Saturday, 31 January 2015

Fieslinge und Edelgammler

 Zwei Worte, die ich aus der Vergessenheit holen wollte: Den  Fiesling verdanke ich meinem Jugendfreund Gerhard Seyfried, und der führt mich auch gleich zum zweiten Begriff, nämlich
Edelgammler: eine verbreitete Berufsbezeichnung aus meiner Jugend.
Schönes Wochenende!

Wednesday, 28 January 2015

Das Süße, das fliegt mir nur so zu

 Gestern abend hat's geschneit, geschneit...*** Last night it started snowing...
Bei dem Wetter muss ich natürlich backen.Eigentlich interessieren mich Muffins nicht, ich bin ein bisschen ein Snob, weil man halt überall diese aufgeblasenen, geschmackfreien Teigbomben sieht.
Aber ich hatte eine Schale frischer Blaubeeren im Kühlschrank (Sonderangebot im Supermarkt für einen Euro) und fand ein Rezept für Muffins in einem Kochbuch, das ich mal aus England mitgebracht hatte. Es stellte sich als perfekt heraus, und deshalb möchte ich dieses Muffinwunder mit allen teilen!
Kein Wunder dass die Dinger so beliebt sind - schneller und köstlicher kann man Kuchen kaum herzaubern!
Meine Angaben reichen für sechs Muffins:
 100g Butter mit 110g Zucker, einem Ei, einem großzügigen Löffel Crème fraîche, 140g Mehl, einem halben Teelöffel Natron und einem Teelöffel Backpulver vermischen. Dann ca. 75g Blaubeeren darunterheben. Mit ein paar Löffeln Milch den Teig lockern und in einer gebutterten und bemehlten Muffinform verteilen. Im auf 190° vorgeheizten Rohr ca. 25 Minuten backen - mit Backpapier abdecken wenn sie zu schnell braun werden.
Ich hab selten so göttlich leichte Muffins gegessen!
  • Die Butter habe ich im Töpfchen auf kleinster Hitze schmelzen lassen
  • Statt  Crème fraîche geht auch ein halber Vollmilchjogurt 
  • Statt der Blaubeeren kann man natürlich auch Schokotropfen nehmen

This is perfect weather for all kinds of experiments in the kitchen. Muffins aren't normally my first choice,you see them on counters everywhere like big blousy tasteless dough bombs.
But I happened to have some fresh blueberries (special offer in the local supermarket) and thought, well, what the hell, make some muffins.
In one of my English cookbooks I found a recipe that turned out to be perfect that I have to share this wondrous fluffiness with the world. There's hardly a quicker way to get to cake! No wonder muffins are popular, I think now.
Stir (I used a wooden spoon) 100g softened butter with 110g sugar, an egg, a generous tbsp crème fraîche, 140g plain flour, half a teaspoon of  bicarbonate of soad and a tsp of baking powder.
Fold in your blueberries, I had 75g and soften the dough with a few spoonfuls of milk.
Divide the dough in a buttered and floured muffin tin with six holes and bake in a preheated oven (at 190°, cover with baking paper if they brown too quickly) for about 25 minutes.
I have never eaten more heavenly, fluffier muffins, ever!
  • I melted the butter in my little saucepan on a very low heat
  • Instead of blueberries, you can use chocolate buttons
  • Instead of crème fraîcheyou can use half a tub of full-fat yoghurt.
Und heute Morgen schaute es dann so aus *** This morning, it looked like this behind the house

