Wednesday, 29 October 2014

Gutes aus Frankreich


Wie ich schon erwähnte, haben dieses Jahr unsere Walnussbäume hier vor Ort gestreikt. Zum Glück hat Grafing eine französische Partnerstadt - ein Relikt aus jenen glücklichen Zeiten, als die Europäer von der europäischen Idee noch hell begeistert waren. Die Bauern aus St.Marcellin kommen also jeden Herbst und bauen ihre Stände auf, an denen es Köstlichkeiten wie Walnüsse, Nussliköre und Rohmilchkäse gibt. Einen dieser Käse habe ich sofort zum Frühstück fast aufgegessen, er ist einfach zu verführerisch.
 I have mentioned that our local walnut trees didn't bear any nuts this year. Luckily my little hometown is partnered with St. Marcellin in France - a relic from happier European Union times - and the French farmers come to sell their wares every autumn. So I acquired my walnuts for the next season, as well as an undescribably delicious French cheese (for a ridiculous €1,80) made with unpasteurised milk, which I enjoyed for my breakfast.
Ich blieb gleich beim Thema Frankreich und versuchte mich an "Financiers", diesen kleinen französischen Küchlein die oft irgendwie grün daherkommen. Das liegt daran, dass sie entweder, wie in diesem Rezept aus dem Kochbuch von "La Tartine Gourmande", mit gemahlenen Pistazien gemacht werden, oder in anderen Rezepten mit grünen Matcha-Tee. 
In diesem Rezept werden sie in Muffinförmchen gebacken, aber ich habe auch Bilder gesehen, auf denen sie als Rechteck gebacken werden - wie ein Goldbarren, daher angeblich der Name!
Das Rezept ist einfach und es gelang mir auch, außer dass ich wie so oft die Küchlein zu lang im Ofen ließ, so wurden sie etwas - hmmm - zu knusprig.
Also, nicht staubsaugen oder bloggen während die Dinger im Ofen sind, sondern daneben stehen bleiben und aufpassen!
Staying with the French theme, I attempted to bake my first  batch of "financiers", these little curiously named French cakes. They are often green because, like in my recipe here, they are made with pistachios; in other recipes they are made with green Matcha tea.

 I followed a recipe in the cookbook from "La Tartine Gourmande", which has them baked in muffin moulds. But I have also seen pictures of the financiers shaped like logs, like ingots of gold - which is apparently what they owe their strange name to. The recipe works like a charm, except I left the cakes just a couple of minute too long in the oven and they came out a bit too crispy. Ho hum.
So - don't go off and do the hoovering, or work on your computer: stand by and watch!
Und so gehts: 
90g Pistazien mahlen
4 Eiweiß steif schlagen
100g Butter in einem Töpfchen mit fünf zerquetschten Kardamomkapseln und einer halben, aufgeritzten Vanilleschote leicht braun werden lassen, beiseite stellen und durchziehen lassen
Die Pistazien mit 60g Reismehl (normales Weizenmehl geht auch), 2EL gemahlenem Mohn,100g braunem Zucker (weiß geht natürlich genauso) und einer Prise Salz vermischen
Das steife Eiweiß unter die Mehlmischung ziehen
Aus der braunen Butter die Schoten herausfischen und die Butter in die Mischung rühren.
Den Teig in große oder kleine Muffinförmchen löffeln und ca.20 Minuten backen (Béatrice gibt eine Ofentemperatur von 180° an, ich vermute bei 170° verbrennen sie weniger schnell).
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Here is how it goes:
Grind 90g pistachios
Beat 4 egg whites until they are stiff
Heat 100g unsalted butter in a saucepan with 5 squashed cardamom pods and half a vanilla pod, cut open. When it turns brown, take it off the heat and leave to infuse
Mix the pistachio flour with 60 rice flour (or plain flour), 2 tbsp ground poppyseeds, 100g brown sugar and a pinch of salt.
Fold the egg whites into the flour mix
fish the pods out of the liquid butter and fold it into the dough
Now spoon the dough into small or normal size muffin moulds and bake for abot 20 minutes (Béatrice, in her cookbook, says bake them at 180°, I thought 170 might be enough. Try for yourself)
Alle Leserinnen meines Blogs wissen inzwischen, dass ich mit Begeisterung neue Küchenutensilien kaufe, die ich dann einmal im Leben benutze. Diese Silikonförmchen habe ich vor Jahren mal gekauft und in der Schublade vergessen. Für die kleinen Financiers waren sie jetzt genau richtig.
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  People who read my blog regularly know that I am a fool for any kind of cooking utensils. These little silicon moulds have been sulking in the kitchen drawer for a couple of years now. Finally I found a use for them and baked the financiers in them - worked really well.

