Sunday, 21 August 2016

Zwischenlandung

Gerade bin ich zurück aus der großen Stadt Berlin, und gleich geht's weiter in eine noch größere Stadt... London. Schauma mal ob die mich nach dem Brexit überhaupt noch nehmen?
Vielleicht finde ich morgen noch mehr zu erzählen.
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Just got back from a big city (Berlin), and I'll be off to an even bigger one shortly. Will London let me even in after Brexit? Watch this space.. maybe I will add some more tomorrow
Berlin war/ This was Berlin: 
Eine unglaublich tolle Leihwohnung. Die erste Nacht wieder daheim, da fühlte unser Schlafzimmer sich an wie ein Hasenstall
Aussicht auf den gesamten Prenzlberg, bis zum höchsten Turm der Welt (?) 
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Incredible flat we were invited to stay in. Our first night back home, the bedroom had a slightly rabbit hutch feel about it.
Below, our views across the city
Natürlich auch Cafés, aber weniger dieses Mal (Wohnung. Küche. etc.)
Ein bisschen ist mir die Fresseria-Kultur auch fad geworden. Der Streetfoodmarkt in der Markthalle 9 hat mich sogar direkt abgestoßen, diese dünnen schicken jungen Menschen mit ihrer Trendfresserei. Der Kult ums Fleisch - das hat fast was ritualistisches. Ich meine - sind Metzger die neuen Hohepriester?
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Of course there were cafés, slightly less so this time (we had a flat. a kitchen. etc.)
I can feel myself going off the food worship train a bit, all these young people making a fetish of eating. The ritualistic worship of Good Meat...Butchers are the new rock'n'roll - or high priests?
 Ein altmodisch gefährlicher Kinderspielplatz im Bürgerpark Pankow, wo Kinder mit Hämmern und Nägeln hantierten, und ein reizendes Cafe mit Wereniki
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 A groovy dangerous playground in a Pankow park, where children were allowed to use hammers and nails
And a lovely café with Russian food
 Das Schwein, das Donald Trumps Frisur geklaut hat *** The pig that stole Donald Trump's hair
 Wir besuchten idyllische Plätzchen  ***  We saw lovely idyllic places
 Ein interkultureller Gemeinschaftsgarten, "Himmelbeet" mit preisgekröntem nachhaltig gebautem Upcycling-Café
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An intercultural community garden with prize-winning upcycled cafe
Nico geht schwimmen - ich leider nicht *** Nico takes a swim - sadly, I could not!
 Recycling von Wertstoffen *** Recycling of resources
Und ein bisschen LIEBE  *** a little bit of LOVE

Friday, 12 August 2016

Frauenstimmen - stimmt das für Frauen?

Als junge Frau habe ich mich oft wegen meiner tiefen, "männlichen" Stimme geschämt, bis mir immer öfter gesagt wurde, wie schön und warm sie klang. Inzwischen höre ich hohe Frauenstimmen und denke oft,  sie klingen  wie Kinder. Frauen haben von Natur aus ein höheres Register, aber wenn ich Politikerinnen oder Medienfrauen  so angestrengt mädchenhaft piepsen höre, geht mir das gewaltig gegen den Strich.
Nicht so schnell und hoch! denke ich, du musst dich nicht mehr bei Papa einschmeicheln!
Einer der ersten Tricks, die Margret "Die Schreckliche" Thatcher angewandt hat auf dem Weg zur Premierministerin, war voice coaching, d.h. sie hat sich ihre schrille hohe Stimme wegtrainieren lassen und ein tiefes, wärmeres und langsameres Register angewöhnt.
Tiefe Stimme = Souveränität. Piepsen="bitte hab mich lieb".
Mein Rat an Frauen: werdet Cello statt Geige.

Hier ist eine Liste einiger Lieblingssängerinnen mit wunderschönen, tiefen Stimmen:
Tina Dico hörte ich zufällig im Zündfunk, da hat's mich gerissen:  ("The Woman Downstairs")
Tanita Tikaram singt immer noch nach ihrem "greatest hit"
Eine Stimme aus der Velvet Underground-Vergangenheit (mit diesem herrlichen deutschen Akzent): Nico 
Die wunderbar radikale Jackie Lynn,  auch als Circuit des Yeux
Und nicht zuletzt - Nina Simone!

Und mit dieser Liste verabschiede ich mich in die Blogferien! Habt's gut und schönen Restsommer noch!

