Wednesday, 17 September 2014

Neuer Tag, neuer Kuchen - another day, another cake

Der See, er ist wieder schee...Ich bin ziemlich einfach gestrickt, habe ich gemerkt. Sonnenschein, Terrasse, Steinsee, und mir geht es sofort gut.
Und dazu - langsam wird's peinlich - gibt's schon wieder Kuchen. Aber mei, die letzten Äpfel fallen mit Hochgeschwindigkeit vom Baum, die Klaräpfel halten nicht lang, und "es gibt nix besser's ois wos guads". Nämlich einen Apfelkuchen. Diese Galette habe ich bei Kathrin auf kochshooting. blogspot.de gesehen und die hat mir sofort eingeleuchtet.

Das Rezept habe ich mit Dank 1:1 übernommen.
Für den Teig 250 g Mehl mit 2-3 EL Zucker,1 Prise Salz,150 g kalter, in Stücke geschnittener Butter und etwas  Bio-Zitronenabrieb verkneten, mit ein paar EL Eiswasser binden und eine Kugel formen. Eine halbe Stunde in den Kühlschrank damit.

Ca.8 säuerliche Äpfel schälen und in schöne Scheiben schneiden.
Schalen, Kerngehäuse etc. in einem Töpfchen mit 125 ml Apfelsaft, 80 g Zucker, 100 g Butter und etwas Zimt und braunem Zucker aufkochen und simmern lassen, bis ein dickflüssiger Sirup entsteht. 
Den Teig ausrollen und rein in die Form, mit den Äpfeln belegen und backen, bis die Äpfel durch und der Teig goldbraun sind. Zum Schluss mit dem Sirup bestreichen, essen.
It is getting just a little embarrassing - another cake...But hey, the apples are falling down at lightning speed, they don't keep well, and cake is the most obvious answer. I saw a tasty galette on an Austrian foodblog recently and felt instantly motivated to try out this elegant apple galette. 
The base is a simple shortcrust:
Knead 250 g flour with 3 tbsp sugar, a pinch of salt, 150 g cubed cold butter and zest from an organic lemon. Smooth the dough with some spoonfuls of ice cold water into a ball and refrigerate fo half an hour or so.Ca.8 säuerliche Äpfel schälen und in schöne Scheiben schneiden.
Peel about eight apples, save cores and peels and simmer them with 125 ml apple juice, 80 g sugar, 100 g butter and some cinnamon until you get a thickish syrup. 
Roll out your dough and line the prepared tin, lay out your nicely cut apples and bake at 180°C until the apples are soft and the base golden brown. When it's done, drizzle the syrup over the cake. 
I noticed that I don't need much to be happy - sunshine, my lovely terrace, my lake and - my cake.

Tuesday, 16 September 2014

Sonne im Gemüt - Sonne auf dem Teller

 Ich fliege ja erst nächste Woche...inzwischen wird noch gekocht, gegessen, gearbeitet und geschwommen. Die Sonne war nämlich auch mal wieder da.
***
I'm not going for another week, until then I will be cooking, eating, working and swimming. Because the sun has made a reappearance.
Gestern gab es ein Risotto mit Gerstengraupen. Als Kind musste ich nie Graupen essen, und finde den Namen bis heute gruslich, er klingt einfach wie Raupen.
Deshalb gefällt mir der italienische Name besser: Orzo, und das Risotto ist dann ein Orzotto.
In italienischen Bars gab es auch ein mysteriöses weißes Getränk namens Orzata, aber das ist glaube ich aus Mandeln.
Graupen müssen ein bisschen länger köcheln als der normale Arborioreis. Ansonsten geht es wie beim Risotto: Ich würfle eine Zwiebel, schwitze sie in Olivenöl an, gebe die Gruselkörner dazu und rühre, bis sie ganz mit Öl bedeckt sind. Wie es weiter geht, steht hier, mir ist gerade eingefallen dass ich Orzotto erst im April gepostet habe.
Diesmal aber mit grünen Bohnen, frittierten Salbeiblättern und Burrata (Luxusmozzarella).
Dann kann ich ja jetzt wieder zum Schwimmen gehen, wenn der Nebel sich verzogen hat.
I would like to post a risotto made with pearl barley today - but I just realized I posted this dish only five months ago. Blast. Barley always sounds a bit funny. Anyone remember barley wine? And my friend J. always loved her barleycup, while I am addicted to coffee. It just couldn't last.
Anyone, this barleyotto (I think I'll stick with Orzotto, it conjures up Ottolenghi rather than barley wine) is madewith runner beans, fried sage leaves and burrata (a posh kind of mozzarella). You can find the rest of the recipe here
I'll be off to my lake for a swim then, when the fog has lifted.