Monday, 27 October 2014

Happy Sundays

 
Alle Folklore-Hasser aufgepasst! Hier gibt's nochmal eine Ladung bayrische Tradition, also weiterblättern. Mit der alljährlichen Leonhardifahrt in Grafing bin ich aufgewachsen, und es war für uns Kinder immer spannend, die aufgeputzten Pferde, die Honoratioren und die katholischen Damen in ihren Wägen zu beobachten (wir waren ja emfangelisch und Pferde hatten wir auch keine). Dieses Jahr gingen Luisa und ich mit dem Preißndirndl auf Fotosafari, das Wetter war schön und ganz Grafing war gut drauf. 
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A warning for all haters of the folksy stuff: here comes a bunch of pictures of a very traditional annual horse show in honour of St. Leonard - the patron saint of farm animals. Hence all the horses and donkeys. I grew up with this annual tradition and used to love it in my childhood, and we loved it again this sunny Sunday. It's colourful, very baroquely catholic and this year, for the first time, all-inclusive.
Und es gab was ganz Neues dieses Jahr, ein Unikat sozusagen: In der Honoratiorenkutsche saßen diesmal vier Frauen, und die Bürgermeisterkette hing um den Hals unserer ersten Bürgermeisterin! Tusch! einer Grünen!
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This year brought a real and welcome novelty: the coach with the dignitaries contained four women, among them - Fanfare - our first woman mayor - from the Green Party.
 Kein Bock? Gibt's nicht bei der Leonhardifahrt *** Extra strong beer for the horse lovers
Kinder hatten wichtige Aufgaben *** Children with important tasks
 
 Die allgegenwärtige Blasmusik *** The ubiquitous brass band
 
 Diese beiden sahen so happy aus! *** These two kids looked really happy
 Mit am besten gefielen mir die Esel *** I almost liked the donkeys best
 Zum Schluss hatte unsere Bürgermeisterin die geniale Idee, vier der hier lebenden Asylbewerber in eine Kutsche zu setzen.
 
(foto von Luisa)
 For the final round through town, our Green woman mayor had the inspired idea to invite four of our local asylum seekers into one of the coaches.

Sunday, 26 October 2014

Morgens Nebel, abends Kürbis, dazwischen Apfelstrudel*

*aber davon brauche ich keine Rezepte mehr zu posten.

Zuerst mal eine Korrektur: zu meinem Pesto möchte ich noch erwähnen:
 1. dass ich eine Handvoll Feldsalat (Vogerl), kleingehackt, daruntergemischt habe.
 2. der österreichische Bergkäse käselt ein bisschen ab zweiten Tag, stattdessen doch 
     lieber Parmesan oder Pecorino reintun/Oder wie die Barbara den Käse erst kurz vorm
     Verspeisen dazutun!

Auf dem Weg zum Bäcker heute morgen umhüllte ein zauberhafter Nebel die Bäume, ich erwischte ihn gerade noch mit der Nikon (meiner Zweitkamera, die sich gut für draußen, aber leider zum Essen fotografieren nicht so gut eignet wie meine kürzlich verblichene Lumix).
Dank meiner fleißig ackernden Nachbarn habe ich massenhaft Kürbis zur Zeit. Als Kind kann ich mich absolut nicht erinnern, je Kürbis gegessen zu haben - den kannten wir nur aus dem Märchen, wo sich der Kürbis in eine Kutsche verwandelt: die liegt ja eher schwer im Magen.
Später, in England, wurde ich mit den Riesenkürbissen bekannt gemacht, die zu Beginne der dunklen Jahreszeit ausgehöhlt und von einer Kerze erleuchtet vor den Hauseingängen standen.Gegessen haben wir die aber auch damals nicht.