Tuesday, 27 January 2015

Jetzt aber echt zum letzten Mal: Über das Füttern von sehr alten Müttern

Sie meint es wirklich nicht böse, das weiß ich. Meine Mutter ist einfach eine durch und durch selbstbestimmte Frau, die früher ein unglaublicher Energiebolzen war und es nicht fassen kann, dass sie sich nicht mehr selber versorgen kann. Andererseits weiß sie aber immer noch genau, was sie will, und das sagt sie dann halt. Und ich gewöhne mich langsam daran, dies mit einer buddhistischen Haltung zu akzeptieren. Die einzige Bedingung, die ich ihr gestellt habe ist: Wenn sie noch mal beim Anblick meines liebevoll gekochten Essens das Gesicht in gespieltem Grausen verzieht, dann gibt's ab jetzt Essen auf Rädern!
Am Sonntag machte ich Lammhaxe, im Römertopf, mit massenhaft Soße, weil bekannt ist dass Mütterlein immer "vui Soß" will. Das Fleisch war zum derzupfen zart (hier muss ich anmerken, dass mir die Worte "pulled lamb" nicht über die Lippen kommen. Ich finde pulled pork schon seltsam genug).
Dazu machte ich Spätzle, mit extra viel Eiern. Und gedämpften Rosenkohl.
Okay.
"De Spätzle mog i ned in der Soß, konnst mas auf da Pfanna brotn?"
"Der Rosenkohl passt nur zu Kartoffeln" (sie sagt übrigens nicht Rosenkohl, sondern Brockal - so hieß der in unserer Kindheit).
Zum Glück war ein halber Wirsing (der in Bayern übrigens Wirsching heißt) im Kühlschrank.
Sowie zwei Mettwürste, die ich auf ihren Wunsch gekauft hatte - waren aber die falschen. Sie mag nur die orangene Metzgermettwurst.
Okay!
Auf diese Weise kam ich heute zu einem Eins A Rumfort-Mittagessen: In der Pfanne briet ich mir Kartoffeln mit der verschmähten, kleingehackten Mettwurst, gewürzt mit Fenchelsamen und Majoran.
In der restlichen verschmähten Bratensoße, mit einem Rest Schlagrahm von gestern verfeinert, erwärmte ich den gekochten Wirsing. Nachher gab's Blutorangensaft.
Dieses Mittagessen könnte eine Kartoffel-Wirsing-Mettwurstphase einleiten. Mmmhm.
Und falls es a bissal mehra sei darf zum Thema Metzgerei, hätte ich hier was von der anti-ordinär erzogenen Martina Schwarzmann.
She really doesn't intend to be a pain, I know that. My Mum is simply a very unselfconscious woman, a former powerhouse who can't believe that she is now depending on other people to get what she wants. She still knows exactly what she wants, and she tells you. I am getting used to not taking things personally and am assuming a buddhist attitude, but I had to tell her that if she ever makes a "yuck" face at my lovingly cooked food again , it'll be meals on wheels from now on.
On Sunday, I made a slow-cooked leg of lamb, so she could pick at the meat (I am finding it impossible to think of it as "pulled lamb" - pulled pork is sadistic enough) with loads of gravy - that's usually the only thing she is interested in.
Not this time. She refused my home-made egg Spaetzle pasta and the steamed brussels. "Can you pan-fry the Spaetzle, and brussels only go with potatoes".
Okay. Fair enough
Luckily, I had a Savoy cabbage in the fridge, and two sausages. She ate some cabbage, the sausage was wrong.
Okay!
The point of this story is: with all these leftovers I made myself a delicious lunch.
In a pan, I fried the potatoes with the unwanted sausage, seasoned with fennel seeds and marjoram. The cooked savoy cabbage was heated up in the leftover gravy, upcycled with some cream.
For afters, I had fresh blood orange juice.
This lunch could easily become a habit - just too delicious.
Klubberl, Hennen, Föhn und electric sheep.