Sunday, 14 September 2014

Reisefieber

LeserInnen, ich hab's getan. Flug, Lufthansa, erschwinglich, nach Kopenhagen. Hotel gebucht.
Ich bedanke mich innigst über die dynamische Anteilnahme an meiner Schnapsidee - eine Art mentales Crowdfunding.
Dann sehen wir schon, wieviel Schnaps ich dafür brauche. Ich werde berichten.
Inzwischen gibt's noch schnell was Neues: eine Feigenclafoutis, gesehen bei...ja, wenn ich's noch wüsste, auf welchem Blog... oh hätte ich mir doch den link gemerkt...
Mein Vorbild sah etwas eleganter aus als die meine, die ist aber auch nicht schlecht geworden.


Wir brauchen 50 g Johannis- oder hier, Blaubeeren, und 3 Feigen, gewürfelt. Einige Feigenscheiben zur Dekoration aufheben. (Ich habe das Rezept für uns verdoppelt).
    1 Ei, 20 g Zucker und 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker mit einer Prise Salz und 50 ml Milch verschlagen. Abwechselnd 35 g Mehl, 1 EL gemahlene Mandeln und 1 TL Crème fraîche druntermischen. Den Backofen auf 180C vorheizen. Feuerfeste Form einfetten und mehlen. Blaubeeren und Feigenwürfel in der Form verteilen und den Teig darüber gießen. Die Feigenscheiben in den Teig stecken.
    Das Clafoutis in der Ofenmitte goldbraun backen, ca. eine halbe Stunde. Aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen und mit Puderzucker bestäubt und mit Schlagrahm und einer Tasse Tee essen.

 Reader, I did it. I booked a flight to Copenhagen, I booked a hotel, I am definitely going.
Thank you for all your creative kicks up the backside!

Meanwhile, I have a quick new Sunday afternoon treat here: a fig clafoutis, spotted in one of the many food blogs I haunt, sadly forgot to keep the link.
The recipe I followed looked a bit more elegant, but I am very fond of my own effort here.

You need:

50 g berries and 3 figs, most of them diced, save some for cutting decorative slices.
  Beat an egg, 20 g sugar and Bourbon vanilla sugar with a pinch of salt and 50 ml milk. 
Add 35 g flour, a big spoonful of ground almonds and one spoonful of crème fraîche. (I doubled the recipe).
    Heat the oven to 180C. Grease and flour an ovenproof baking dish, line it with the berries of your choice and the diced figs. Then pour the batter over the lot and stick the sliced figs on top.
     Bake the clafoutis in centre of the oven for about half an hour, or until it rises and turns a golden brown.  Take it out of the oven, leave to cool slightly, powder with icing sugar and have it with a nice cup of tea.

Wednesday, 10 September 2014

Schnapsidee

 
Das Dörfli bei Sonnenuntergang
Seit ich gestern bei Kulturzeit (23. Minute) den Beitrag über die Installation von Olafur Eliasson in dem dänischen Louisiana-Museum gesehen habe, bin ich besessen von der Idee, nach Kopenhagen zu fliegen und mir das anzuschauen, mehr sogar, als nach Italien zu fahren. Ich liebe alles, was Eliasson bisher ausgestellt hat, und das Museum muss ganz was Besonderes sein. Kennt es jemand, oder war schon mal dort? Ich habe sofort Flüge gewälzt und Hotels in Humlebæk - wo das Museum ist - ausgecheckt. Menschen die mich kennen, wissen, dass Reisen für mich keine Selbverständlichkeit ist, im Gegensatz zu manchen Freundinnen, die bedenkenlos nach Indien und Uganda reisen...und mal ganz zu schweigen von meiner Schwester, der von der Gangesquelle bis zum African Cup Fussballspiel in Lagos kein Weg zu beschwerlich ist. 
Für mich ist die Vorstellung, selber mit dem Auto nach Triest zu fahren, ein unerhörtes Abenteuer (Tunnels? Berge? Abgründe gar?). Die liebe K. am Traunsee weiß, wieviel Ermutigung ich brauchte, um allein durchs Höllengebirge zu fahren (huhu, grusel). War natürlich völlig harmlos. Jetzt also Kopenhagen! Ich kann kein Dänisch, hab keine Ahnung von nix. Irgendwelche ermutigende Vorschläge?
Der Sunset Strip

