwing bread away is horrible, and I oftne use old white bread for bread crumbs (who needs Panko), or I soak it to bulk out a meatloaf.
You can use white or brown bread for this lovely Alentejo bread soup, but my Heureka moment came with the gnocchi, because there is always stale wholewheat and rye bread - often with nuts and seeds - around the house:
Blitz your stale bread into crumbs, or soak it and squeeze the excess liquid through a sieve
Mix with 1-2 tbsp butter, an egg, dried or fresh herbs, nutmeg or baharat. If you like, grate some parmesan into the mix.
Form little gnocchi using two tablespoons, and heat them in the simmering soup for about 15 minutes.
Das perfekte Baiser: Jahrelang war das Backen von Baisers ein launenhaftes Unternehmen mit unsicherem Ausgang. Jetzt fand ich bei Ottolenghi endlich das Grundrezept, das einfach immer funktioniert (kann man natürlich bei Bedarf verdoppeln).
60g Eiweiß fast steif schlagen, dann langsam 110g Zucker einrieseln lassen. Weiter schlagen, ca. 5 Minuten, bis die Mischung glänzt und der Zucker aufgelöst ist.
Auf Backpapier löffeln, entweder als Riesenbaiser für die Pavlova oder mehrere kleine (sie halten sich gut in einer Blechdose, und meine ansonsten nicht besonders gschleckerte Schwester liebt sie überraschenderweise).
Im auf 130° vorgeheizten Ofen ca. eine Stunde backen, bis sie aussen knackig sind.
Hier habe ich sie mit Schlagsahne und einem Klecks Lemon curd angerichtet.
I finally learnt how to make a simple meringue, courtesy of Mr Ottolenghi.
Forget the vinegar and cornstarch, simply beat exactly 60g eggwhite into nice snowy peaks, then gradually add 110g caster sugar (double the recipe if you like).
Keep pulsing the mix for a good five minutes or until all the sugar has dissolved and the eggwhite is glossy.
Then spoon your preferred shape (one large one for a Pavlova, several small ones to keep in a tin) onto baking parchment. 
Bake in the oven preheated to 130° for about an hour, or until they look done.
I served them with whipped cream and a dollop of lemon curd.
Wer liebt sie nicht, gerade jetzt im Winter, die goldgelben Zitronenwunder, die blutroten Orangen... besonders dann, wenn man die Gelegenheit hat, sie am Baum in freier Wildbahn zu erleben. Zitrone auf Fisch und in der Pastasoße, als Lieblings-Salatdressing mit Olivenöl und einem Schuss Granatapfelsirup.  Und Rachel Roddy brachte mich auf die super-Rumfort-Idee, die ausgedrückten Zitronenschalen für alle möglichen Reinigungszwecke zu benutzen!

Die edelste Form der Zitrone oder Blutorange ist für mich Lemon/orange curd,auch das ganz einfach wenn man nur genug rührt, rührt, rührt....
Lemon curd:
Zesten von einer  Bio-Zitrone/Orange
110 ml Zitronen-oder Blutorangensaft

140 g Zucker

3 Eier und 1 Eigelb
160 g Butter

Die Zesten und den Saft mit dem Zucker und der gewürfelten Butter in einer Metallschüssel über einen Topf mit köchelndem Wasser setzen. Der Schüsselboden sollte den Wasserspiegel nicht berühren, sonst gibt's Rührei.

Rühren bis die (oder der?) Butter sich ganz aufgelöst hat.
Die Eier und das Eigelb mit einer Gabel verschlagen und in die Schüssel zugeben. 

Simmern lassen, ständig rühren, bis der Curd dickflüssig wird.
Vom Ofen nehmen, weiter rühren, bis es abgekühlt ist. 

In saubere, mit heißem Wasser ausgespülte Marmeladegläser füllen. Hält sich im Kühlschrank ein paar Wochen (ha,ha).
 
Is there anyone who doesn't love lemons, oranges and at the moment - blood oranges, and especially when you see them in their natural habitat - on a tree! I particularly like them as lemon/blood orange curd, on fish, in pasta sauces, and in my favourite salad dressing with olive oil and a dash of pomegranate molasses. 
And from Rachel Roddy's blog (she loves her lemons, too) I got the great idea to use the squeezed lemon peels for cleaning jobs around the kitchen and bathroom sink.