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I sometimes get irritated when I hear grown women talk with those eager-to-please baby voices, trying to suck up to Daddy.
The one thing Margret "The Terrible" Thatcher got right was to get a voice coach who taught her to lose her shrill hyena voice and talk in a lower and warmer register.
Dear Women - own your voices, breathe deeply and talk like grown-ups! Become a cello not a violin.
With this admonition !! and the (above) list of some favourite low-voiced women singers, I am fading away into my blog holiday. Have a long rest of the summer all!!

 Und... nicht vergessen, Omelette essen!     ***    And don't forget to eat omelet!

Wednesday, 10 August 2016

War's das schon?

 Ein Sonnenaufgang vor meinem Fenster, ein Bild das man als "herbstlich melancholisch" interpretieren könnte. Der Hochsommer ist ja offiziell Ende Juli zu Ende, gerade wenn man anfängt sich warm und entspannt zu fühlen.
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This picture from my window, an early August sunrise, has an autumn melancholy about it. End of July marks the end of the meteorological "high" summer, just as we start relaxing and basking in the sun.


Der Montag war so ein perfekter Sommertag. Nach dem genussvollen morgendlichen Schwimmen verbrachte ich den Nachmittag auf der Terrasse. Ich darf daran erinnern, dass ich freiberufliche Rentnerin bin!

 
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Monday was such a day, a perfect holiday at home. After my morning swim, I started baking what the recipe calls "babas". 


 Hmm. Ich bin mir nicht sicher, ob dieses Rezept von High Foodality wirklich Babas meinte. Das sind doch normalerweise sirupgetränkte, lecker schwammige Teilchen? Diese hier waren mehr wie Brioches - köstlich, aber echt kein Grund, 5 Eier zu verbacken. Was meinen die lesenden Köchinnen? 
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I think the cook forgot to include the recipe for a syrup, because I remember babas (early London memories of rum babas in the dreaded Wimpy bars) as being syrup-soaked, cloyingly sweet sponge things. What I baked had more like a brioche consistency. Tasty, but in no way justifying the five eggs the recipe demanded. My search for the baba will continue.



This is the recipe I used:


Put 200 g plain flour in a bowl, in the centre of the mound stir 10g fresh (half a packet of dried) yeast into a paste with a tsp of sugar and 2 tbsp milk. 

Leave to rest for 15 minutes, then mix with the rest of the flour. 
Add 10g honey and 70 g softened unsalted butter, and gradually fold in 5 eggs (believe me, 3 will do the job nicely!)
Knead this into a soft dough ad leave to prove for an hour in a warm place.
Now knead the dough again and fill it into timbale or muffin tins, which you buttered and spread with sugar.
Leave these to prove again for 30 minutes and pre-heat your oven to 200°.
They take 15-20 minutes to bake. 

Auf der sonnengefluteten Terrasse gönnte ich mir also einen gemütlichen Cream Tea mit Baba - oder Brioche - mit meinem Lieblingskrimihelden, Jean Bannalecs Commissaire Dupin; beim Lesen dieser Bücher hat man hat das Gefühl, in der Bretagne zu sein. 
Die köstlich rote Johannisbeermarmelade ist übrigens auch aus dem Ärmel geschüttelt: Johannisbeeren durch eine Windel oder ein Sieb drücken, den Saft mit dem gleichen Gewicht an Zucker sanft und nicht zu lang aufkochen, damit es nicht "schnittfest" wird. So einfach, so gut!
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On my sun-kissed terrace I had a leisurely cream tea with the baba, or brioche, and my favourite French thriller, which transports you straight to Brittany. 
The delicious redcurrant jam is dead easy, by the way: squeeze a punnet of the berries through gauze or a sieve, weigh the juice and cook it with the same weight of sugar. Gently, and not too long, you don't want to end up with slices of jam!


Monday, 8 August 2016

Im Chiemgau gibt's nicht nur ein Reggaefestival

 Wie jedes Jahr am ersten Augustsonntag fand am Samerberg - den ich so liebe - das Almsingen statt. Drei Almen, am Moserboden, und es wird gesungen, und auch sonst viel Musik gemacht. Wir jodelten endlich mal wieder zu dritt mit Evi.
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The annual Bavarian folk music festival presents much youthful talent. More pics here
 Hinaufgefahren zur Hochries-Mittelstation wird mit dem Sessellift, den sogar ich Angsthase seelenruhig besteige; aber man könnte auch gut zu Fuß gehen. 
Auch auf dem Lift kann man singen, es beschwert sich niemand.
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no one complained that we started singing on the cable car.
Zum Schluss wie immer ein Besuch im schönsten Schwimmbad Bayerns
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to finish off, we had a swim in Bavaria's most beautiful swimming pool

Friday, 5 August 2016

G(ood) Reasons to be cheerful - one two three four*

* Der Titel kommt vom unvergesslichen Ian Dury

1. die Grüne Soße.