Sunday, 7 September 2014

Süßes Erfolgserlebnis

Zwei Tage Sonnenschein, Schwimmen und Terrasse, und weg ist er, der Blues. Dazu gibt's einen Kuchen der die Definition von Dekadenz ist: Key Lime Pie. In diesem Fall ist es eine schnöde Lime Pie ohne Key, weil es in Grafing natürlich keine Key limes gibt - die gibt's wohl nur in Florida.
Und - äh - sie gelingt immer.
After a couple of sunny days, swimming and terrace life, there is no trace of that early autumn blues. Add to all this my first attempt at making a Key lime pie and you have the definition of decadence. And - it's foolproof!
Note: Strictly speaking, it's a plain Lime Pie, because naturally, Key limes are not available in my neck of the woods.
  Für den Boden lässt man100 g Butter weich werden und mischt sie mit150g zerbröselten Leibnizkeksen, 75 g Zucker und einer Prise Salz. Die Kekse entweder mit den anderen Zutaten in die Küchenmaschine geben, oder sie in einem Plastikbeutel mit dem Nudelholz zertrümmern - gute Aggressionsabbauübung, machen auch Kinder sehr gern.
      Für die Füllung schlägt man 800g gesüßte Kondensmilch mit 130 g saurer Sahne und 200 ml frisch ausgepresstem Limettensaft auf, dazu ein paar Löffel geraspelte Zesten - natürlich von Biolimetten.
  Die Kruste bei 175°C ungefähr 10 Minuten knusprig backen und aus dem Ofen nehmen zum Abkühlen.
Die Füllung auf den Boden streichen und nochmal etwa 8-10 Minuten backen, sie soll nicht braun werden!
Die Pie muss vollkommen abkühlen damit sie fest wird.
For the decorativ finish, whip 200 ml whipping cream and pipe it around your pie. Stick slices of lime around the top.
     Here is a cake I made for the first time ever, and this one turned out a total success.
 For the crust, melt 100 g unsalted butter and mix it with 150g crushed digestive biscuits, 75 g sugar and a pinch of salt. Crush the biscuits in a plastic bag or in your mortar, or chuck it all in your food processor.
      For the filling, beat together  800g sweetened condensed milk, 130 g sour cream, 200 ml freshly squeezed lime juice and 2 tbsp lime zests.
   Prebake the crust at 175°C for about 10 minutes until crisped. Remove it from oven and let it cool.
Pour the filling into your pie crust and bake it all for about 10 minutes - don't let it brown!  
The pie has to chill completely to set.    
For the decorativ finish, whip 200 ml whipping cream and pipe it around your pie. Stick slices of lime around the top.

Saturday, 6 September 2014

Überlebensküche

Nach nur zwei Wochen Kochen fürs Mütterlein, zweimal täglich, war es so weit - die Lust am Kochen ist mir granatenmäßig vergangen. Grenzenlos bewundere ich meine Schwester, die es die meiste Zeit schafft, eine Mutter zu verköstigen deren Interesse am Essen gegen Null geht.
In diesen zwei Wochen habe ich nichts für mich gekocht, die Inspiration verließ mich. Ich habe mit Mütterlein Pfannkuchensuppe und Krautwickel, Spinat und Spiegelei, Brotsuppe ("de hob i mir anders vorg'stellt") und Arme Ritter gegessen. Nur bei der Haferflockensuppe bin ich ausgestiegen.
So ähnlich muss es sein, sich tagtäglich was für mäkelige Kinder einfallen zu lassen.
Kinder habe ich nicht - ich hatte nur Wohngemeinschaft, und da war nichts unmöglich.
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Currently, I am not in the right mood for creative kitchen work, after cooking for my Mum these two weeks. For her, I had to cook something she recognises as food; soups and dumplings and spinach (yes, she likes spinach), and quite often ends up "not hungry" anyway. It's a labour of love, I can imagine a bit like cooking for children who really only want to go to MacDonalds (I have no children, so I'm guessing). Amazingly, my sister manages this high-wire act most of the time. I am losing the will to live after only two weeks...
Mein bestes Essen diese letzte Woche war ein Döner Kebab vom hervorragenden Grafinger Türkendeli.  
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My best meal this week was a kebab from my local Turkish deli - spectacular.
Gestern hatte ich die Schnapsidee, mich an einem "todsicheren" libanesischen Orangenkuchen zu versuchen.. Empfohlen von meiner Freundin J., "gelingt immer". Das hätte ich lieber lassen sollen. Er ist ganz spektakulär missraten - ein gatschiger gelber Batz, gerade so essbar, aber kein wirklicher Genuss. Wenigstens weiß ich jetzt, wo der Fehler lag (außer dass ich koch-spirituell nicht bei der Sache war): ich habe drei Riesenorangen genommen, aber eigentlich reichen laut diesem Rezept zwei mittelgroße.
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Yesterday I had a sudden brainwave that led me to have a go at baking a "foolproof" (as my friend J. said) Lebanese orange cake. I shouldn't have bothered, it turned out a spectacularly soggy failure. Edible, yes, but not one to go all "Yum" over. The original English language recipe  is from Claudia Roden, the doyenne of Middle Eastern cooking, and I will give it another go, sometime.
So sehen die Orangen aus nachdem sie eine Stunde weichgekocht worden sind: gelber Matsch.
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This is what becomes of the oranges after they have been boiled for an hour: mush
Eigentlich ein feiner Kuchen, nächstes Mal werde ich ihn richtig machen. Der Schokoguss bringt's.
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It could be a fine cake, especially with a proper chocolate icing. Next time.