Monday, 26 January 2015

Himmlischer Kuchen für höllisches Wetter

Wie Picasso habe auch ich meine künstlerischen Phasen - in der Küche. Eine Zeitlang hatte ich meine Pastaphase, dann eine alles-mit-Chili-Phase. Mal war Französches angesagt, und irgendwann gab es zu jedem Gericht ein pochiertes Ei.
Derzeit habe ich eine Gedeckte-Kuchen-Phase. 
Aber ist es jetzt eine Galette? Eine Tarte? Eine Pie? Oder habe ich heute einfach den köstlichsten Maronenkuchen gebacken, der mir je aus dem Backofen gekommen ist - die neue Numero Uno im Hause 356? Gefunden haben wir uns, wie so oft, auf einem interessanten Blog, diesmal bei Paule aus Luxemburg (wer braucht eigentlich noch Kochbücher? Außer um abends im Bett drin zu schwelgen?)
Der korrekte Name dieses Kuchens ist Galette des Rois, aber dieser hat eine etwas andere Füllung. Dazu fand endlich mein zweites Gläschen Maronenpüree Verwendung.
Like Picasso,  I go through different phases in my kitchen: there was the pasta making phase, with different home-made pasta every day. There are the oh-I-just-discoverd-chili phases. Then I had a French phase, and a while ago every dish came with a poached egg.
What's happening at the moment is my pie phase. 
But are they pies? or galettes? or tartes? Or did I simply discover the most perfectly delicious chestnut-filled cake, the new Number One in the 356 charts!
We found each other - as happens so often  -  in  a blog, this one from Paule in Luxemburg (in the world of food blogs - who needs cookbooks? Except maybe to read in bed at night?)
The correct name of this cake is Galette des Rois, except this one has a slightly different filling. Luckily I had a jar of chestnut puree handy!
Ich machte erst einmal meinen bewährten Quarkblätterteig aus jeweils 250g Butter, Quark und Mehl. respectively. Für meine kleine Auflaufform (22cm∅) brauchte ich nur ein Drittel des Teigs, den Rest habe ich für später eingefroren.
Dieser Teig muss gekühlt verarbeitet werden, sonst batzt er
Die Hälfte des Teigs ausrollen und damit die gebutterte Form auslegen
Ofen auf 180°C (O/U-hitze) vorheizen
Ein Ei verkleppern
Die Füllung für die kleine Form habe ich ebenfalls auf ein Drittel des Originalrezepts reduziert
100g Maronencreme mit 100g geriebenen Mandeln und einem Ei verrühren und eine halbe Tonkabohne hineinreiben (Original: die geschmolzene Butter ließ ich weg, und Marrons glacés hatte ich auch nicht). 
Die Füllung auf dem Boden verteilen.
Die zweite Teighälfte ausrollen und auf die Füllung legen, die Ränder verkrendeln. Den Deckel mit dem Ei einpinseln, dann mit einem scharfen Messer Verzierungen darauf einritzen.
Im vorgeheizten Backofen auf der 2. Schiene von unten ca. 30-35 Minuten backen. Wenn der Kuchen oben zu schnell braun wird, einfach Backpapier drauf legen und bei 150° weiterbacken. 
Wärmt garantiert nach jedem monochromen Winterspaziergang!
I started by making my trusty quark puff pastry with 250g butter, quark and plain flour, respectively. For my small, 22cm∅ pie dish I only needed one third of the dough, the rest I stuck in the freezer.
This dough needs to be worked quite cold, from the fridge. 
Roll out one half of the pastry and lay it out in the buttered dish. Prick little holes into it with a fork.
Preheat your oven to 180°C. 
Lightly beat an egg.
The Filling for this small dish I also reduced to one third of the original recipe
I mixed 100g chestnut paste with100g ground almonds and an egg, and grated half a tonka bean into the mix. I left out melted butter (don't need it) and the marrons glacés (didn't have any). 
Spread the filling on the pastry base.
Die zweite Teighälfte ausrollen und auf die Füllung legen, die Ränder verkrendeln. Den Deckel mit dem Ei einpinseln, dann mit einem scharfen Messer Verzierungen darauf einritzen.
Im vorgeheizten Backofen auf der 2. Schiene von unten ca. 30-35 Minuten backen. Wenn der Kuchen oben zu schnell braun wird, einfach Backpapier drauf legen und bei 150° weiterbacken. 
Guaranteed to warm you after even the most monochrome winter walk.

Friday, 23 January 2015

Ohne Worte

 Heute habe ich ein Bilderrätsel für alle Münchner BloggerInnen: Wo war ich gestern abend?
Und dieses T-shirt widme ich allen mehrsprachig agierenden Leserinnen, heute insbesondere der großartigen Micha für den Satz: Alors: Extrem Brotbacking my way.