Inzwischen bin ich Kürbis-Lover. Am liebsten mag ich natürlich die Kürbisse, zu deren Zerkleinerung kein Hackebeilchen nötig ist: Hokkaido, Butternut, alle essbar mitsamt Schale.
 Ich mache Kürbis-Hummus, Kürbissuppen, heute gab es Orecchiette (Pasta) mit Paprika, Lauch und...ok, Kürbis (dieses Gericht habe ich irgendwo gesehen und nachgebaut).
Diese Woche habe ich außerdem ein Kürbiskernpesto erfunden.
Von meiner letzten Österreichreise brachte ich eine Packung gemahlene Kürbiskerne mit, und hab lang überlegt, was ich damit alles machen könnte.
Pesto, zum Beispiel!
Ich mischte ein paar Esslöffel des Kürbiskernmehls mit einer Mischung aus Kernöl und nativem Rapsöl, dazu Sechuanpfeffer, Meersalz und geriebenem österreichischen Bergkäse. Mmhm. Schmeckt. Aufs Brot, auf die Nudeln, auf dem Löffel...
Demnächst in diesem Theater plane ich, eine weitere Idee aus diesem superstylischen portugiesischen Blog auszuprobieren: Kürbiscarbonara: carbonara di abóbora. Vor genau einem Jahr habe ich mich in dieses Wort verliebt: abóbora. Und jetzt gibt es nur noch abóbora!
Back in my childhood, I don't remember ever eating pumpkin. Even more recently, when I lived in England, we didn't really eat those huge orange pumpkins. They were hollowed out in November and sat on doorsteps, lit up with a candle.
Now, of course, I am a pumpkin fan. They are everywhere, lots of different ones, smaller ones you don't need an axe to open, and the Hokkaido and butternut kinds you don't even have to peel.
 I made a very tasty dish of orecchiette with leeks, red pepper and butternut squash today, fried in olive oil together with some garlic and sage. I am also planning to make the pumpkin houmous again, which I discovered here last year. And finally - watch this space - I will make the pumpkin carbonara features in this same portuguese blog.
For now, I show you what I invented this week: pumpkin seed pesto. From my last trip to Austria, I brought back a bag of ground pumpkin seeds. What to do with this coarse, flour-like substance? Pesto, for one! 
I mixed the ground seeds with sea salt, a mixture of that dark, luxurious Austrian (Styrian) pumpkin seed oil and rapeseed oil, some grated pecorino cheese, a handful of lamb's lettuce chopped finely (parsley will do) and pepper. Tastes fab, on bread or on pasta, or as a relish with anything else!
Naturally, you can grind your own pumpkin seeds in a coffee grinder or your Kitchenaid!!

Thursday, 23 October 2014

Wollsocken


Es ist schön hier, auf dem Land, auch im stürmischen Herbst. Es gab zu Kirchweih "Auszog'ne"* an allen Ecken und Enden, jetzt wiegen sich die Bäume im Sturm, Pferde starren traurig im kalten Regen vor sich hin. Wir haben Yogastudios, einen lauten, fröhlichen Kindergarten, und sogar junge Mädchen mit Rastalocken.
Walnüsse gab es heuer aber keine!
* das sind keine Nackerten, sondern ein besonders geschmackvolles Schmalzgebäck

Was es hier nicht gibt:
Straßenmusiker, die unerwartet tolle Musik machen.
Ginkgobäume.
Meereswellen.
Farbiges Neonlicht.
Parkbänke. Parkhochhäuser.
Dunkelbraun gerauchte Cafés.

Good-bye tanned legs, hello knitted socks 
***
Braune Beine ade, grüß euch dicke Wollsocken (danke Anja!)












The countryside. It's beautiful here, even in an autumn that has suddenly turned gloomy and wet. While trees are bending to the sudden stormy gusts, and horses stare into the cold, rainy void, our bakery has an abundance of fresh seasonal doughnuts. Neither are we short of yoga studios, and our nursery is teeming with noisy, happy children.
There is even the odd young girl with rasta locks.
But there are things you won't find here:
buskers who make unexpectedly lovely music
ginkgo trees
coloured neon lights
park benches. multi-storey car parks.
Cafés, brown from decades of people smoking.
and: there are no walnuts this year!