Monday, 1 September 2014

Ach, Rogalach! oder doch: Rugelach?

Wieder einmal habe ich auf einem Blog etwas entdeckt, das mich zum sofortigen Nachbacken anspornte: die Rugalach von der Inselbewohnerin. Ich kannte diese köstlichen Hörnchen unter dem yiddish klingenden Namen "Rogalach" aus dem Café Mozart in London, wo eine Österreicherin die Rezepte ihrer Mutter für ein dankbares Nordlondoner Cafépublikum rekreierte: Linzer Augen, Sachertorte, Rogalach, und es gab sogar Bratwurst mit Sauerkraut! Café Mozart war eine Oase im pre-cappuccino-London und ein geliebter Erholungsplatz nach Spaziergängen in der Hampstead Heath.
Wie so viele gute Dinge, gibt es das Café Mozart in dieser Form nicht mehr, es gehört jetzt zum danebenliegenden Café Kalendar, eins dieser normal-trendigen neuen Frischsaft- und Milchkaffee-Tankstationen - ok, könnte schlimmer sein.
Und,  ja, die Rogalach: einfacher geht Backen wohl kaum.
Man mache einen Allzweck-Quarkteig aus gleichen Teilen Butter, Quark und Mehl (ich würde mal mit 100g anfangen). Man kühle ihn eine Stunde, dann wird er ausgerollt und in Dreiecke geschnitten (kann man wunderbar hier sehen). Belegt habe ich die Dreiecke mit meiner gerade eben gekochten Zwetschgenmarmelade und dem empfohlenen Stückchen weißer Schokolade. Ich könnte mir auch eine Haselnuss-Marmeladefüllung vorstellen, oder Marzipan. 
Hörnchen einrollen, bei 160° braun backen, noch warm in Vanillezucker wälzen und möglichst nicht alle sofort essen.
PS: Anja hat mir diesen wunderbaren Link geschickt, ein Rugalach_Dokumentarfilm
  Bild von Island Girl/picture by Island Girl
Once again I discovered something so delicious on a blog that I had to go and bake it the very same day. I am talking about the rugalach pastries from this blog.
I used to eat these wonderful pastries in Café Mozart, which was more or less our living room in London, a favourite coffee house to collapse in after a walk on the Heath. 
Like many of the best things, it sadly is no more. It has become an extension of the Kalendar café (which is okay, but has no distinguishing feature like Mozart, where the owner baked Sachertorte, rogalach and linzer biscuits from traditional Viennese family recipes).
Anyway, this is how to make your own easy peasy rogalach: Make a puff pastry with 100g each of quark, butter and flour. It's worth looking for quark - home-made pastry is so much better.
If you can't get it, you can use cream cheese or creme fraiche, apparently.
Chill the dough for a little while and then roll it out. Cut triangles like in the above picture. Put a spoonful of your favourite jam and a little piece of white chocolate at the top and roll it up. I have also tried jam and ground hazelnuts...not bad...
 Bake them at 160° until they turn golden und puff. I rolled mine in a bit of vanilla sugar.
Health warning: Don't eat them all at once.
And check out this video - it's wonderful.
 Die feinen Hörnchen haben auch meiner feinsch/meckernden Mutter geschmeckt. 
Ach ja, und das habe ich ihr gestern zum Mittag gekocht: Arme Ritter mit Apfel- und Zwetschgenkompott. Sie hat es mit Begeisterung gegessen.
 