Man kann den Lemon curd auf einen vorgebackenen Tarteboden streichen, schon ist der Nachmittagskaffee gerettet!!

Für den TarteBoden:
150 g Mehl, 50 g gemahlene Mandeln
60 g Zucker, Prise Salz
  geriebene Schale von einer Bio-Zitrone
120 g kalte Butter, gewürfelt
1 EL Vanille-Extrakt
2 EL kaltes Wasser
Alles schnell verkneten, Teig kurz kühlen, in eine gebutterte und bemehlte Tarteform legen, mit einer Gabel mehrmals einstechen und bei 180° backen, bis der Boden golden ist.
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Smooth your lemon curd with a spatula into a pre-baked tart case - hey presto, teatime!
For the Tart Base:
Quickly knead 150 g flour, 50 g ground almond, 60 g sugar, 120 g diced cold butter, a pinch of salt with the zest of an organic lemon/blood orange, a tsp vanilla extract and two tsp cold water.
   Alles schnell verkneten, Teig kurz kühlen, in eine gebutterte und bemehlte Tarteform legen, mit einer Gabel mehrmals einstechen und bei 180° backen, bis der Boden golden ist.
Chill the dough for 15 minutes before rolling it out and tucking into a buttered and floured tart tin
Prick the base with a fork and bake at 180° until golden.

Sunday, 17 January 2016

Wintersonntag

 Guten Morgen - gscheid gschneibt hod's!
 Da wir eher keine Wintersportler sind, durften wir beim Sonntagsfrühstück in aller Ruhe die weiße Stille vor dem Fenster genießen.
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Good morning - it snowed!
We are not the sporty kind of people who run for a pair of skis when the first snowflakes fall, we just enjoyed the white stillness over Sunday breakfast
Mittags machte ich eine Frittata mit Pilzen und Grünkohl - mein neues Conveniencegemüse. Oben drauf ein paar Scheiben Schaf-Ziegenkäse schmelzen lassen.
 Ich benutze Grünkohl gerade für alles, es gibt ihn so günstig und so viel. Zum Beispiel schneide ich ihn klein und gebe ihn statt Petersilie in die Suppe.
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For our lunch, I made an omelette with mushrooms and kale, my current convenience vegetable. 
I topped it with some sheep-and-goat cheese and melted it under the grill 
At the moment I use kale for everything, it's so plentiful and cheap. I chop it like parsley and put it in soups.
 Nachmittags schien die Sonne auf den Blutorangenkuchen, ein Lieblingskuchen für den Winter. 
Das Originalrezept gibt's hier bei der Küchenschabe.
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The afternoon brought another spot of sunshine between snowstorms, which illuminated my lovely blood orange cake - a winter favourite. The original recipe is here.
Beim nachmittäglichen Spaziergang watet man plötzlich in richtig schönem Tiefschnee
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The afternoon walk was a delightful wading through deep snow drifts

Saturday, 16 January 2016

Im Fastfoodrausch

 Als ich auf dem Heimweg von einem Besuch bei meiner Freundin B. am Ammersee durch Pasing kam, stieg ich spontan aus und beschloss, mir das Ni Hao am Pasinger Bahnhofsplatz anzusehen. Durch Rosa hatte ich von dieser chinesischen Garküche erfahren, und ich ergriff die Gelegenheit, mir das Dim Sum-Angebot genauer anzusehen. Ich kann nur sagen - schade dass meine Esskapazität begrenzt ist. Alles sah köstlich aus, von den Nudelsuppen über die Dandan-Nudeln bis zum Dim Sum-Angebot, den Jiaozi (chinesische Maultaschen) und Baozi, für die ich mich dann entschied. Daheim angekommen, dämpfte ich sie zum Aufwärmen nochmal im Bambuskörbchen, ging ganz prima.
  Ich nahm die vegetarischen, es gab feines Chiliöl dazu. Sehr flauschig, und die Füllung aus Kräutern, Tofu, Glasnudeln und gehackten Nüssen war sensationell. Ich kann sie unbedingt empfehlen, die Fahrt nach Pasing lohnt sich, auch für ein Take-away.
 Der Pasinger Bahnhof hat sich im letzten Jahr zu einem Fastfoodparadies entwickelt, wo unter anderem auch die Pommesfreunde einen Laden haben (näher bei mir ist der im Stachusuntergeschoß). Ich bin total süchtig nach den extradicken Pommes mit Pfeffersoße (ich kriege übrigens nichts für dieses Product Placement -  alles freiwillig!) Zum Glück bin ich nicht so oft in der Stadt.....