Tuesday, 21 October 2014

Die schönen Bohnen



Einen der Blogs die ich besonders gerne lese, schreibt eine Engländerin namens Rachel, die in Roms trendigen Viertel Testaccio heimisch geworden ist. Ihre Gerichte sind unspektakulär, authentisch und elegant, die Geschichten über ihre Küche und ihre Familien in Italien und in England wunderbar zu lesen.
Bohnen gibt es öfter bei Rachel, in diesem Fall geht es um Wachtel- oder Borlottibohnen, die im Rohzustand so interessant gemustert und elegant lila sind. Kennengelernt habe ich die schönen Bohnen bei der Küchenschabe, sie hat mir sogar ein paar Bohnen geschickt. Der Versuch, sie auf meiner Terrasse anzubauen, ist aber leider grandios misslungen
Ich kaufte sie in der Dose, denn frisch kriegt man sie hier nur äußerst selten.
Wenn man sie kocht, werden sie eher unscheinbar und braun. Ich habe sie schon mit Feta zum Omelette gegessen und kalt als Thunfischsalat, angerichtet mit roten Zwiebeln. Rachels letzter Eintrag ließ mich meine Pastamaschine unter der Küchenbank herausholen und diese wunderbare Pasta e Fagioli nachkochen.
Ich kochte meine eigene Tomatensoße: eine halbe Stange Lauch, eine kleine Zwiebel und zwei Zehen Knoblauch in Olivenöl anbraten und mit einer kleinen Dose Tomaten ablöschen, salzen. Ich gebe immer noch ein bisschen Tomatenmark dazu, und ein Sträußchen Rosmarin und Oregano. Die Borlottibohnen in die Tomatensoße geben, sie darf mindestens eine halbe Stunde köcheln. 
Frische Tomaten benutze ich fast nie für Tomatensoße, außer ich bin irgendwo in Mittelmeernähe, wo die Tomaten nicht zu 90% aus Wasser bestehen.
Den Pastateig mache ich inzwischen ganz routiniert aus je einem Ei zu 100g Mehl - hier habe ich drei Eier und 300g Mehl genommen. Ich bringe immer aus Italien das Type 00 feine Weizenmehl mit, das gibt's hier auch in italienischen Läden. Man kann Pastateig aber auch mit Mehl Type 550 machen, oder mit Weizendunst (Spätzlemehl). Eine Nudelmaschine anzuschaffen wäre kein Luxus, wenn man gern selber Pasta macht - sie kosten so um 25 Euro.
Ich habe hier "Fazoletti" gemacht, (obwohl der Engländer nicht scharf darauf war, Taschentücher zu essen, haben sie ihm geschmeckt): 
Teig bis Nr.5 auf der Maschine ausrollen und in kleine Quadrate schneiden. In köchelndem Wasser etwa 5 Minuten kochen, dann unter die Tomatensoße mischen und ein paar Minuten ziehen lassen. Aufgewärmt schmeckt das Ganze noch besser.
Den übrigen Teig habe ich zu Pappardelle geschnitten und eingefroren.
  One of the blogs I love looking at is Rachel eats, written by an English woman who has "gone native" in Rome and posts traditional Italian recipes, simple (she has a way with beans), elegant and tasty. She also writes charming stories about her daily life, and about her families in Rome, Sicily and in England.
Her latest beanfeast inspired me to get the pasta machine out from under my kitchen bench and cook pasta e fagioli.
I used her recipe as inspiration, making my own favourite tomato sauce. Also, I used a small tin of borlotti beans - forget trying to get fresh beans in a village supermarket.
Now, pour a generous shot of good olive oil in a heavy pan and sauté a chopped onion and 2 cloves of garlic. 
Add 500 g fresh tomatoes ( if you live in a Mediterranean country or near a good market) -
I used a small tin of chopped tomatoes, they probably have more taste than the universal red waterballs. I also squeezed some tomato paste into the sauce.
Add salt and pepper, some fresh oregano and a sprig of fresh rosemary. Simmer for at least half an hour, adding the beans towards the end of the cooking time.
Make fresh egg pasta, cut them into squares (fazoletti), throw them into simmering water until they rise to the top - about 5 minutes.(I cut the remaining pasta dough into pappardelle - by hand - and put them in the freezer).
I took the pasta squares out with a slotted spoon and mixed them in with the tomato and bean sauce, adding a little of the pasta cooking water (q.b).
Make lots of this dish, because it tastes even better the next day.
Of course, I couldn't resist serving the dish with a sprig of basil, for extra colour.