 By the way - my Mum, known as a picky eater, loved the Rogalach. Oh, and this was her Sunday lunch: French toast with an apple and a plum compote - she loved it and gobbled it all up.

Sunday, 31 August 2014

Selbstversorgt und - hoppala - vegan

Was der Garten gestern hergab: knallrote Tomaten und Peperoni, grüne Böhnchen, Klaräpfel für den sonntäglichen Apfelkuchen
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Yesterday's loot from the garden: fire engine red tomatoes, green beans and early apples for Sunday's apple pie
Dank meines kontinuierlichen Erntesegens gab es neulich diesen zufällig veganen Tomatenreis
 Basmatireis wie immer im Bett gekocht: d.h. eine Tasse Reis mit 2 Tassen Wasser aufkochen, in Zeitungspapier wickeln und im Bett gut eingepackt fertigkochen. Da bleibt er dann stundenlang warm. 
Er wird mit einer aus meinen Tomaten (ganz) und einer halben Peperoni mit einer in Olivenöl angebratenen Zwiebel, kleingehacktem Knoblauch (q.b.) und Oregano langsam zusammengeköchelten Tomatensoße gemischt. Dazu von Nachbars Acker gewürfelte, in Olivenöl gebratene Zucchini mit Petersilie, gewürzt mit Sojasoße.
So, I ended up making an accidentally vegan dish: long grain rice cooked in my usual way, one third grains, two thirds water heated until it boils, the packed off to bed wrapped in newspaper, where it waits until it's called.
Meanwhile, I sautée an onion in good olive oil and add chopped garlic, the whole tomatoes and and half a pepper. Season with salt and fresh oregano and leave to simmer until the sauce gets really flavoursome. 
On the side, I chopped a courgette from our neighbour's field and sauteed it in olive oil with parsley and some soya sauce.
Am Tag danach gab es den Reis wieder, diesmal mit einem gedünstetem Kürbisbaby, auch vom Acker
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 The next day, I ate the rice with a tiny steamed baby pumpkin, also from our neighbour's field
 Hier ist übrigens mein Rezept für ein total superleckeres, ganz unveganes Tomatenrisotto
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And here you can find my ultra-delicious, completely non-vegan tomato risotto
Die Sonnenblume schüttelt Goldstaub aus und die Peperoni krümmen sich vor Lachen. Der Blütenstaub hat uns beide sofort an eine unvergessliche Ausstellung von 2002 erinnert, Wolfgang Laib im Haus der Kunst in München.
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The sunflower is shaking out gold dust - reminiscent of the work of German artist Wolfgang Laib 
Meanwhile, the peppers grow up all crooked