Wednesday, 13 January 2016

Zurück in die Küche

Immer noch das lauschigste Plätzchen in stürmischen Zeiten.
 Ruhige Tage, mit warmen Wollsocken und selbstgebackenen Nussschnecken
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Back in the kitchen, still the cosiest hideyhole in these troubled times
Quiet days with warm Socks and home-baked nut whirls

 Weihnachten und Geburtstag bescherten mir zwei nagelneue Kochbuchschmöker, beides feste Favoriten.
Die Wiener Küche von Susanne Zimmel habe ich schon lang mit größtem Vergnügen auf ihrem Blog, ziiikocht.at, verfolgt. Ein wunderbar gestaltetes Ess-Lesebuch mit vielen Anregungen und lustigen neuen Worten!
Auch das neueste Kochbuch von Nigel Slater, "a year of good eating", ist so ein Buch, das man abends mit ins Bett nimmt und liest, um dann um vier Uhr aufzustehen und sofort was draus zu kochen!
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Thanks to Christmas and Birthday I now have two ripping new kitchen tomes: a Viennese specials cookbook (take a look here), and Nigel Slater's third volume "a year of good eating". Both books are major reading-in-bed stuff with beautiful pictures that tempt me to get up in the middle of the night to cook what I see!
Die Krautfleckerl habe ich ganz zivil mittags gekocht, mit selbstgemachten Nudelflecken. Ein durchschlagender Erfolg! Und vollkommen vegetarisch. Das Rezept habe ich ganz leicht abgewandelt.
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I cooked the cabbage with home-made pasta squares quite conservatively, at lunchtime. Full points! And 100% vegetarian.
Für zwei hungrige Menschen:
Das Kraut: Ein halber Kopf Wirsing wird bissfest gekocht, klein geschnitten und beiseite gestellt
Eine Zwiebel würfeln und in Butterschmalz mit einem Löffel Zucker "aufschmalzen", bis sie schön golden sind.
Die Nudeln: Pastateig nach dem üblichen Rezept herstellen: Hartweizengrieß 1:1 mit Wiener Griessler mischte (normales 405 oder 00 geht auch).
200g Mehl mit zwei Eiern und einer Prise Salz verkneten, dabei die Hände befeuchten, wenn der Teig zu fest ist. 
Teig etwas ruhen lassen, dann mit dem Nudelholz so dünn wie möglich auswalken. Zu kleinen Quadraten schneiden, die kurz in kochendem, gesalzenen Wasser gekocht werden. Fertig sind sie, wenn sie oben auftauchen.
Fertigstellen: Das geschnittene Kraut im Topf mit den Zwiebeln durchwärmen, ich würze mit Ras-el-Hanout und Kreuzkümmel.
Die Nudeln daruntermischen. Essen.
For two happy eaters:
The cabbage: Boil half a Savoy cabbage until al dente. Cut into bite size pieces and reserve
 Cube an onion and fry until golden in ghee if you have it, or in a mix of veg oil and butter
 The pasta: Make a pasta dough, ideally with 1:1 plain flour and durum wheat flour
 Knead 200g flour with two eggs and a pinch of salt, wet your hands to make the dough more elastic
Leave the ball of dough to rest a little, then roll it out as flat as you can with your rolling pin
Cut into small squares and boil them briefly until they rise to the top 
To serve: Warm the cabbage in the pan with the onions. Season with your favourite spices, I used ras-el-hanout and cumin. fold in the pasta squares. Job done!
Geht übrigens auch mit Käse  ***  I couldn't resist grating some cheese over it
und was ist das denn? da hat sich ein Stück übriger Leberkäse - Rumfort!! - in die diesen Veggie-Klassiker verirrt...
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A piece of "waste not, want not" ham has crept into this pukkah veggie dish... ignore..
Und im Garten die letzten blühenden Mohikaner, meine Christrose
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Meanwhile, in the garden, a last bit of bloom: my hellebore