Sunday, 19 October 2014

Sonnen-baden


 
Alle Jahre wieder gibt es in der Nähe unseres Dorfes die "Obereichhofener Kirta", die Kirchweih, alles trotz leichtem Oktoberfestfaktor (mehr Leute, die immer mehr Tracht tragen) immer noch ein authentisches Dorffest, komplett mit "Kirtahutsch'n" (der Schaukel für die Kinder), schönstem Wetter und Ente mit Knödl. Früher hätte ich "heile Welt" gezischt und wäre nach London abgedampft. Jetzt empfinde ich es als Freude, dass ich in dieser heilen Welt so integriert bin: ich spreche ja immer noch fließend Bayrisch!
Auch aus den letzten Jahren gibt es hier und hier Bilder!
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One of the charming local events where I live now is the annual village harvest festival with lots of people, lots of beer, dumplings and roast duck and brass bands. Over the past years, people have taken increasingly to wearing "tracht", the well-known lederhosen and dirndls. All this traditional stuff is becoming ubiquitous now, whether it's Oktoberfest or local events such as these. When I was younger, I didn't want to know about all the traditional stuff I grew up with and fled to London. Now I feel quite comfortable with my Bavarian roots.
 More pictures from past years here and here!
 
Nach der Kirta schnell in den Steinsee-heute war ja geradezu ein Sommertag. Jeder Tag ist kostbar.
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After the Bavarian bonanza we jumped into our local lake - today was practically a summer's day, and every day counts now
Daheim wartet der exklusiv beleuchtete Apfelkuchen (einer von vielen, die ich diesen Herbst noch backen werde), geschmückt mit den Blumenabfällen unserer Nachbarin: die Nachbargärten sind alle schon verwüstet, weil demnächst die Gartenabfälle eingesammelt werden, und da findet man alle möglichen Schätze.
Back home, one of many apple tarts I am going to make this autumn is waiting to be devoured. The flowers come courtesy of our neighbours who have vandalised their gardens and chucked everything by the roadside, waiting for the council to collect all the garden waste.
Ach, und: die Berge sind wieder da, aus dem Nebel hat sie der Föhn wieder hergeweht! 
*** 
 After weeks of persistent fogginess, our mountains have returned

Wednesday, 15 October 2014

Katze aus dem Haus - die Mäuse machen Ausflüge!

Zwei Tage Narrenfreiheit, während unsere Mutter sich einer kleinen OP unterzog - völlig entspannt, mit ihren fast 92 Jahren - die Luisa und ich nutzten, um bei schönem bis schönstem Wetter Ausflüge zu Bergen und Seen zu machen. Am Montag fuhren wir zum Griessee im Chiemgau, wo wir in den Wäldern herumkraxelten und nochmal in den wunderschönen, dunklen See sprangen. Anschließend tranken wir Kaffee in der Gaststätte Griessee, mit einem sensationellen hausgemachten Zwetschgenkuchen, den ich vor lauter Gier vergaß zu fotografieren!
 Ruhig lag der Griessee da *** lake Griessee calm as a mirror
 Diese schönen Schimmel trafen wir vor der Wirtschaft, und später mit Reiterinnen im Hochwald.
 We first met these two horses tethered outside the inn, and later in the woods, with their riders
Kurze Pause vor der lächelnden Hütte *** short break outside the smiling cabin
Der Garten der Gaststätte mit Apfelbäumen***Old apple trees in the garden of the Inn 