Friday, 29 August 2014

Rote Knödel und sommerliche Felder

Abends ist alles Gold, was da so glänzt im immer früher werdenden Dunkel. Und morgens wabern schon die Nebel übers Moos, und die Spinnwebenhängematten im Gebüsch.
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Evenings are drawing in, all is golden and shiny indoors. Mornings break with mists wuthering over the moor down the hill, and with cobweb hammocks in the bushes.
 Ich bin auch wieder voll mit Kochexperimenten beschäftigt, endlich macht es mir wieder Spaß, meinen Nachkoch-Rezepteberg anzugehen. Seit langem wollte ich die Rote-Bete-Gnocchi, die im Fischmeister in Ambach immer als "Palle Rosse" auf der Speisekarte standen, mal ausprobieren. Weil ich kein Rezept dafür hatte, habe ich ein Kartoffelknödelrezept adaptiert, werde aber demnächst auch eine Version mit Ricotta ausprobieren.
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Suddenly my zest for cooking has returned, and I am feeling a rush of energy that's inspiring me to tackle my backlog of recipes. One experiment I have been wanting to try out are the famous "palle rosse" from one of my former favourite restaurants. I didn't have a recipe for these red gnocchi, so I improvised with potatoes. Next, I will try a ricotta version.
 250g rote Bete fast weich kochen und reiben. 250g rohe mehligkochende Kartoffeln reiben und in dem von der Oma geerbten, dafür geschaffenen Säckchen (oder in einem weißen Geschirrtuch) auswringen bis trocken. Mit ca.50g Mehl und einem Ei vermengen, salzen und mit geriebener Muskatnuss würzen. 
Mein Trick 17 beim Binden von Kartoffelknödeln und Gnocchi ist ein billiger: immer eine Packung Instant-Kartoffelbreipulver im Schrank haben.
Mit Hilfe eines Esslöffels Gnocchi formen, im siedenden Wasser etwa 25 Minuten gar ziehen lassen.
Obwohl sie Kartoffelknödel liebt, hat meine Mutter diese roten Knöderl nur unter Protest gegessen, obwohl ich ihr Bratensoße dazu gegeben habe. "De normalen san ma liaba". Ich versteh's ja, aber ein bisserl Herausforderung im Alter ist ja nicht falsch. 
Ich selbst habe meine Knöderl mit brauner Butter und gebratenen Salbeiblättern gegessen. Und ein Kürbisblütenschleiferl oben drauf. Köstlich.
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I grated 250g raw floury potatoes and and squeezed them dry in a tea towel. In the meantime, I cooked 250g beets "al dente" and grated them. Mix both together with an egg and about 50g flour, season with salt and grated nutmeg. 
If they don't stick - I tell you my trick: always keep some instant mashed potato flakes in your store cupboard for all kinds of glueing purposes.
Now, using a soup spoon, form the gnocchi and simmer them in salted water for about 25 minutes.
My Mum wasn't too enamoured with the little red dumplings, "I prefer the normal ones" she said, but she gamely ate them once I had smothered them in gravy.
Myself, I ate mine with sage leaves fried in brown butter, and a pretty pumpkin flower on top. Yummy.
Übrigens sind rote Bete die größte Küchensauerei überhaupt - dagegen sind Granatäpfel eine Gaudi. Hat sie jemand schon mal mit dem Handrührer für Suppe püriert? Ich finde noch Tage später kilometerweit entfernte Spritzer.
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By the way - compared to the mess beetroot can make the famous pomegranate massacre is harmless. I keep finding red splashes all over the kitchen, miles away from the work top, where I blended cooked beets for a soup.
Die letzten Tage waren wunderschön und richtig sommerlich***the last couple of days were gorgeously summery

Tuesday, 26 August 2014

Wo ist eigentlich...

 
...meine wunderschöne Filzkette? meine obercoole Ledermütze vom Camden Lock? meine rote Strickjacke aus einer kleinen Boutique hinter der Münchner Freiheit, die mir so gut gefiel, dass ich damals die unglaubliche Summe von 100 Mark dafür ausgab?
Immer wieder sehe ich alte Fotos, an denen mir auffällt, dass mir irgendein geliebtes Stück einfach abhanden gekommen ist auf dem sogenannten Lebensweg. In einem langen Leben erwirbt man verdammt viele geliebte Objekte; von manchen trennt man sich beim Versuch, "loszulassen". Andere sind dann einfach mal weg.
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Yes - whatever happened to my lovely felt necklace? Where's my super cool black leather hat from Camden Lock? my red cardigan that I loved so much that I spent the horrendous sum of a hundred DM on it?
I keep seeing pictures that remind me of once beloved objects that have mysteriously disappeared in the course of my life. Some I discarded in a spurious attempt at being Buddhist, others just vanished into thin air.
Und was ist mit den Seerosenfotos? Als ich meine erste Digitalkamera kaufte, war ich vom Wunder des Fotografierens so beseelt, dass ich ständig zauberhafte Bilder von Seerosen schoss. Diese Leidenschaft ist mir auch abhanden gekommen: "Ach ja, eine Seerose. Kenn ich schon."
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 And whatever happened to my frenzied picture taking of every water lily I came across? When I got my first digital camera, it was like being reborn into a world of enchantment. 
That's kind of gone now. "Oh, yes - a water lily. Been there, done that."
 
Und wo ist mein Nymphenburg? Mein Starnberger See? Viel zu weit weg.
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Where are my former magic places? Too far away now.
Freundinnen sind einfach da, manche das ganze Leben lang. Aber manche verblassen wie ein altes Schwarzweißfoto, und verschwinden ohne dass man eigentlich genau weiß warum.
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Friends are always there, some all my life. But some just fade away like an old blackandwhite photograph, no-one knows quite why and how.
Und wo ist eigentlich meine ach so schicke und garnicht so billige "vegane" Tasche aus London, Broadway Market? Bin ich blöd und hab die einfach auf dem Flohmarkt verkauft?
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And where the flipping hell has my oh-so-gorgeous and not at all cheap "vegan" shoulderbag from Broadway Market got to? Have I lost my mind completely and sold it at a jumble sale??
Und ja, wo ist eigentlich dieser Sommer?***And finally - whatever happened to this summer?