Wednesday, 21 January 2015

Galette macht den Tag perfekt

 
 Ich bin begeistert. Begeistert von der Einfachheit, mit der ich diese wunderschöne Galette herstellte. Von der Entdeckung des Roggenmehl-Mürbteigs. Von dem auf-der-Zunge-Zergehen dieses Gemüsekuchens.
Und nicht zuletzt davon, dass sie sogar meiner Mutter geschmeckt hat und mir so das doppelte Mittagessenkochen erspart blieb! Vive la Galette!
 I am in raptures about this wonderfully simple, beautiful and all-round good thing - the vegetable galette. And while I cooked it, I accidentally discovered shortcrust pastry made with rye flour, and it melts in the mouth! Best of all, Mum loved it, saving me the usual faff of cooking two separate lunches. Yay! 
 Irgendwo hatte ich ein Bild von so einer stylishen Galette gesehen und beschloss, sie nachzubauen. Im Schrank schlummerte eine Tüte bestes Roggenmehl, übriggeblieben von einem meiner Brotbackversuche, die gewöhnlich schiefgehen. Mit 120g davon, 60g Butter und einem vorsichtigen Schuss eiskaltem Wasser (ja, ich weiß, der Dativ...) machte ich einen Mürbteig.
Während er im Kühlschrank chillte, räderte ich eine Stange Lauch und kochte ihn in etwas Butter weich, gewürzt mit einer guten Prise Ras-el-Hanout.
Ich lege den Teig jetzt immer auf Backpapier und bedecke ihn mit Zellophan (mein neuester Superbackkniff!), damit kann man Teig ganz dünn ausrollen ohne dass er (aus)reißen kann! Die Teigplatte muss etwas größer als die Backform sein und komm samt dem Backpapier in die Form.
Den Boden bedeckte ich mit einem Rest Tomatensoße vom Tag vorher (wie hier - Rumford lässt grüßen!) Den Lauch auf die Tomatensoße und drüber etwas Cheddar gebröselt, bei 200° etwa 25 Minuten backen.
 I had seen a picture of this stylish kind of tarte somewhere, and decided to customize it. Easy-peasy.
In my cupboard was a bag of rye flour, a leftover from some failed bread baking experiment. With 120g flour, 60g butter and a splash of cold water I made a dough, enough for a two-person baking dish. 
While the dough chilled in the fridge, I chopped a leek into wheels and softened it  in a frying pan with some butter, seasoned with ras-el-hanout. 
Then (and this is my new fail-safe trick!) I put the dough between a sheet of baking paper and one of clingfilm and rolled it out slightly bigger than the dish. This method makes it easier to roll it out thinly and move it into the dish with the baking paper. I spread some tomato sauce over the base ("something I prepared earlier") and topped it with the leeks.
Over the top I crumbled some cheddar, and baked the dish for about 25 minutes at 200°.
 
 Luisa! Ihr schmeckt's! *** Mum tucking into my galette!!
 Beim Spaziergang in Herrmannsdorf gestern fand ich eine Schar weißer Hühner im Schnee 
*** 
I took a walk in my neighbourhood and found a peep of white chickens in the snow (this is the correct collective noun!)

Sunday, 18 January 2015

Pithiviers, erster Versuch

Ein Monochromtag, perfekt zum Daheimbleiben und Backen *** A monochrome day, perfect for home baking
 Auf dem Blog von Daniel Etherington habe ich schon viel Nützliches und Unterhaltsames zum Thema Backen gefunden, zuletzt ein Rezept für Pithivier. In England sind diese "pies" sehr beliebt, hier in Deutschland finde ich nicht mal einen Namen dafür, denn "Pastete" gefällt mir als Beschreibung nicht, weil ich mir darunter eine Fleischpastete, gefüllt mit einer Farce, vorstelle. Dabei habe ich mich sogar schon mal an die Galette des Rois gewagt, die auch in diese Kategorie gehört.
Eine Pithivier ist eben eine Pie. Und schön dazu!
Daniel beschreibt auch verschiedene Rezept für Blätterteig. Ich habe für meine Test-Pithivier für zwei Portionen erst mal ein Blatt gekühlten Fertigteig genommen. 
Die Füllung machte ich wie ein Ragú, eine Sauce Bolognese aus
200g Rinderhack, in Olivenöl angebraten. Dazu gebe ich eine grob gehackte Zwiebel und zwei gewürfelte Knoblauchzehen, ein TL Cumin und eine Prise Ras-el-hanout. Alles glasig schwitzen, dann eine Tasse gehackte Dosentomaten, eine Handvoll Rosinen (die ich hasse, deshalb nahm ich Berberitzen, Cranberries gehen auch). Das Ragú ca. eine halbe Stunde dahinköcheln, dann vollständig abkühlen lassen. Erst dann eine Handvoll in einer fettlosen Pfanne getoasteter Pinienkerne und frischen Koriander oder Petersilie unterziehen.
 Aus meiner Blätterteigplatte schnitt ich mit Hilfe eines Kuchentellers zwei runde Scheiben aus. Die untere Scheibe legte ich in meine gebutterte ofenfeste Pfanne (oder auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech). Die Fleischfüllung kommt in die Mitte, wobei man einen kleinen Rand lässt, der mit einem geklepperten Ei bestrichen wird. Deckel drauf, auf der Eierspur festdrücken, in der Mitte ein Belüftungsloch stechen. Dann kann man mit einem Messer Muster einritzen - ist mir jetzt nicht so toll gelungen, aber hier kann man die Technik sehen. Die Pie mit dem restlichen Ei bestreichen und ab in den auf 200° vorgeheizten Ofen. Ca. 25 Minuten golden backen, aber zwischendurch reinschauen!
Gegessen haben wir die Pie mit TK-Spinat, natürlich aufgetaut und mit Butter und Muskatnuss erwärmt. Meine Pie ist kein Meisterwerk geworden, hat mir aber Lust auf weitere Pithiviers-Experimente gemacht. Vielleicht versuche ich mich sogar an einer von Dans Blätterteigrezepten...
On Daniel Etherington's wonderfully informative blog I find many baking ideas, most recently this one for a Pithivier which instantly caught my attention - so beautiful. Pies aren't really a big deal in Germany, I know mainly those filled with a meat farce. But Pithiviers can also be sweet, like the galette des rois I made a while ago.
This one is savoury, a bit like bolognese sauce with an oriental twist, enough for two. 
Lamb mince would be perfect, but is hard to get in Bavarian villages. 
Fry 200g minced beef in olive oil, stirring with a wooden spoon to break up any lumps,  until the mince changes colour. Add a sliced stick of celery, a chopped onion and two choppe cloves of garlic, stir until the onion becomes transparent. Gradually add 1/2 tsp each of cumin, ras-el-hanout and coriander, then a string of tomato paste, a mugful of tinned chopped tomatoes, and some currants  Keep stirring, until the liquid has evaporated. Leave it to cool completely.
Now fold in some toasted pine nuts and a handful of fresh coriander or parsley leaves
Preheat your oven to 200°C.
I had one sheet of bought chilled puff pastry from which I cut 2 discs using a cake plate. 
I laid the pie bottom straight into a buttered oven-proof pan, or you can put the pie bottom on a baking tray lined with baking paper. 
Put the mince mixture on the pastry disc, leaving a 1cm-wide border which you brush with the beaten egg. Top it with the other pastry disc and push the edges down. Brush with the remaining egg.
I noticed that in pies and covered pastry dishes, you leave a hole in the middle, I think it's so the air can escape.
Now check Dan's example for scoring the edges.
Bake your pie for 20-25 minutes or until it's puffed and golden. Serve it on mixed salad leaves or like me, on frozen leaf spinach, which I heated up with some butter and ground nutmeg.
It's not the world's most accomplished pie, but I will be experimenting further. I might even try one of Dan's home-made puff pastry recipes.