Sollte jemand weitere Fotos sehen wollen,  hier sind sie! ***Should you want to see more pictures, look here!
  Gestern war ein perfekter, sonniger Herbsttag und wir wollten zur Aueralm über dem Tegernsee wandern. Aber der als "Kinderwagenweg" beschriebene Anstieg wurde so steil und irgendwie endlos durch die dunklen Wälder, dass wir nach fast 2 Stunden umkehrten und uns lieber mit einer sonnigen Einkehr im Tegernseer Bräustüberl belohnten - wir kennen keinen falschen Ehrgeiz...Es war jedenfalls wunderschön, an beiden Tagen.
 Am Anfang schien noch Sonne auf den Aufstiegsweg***We started the walk in bright sunshine
 Blick auf den Tegernsee - Overlooking the lake
Das war die kleine Portion Tellerfleisch mit Kartoffel-Gurkensalat und Wurzelgemüse! Dazu das wunderbare Tegernseer Helle.
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This was the small portion of boiled beef with root veg and potato-cucumber salad. Plus the famous Beer.
Yesterday was such a perfect sunny autumn day that we decided to attempt a little hike up a mountain. But the path turned out to be loooong and very very steep and we lost the will to trudge through the dark woods. So, after two hours we turned around and walked back to have lunch by the sunny Tegernsee lakeside.

Sunday, 12 October 2014

Mein Freund, der Halloumi

Ich liebe Halloumi, ein wunderbarer Ersatz für Fleisch, weil man ihn braten, grillen und kochen kann. besonders fein finde ich Halloumi in viel Olivenöl gebraten auf Toast, das Bratöl über den Toast getropft: zusammen mit einer Kürbissuppe ein Top Abendessen. Oder gegrillt auf Salat. Oder in kleine Stücke geschnitten in der Tomatensoße, zu Pasta.
In London bekam man ihn überall, für weniger als 1 pfund, hier im Supermarkt kostet er fast drei Euro - aber immer noch billiger als Fleisch!!
 Im Guardian fand ich ein Rezept für Halloumiburger - her damit, dachte ich, beim bloßen Anblick lief mir schon sämtliches Wasser im Mund zusammen. 
Ich änderte die Mengen für eine kleinere Portion - also nahm ich zuerst eine halbe Zucchini und eine kleine Karotte, die werden geraspelt und ausgedrückt. Dazu kamen ca. 100g Halloumi, auch geraspelt, und eine Prise Salz. Zu Bällchen formen und in heißem Öl braten. 
Diese Mischung wurde mir zu sehr wie Gemüsepflanzerl, deshalb machte ich das Ganze am nächsten Tag nochmal und gab ein Ei und eine Handvoll Semmelbrösel in die Mischung - dabei kamen super Burger raus, die ich auf der Terrasse in der Sonne genüsslich verspeiste - auf Salatblatt statt Brötchen und belegt mit Sprossen.
Als Begleitung zum Burger gab es einen Dip aus einem halben Becher Joghurt, gemischt mit zwei großzügigen EL Tahini, einer halben ausgedrückten Limette und einer Prise Sumac - ein säuerliches Gewürz aus dem türkischen Laden. Den im Rezept angegebenen Honig oderAhornsirup ließ ich weg.
I love halloumi. In UK supermarkets you buy a 200g packet for under a pound, in my local German one I paid nearly 3 euros for the same. But it's an excellent meat substitute and I use halloumi a lot - fried in olive oil on toast, grilled on salads, chopped into small squares in a pasta sauce.
On the Guardian website, I found this excellent idea for a halloumi burger which I salivated over for a week before finally cooking it.
I scaled it down, for two eaters, by grating half a courgette and a small carrot and squeezed some of the water out of them. Then I mixed the vegetables with about 100g grated halloumi and a handful of chopped mint leaves, added a pinch of salt and formed burgers. I fried the pre-formed patties in vegetable oil until crispy, but somehow they ended up more like fritters than burgers.
So, forever the culinary explorer, next day I used the remaining halloumi, the other half of the courgette and a carrot and added an egg and a handful of breadcrumbs to the mix - and hey presto, the consistency more like a proper burger. Both versions were delicious, but the "proper" burger won hands down, especially because it was eaten outside on the terrace, in the sunshine.

The recipe comes with a tahini dressing, made with half a small carton of plain yoghurt and
2 tbsp tahini, juice of half a lime and some salt. I added a pinch of sumac (a slightly tangy Turkish spice) instead of the required maple syrup or clear honey. To serve, I draped the burger on a big lettuce leaf instead of a bun, topped with mixed sprouts. 
Südseemäßiger Sonnenuntergang gestern abend *** South Pacific-style sunset last night