Friday, 16 January 2015

Arbeiten an der Figur

Blog-Event CIV - Rezepte fuer die Figur 







Blogevents sind sonst nicht so mein Ding, aber hier kann und darf ich mich nicht zurückhalten.  Bei Nata finden wir alles, was zum Thema Figur gesagt werden muss. Trotzdem möchte ich meinen Senf dazugeben, denn wer meinen Blog liest weiß, dass ich vor keiner Kalorie zurückschrecke. Aber mit meiner Tante Fränzi kann ich sagen: "meine achzg Kilo hoit i leicht". Plus minus eins oder zwei. 
Ich glaube, dass jeder Mensch so ein spezifisches Gewicht hat, und ständig dagegen zu kämpfen ist verlorene Lebenszeit. Es reicht, einfach ruhig und besonnen nur das zu essen, was schmeckt - und nicht zu viel davon.
Die große Liebe, wenn es drauf ankommt, findet man doch nicht dank irgendeines Idealgewichts. Mein italienischer Freund nannte mich damals scherzhaft "Ottanta chili di sesso"... Diese Zeiten sind ja inzwischen vorbei, und ruhigere Aktivitäten bestimmen jetzt mein Leben. Zum Beispiel eben mit Essen zu spielen.
Mein Rezept für die Figur ist eine schnelle Schoko-Mousse-Torte, die ich in anderer Form schon mal gepostet habe.
Die Grundlage war ein Schokoplätzchenteig, den ich mangels Zeit zum Backen eingefroren hatte:
280 g Butter mit 200g braunem Zucker, Vanilleessenz/pulver/zucker und einer Prise Salz in einer Schüssel schaumig rühren. 1 Ei darunter mischen. 
Je 200g grob gehackte Walnüsse (oder Mandeln) und geriebene Bitterschokolade unterheben.
300 g Mehl und 50g Kakao mit 1 TL Backpulver mischen und unter den Teig heben. Kurz im Kühlschrank fest werden lassen, die Hälfte des Teigs einfrieren. 
Die andere Hälfte zwischen zwei Lagen Zellophan dünn ausrollen und in eine Tarteform (oder 28cm Kuchenform) legen. Bei 180° ca. 30 Minuten backen - aber AUFPASSEN!
 Auf den abgkühlten Tortenboden kommt eine Lage Mousse au Chocolat:
160g feine dunkle Schokolade über einem Wasserbad schmelzen, 100ml flüssige Sahne reinrühren. Während die Schokomischung abkühlt, 200 ml Schlagrahm steif schlagen und unter die abgekühlte Schokosahnemasse ziehen. Auf dem ebenfalls abgekühlten Boden verstreichen, mit Kakao bepudern.
Nicht alles auf einmal essen, kühl aufbewahren und ein paar Freundinnen einladen. Und nachher einen Spaziergang!
 A blog event in German language blogs is currently asking to post "Recipes for the figure" - presumably a tongue-in-cheek request, since one of the first responses was a recipe for spaghetti with buttered carrots.
 Worrying about your figure is about as useful as worrying about being hit by a meteorite, unless you want to waste your life fighting the shape that nature has given you. 
In my experience you can eat what you like, just not too much of it, and you'll find that you turn out just right.
My own contribution to the blog event is this majestic calorie bomb, a chocolate mousse cake.
 
First, bake the base: Mix 280 g butter with 200g brown sugar in a bowl, add vanilla essence or the scrapings of a vanilla pod and a pinch of salt, beat in an egg. Then add 200g chopped walnuts (or ground almonds, whatever you prefer) and 200g grated dark chocolate. Now fold in 300 g self-raising flour and 50g good cocoa.
Chill the dough in the fridge until it's firm enough to roll into a sausage, about 3cm thick.
Freeze half the dough. 
Roll the other half thinly between two sheets of cellophane and lay it out in a tarte tin. Bake for about 30 minutes at 180° - but WATCH IT!
Making the chocolate mousse is super simple:
Melt 160g dark chocolate in a bowl over simmering water, and stir 100 ml single or double cream into the melted chocolate. Whip 200ml whipping or double cream and fold it into the cooled down chocolate mix. 
Spread the mousse over the cooled down chocolate base and powder it with cocoa.
Just don't eat it all at once. Keep it cool and invite some friends.
Maybe take a walk afterwards?

Thursday, 15 January 2015

Wednesday, 14 January 2015

Der Föhn! Lightshows und Orangenkuchen...

Mit Kuchenbacken gewinne ich immer wieder mein inneres Gleichgewicht zurück, egal was passiert.
Außerdem war Besuch aus England da, ein weiterer guter Grund zu backen, in Taglaching essen zu gehen, ein paar Flaschen Crémant zu leeren... Und wir machten lange Spaziergänge - wie schön ist unsere Gegend an diesen Föhntagen!

Baking cakes never fails to restore my inner equilibrium. And visitors from London are a perfect excuse for baking, eating out, drinking large quantities of bubbly. Afterwards, we take long walks and admire our beautiful sunsets.
In Bolliskitchen fand ich diesen saftigen kleinen Orangenkuchen. Ich habe das Rezept leicht geändert, weil mir die Mandeln etwas knapp bemessen schienen. Die Mengenangaben hier reichen für eine kleine Kuchen- oder Tarteform; für die 28 cm Springform würde ich das Rezept verdoppeln.

120g weiche Butter, 100g Zucker,2 Eie, 90g gemahlene Mandeln mit 60g Mehl und
einem EL Päckchen Backpulver verrühren. Zesten und Saft von einer Bioorange dazugeben. Alle Zutaten gut vermischen und dann in  eine kleine Form mit herausnehmbarem Boden geben.
Die Form gut mit Butter einstreichen und mit Puderzucker bestreuen, damit der Boden etwas karamelisiert. Den Kuchen dann bei 180° circa 30 Minuten backen, nach 20 Minuten mit einem Messer oder Holzstäbchen probieren, ob er durchgebacken ist. 
Vor dem Essen auskühlen lassen! Schmeckt gut mit Crème fraîche.
Some time ago, I found this recipe for this fine orange and almond cake and slightly adapted it by using more almonds. These quantities are for a small cake or flan tin. If you bake in a large 28cm springform, just double the ingredients.
Mix 120g softended butter, 100g sugar,2 eggs, 90g ground almonds with 60g plain flour and a tbsp baking powder. Add zest and juice from a small organic lemon. Butter a cake tin with a removable bottom and sprinkle with icing sugar, this caramelises the bottom of the cake.
Bake the cake for half an hour at 180° - check after 20 minutes by sticking a knife or a wooden skewer in. 
Leave to cool before eating it! Delicious with crème fraîche.
 Unser bayrisches Gegenstück zum Nordlicht *** Our  Bavarian version of Northern lights