Luisa bekam zum Geburtstag ein Bündel Kräuter ( Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer und Schnittlauch), die ich sofort konfiszierte um daraus endlich mal eine "Grie Soß" zu machen, denn so leicht kriegt man all diese Kräutlein nicht zusammen. Sieht nicht fotogen aus, war aber köstlich. Dazu machte ich "Aligot", oder auf gut Deutsch, eine mit Käse verfeinerten Kartoffelbrei, gewürzt mit. na was schon - Baharat.

 

Kräuter fein hacken, mit Griechischem Joghurt und Creme Fraiche vermengen, gehackte hart gekochte Eier daruntermischen.
Salzen pfeffern etc.

Was MrsFlax über das Fotografieren von Moussaka schreibt, kann ich für meine Kreation nur wiederholen: unstrukturierte Mahlzeiten, und seien sie noch so göttlich, sehen immer.... etwas suboptimal aus




I made a kind of salsa verde with a bunch of herbs Luisa got for her birthday - using hard boiled eggs instead of anchovies. The chopped herbs are mixed with greek yoghurt and creme fraiche and the chopped eggs.
We ate it with a cheesy mash, seasoned with baharat, as inspired by the French dish Aligot.

Sadly, delicious food  that has little structure doesn't always photograph well... as you can see here.

2. Heute morgen kamen, wie alle Jahre wieder, die Grellow Socks von der lieben Anja ♥♥♥♥

My  Grellow Socks - an annual gift 



3. Die Entdeckung von G'Röste (geröstete)

Semmelbrösel mit Kräutern auf Nudeln gestreut.
Hier Pappardelle mit Broccoli und Feta (eines der Lieblingsgerichte vom Commissario Montalbano)

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Discovering the added bonus that breadcrumbs fried in olive oil with herbs can give to pasta dishes. We have here pappardelle with broccoli and feta, allegedly one of the favourite dishes of the good Commissario Montalbano.

 

4. Und was ist das denn? Der Größte Zucchino von München, demonstriert im Ruffini von der Gärtnerin und einer staunenden Freundin. Jetzt wartet er in meiner Küche auf mich.

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The Greatest Courgette ever farmed in Munich (now in my kitchen)

Wednesday, 3 August 2016

Das Wasser


Ein spontaner Ausflug führte mich und Luisa zu diesem wunderschönen Wasserfall in der Nähe von Aschau im Chiemgau. Auf dem Rückweg wollte ich mir den Walchsee anschauen, an den ich zauberhafte Erinnerungen hatte, als ich vor etwa 15 Jahren mit Mütterlein dort war: ein stiller See, in dem sich die Berge spiegelten. Aus und vorbei war es mit dem Zauber - ein Hotel am anderen, Unterhaltung, Event, Touristen.. Ganz am Ende des Sees fanden wir ein Plätzchen mit Aussicht und frisch geräucherten Forellen...

On Monday, we had a spontaneous outing to a waterfall Luisa  had heard about. Beautiful place, water cascading down from a sheer mountainside.
On the way back I wanted to check out a lake I visited many years ago with Mum, Walchsee in Austria, near Kufstein.
 I remembered a quiet, magical lake surrounded by mountains which were reflected in the dark water. The lake was still there, but it was now surrounded by new hotels, lots of traffic, events posted everywhere..
Another paradise lost.



 
Daheim machte ich mir eine kleine Ziegenkäsetarte, mit einem Käse von der Käserei Plangger, ein Molkereiparadies das wir auf dem Rückweg vom Walchsee entdeckten.
Den Mürbteig hatte ich als "Abfallprodukt" von meiner neuesten Shortcakeproduktion (davon gibt's bald mehr) im Gefrierfach.
 Und so geht er (für diese kleine Form nahm ich die Hälfte des Rezepts).
Belegt habe ich ihn mit Tomatenscheiben und Brokkoli (oder was sonst RUM liegt und FORT muss)
Einen Guss aus 50g geriebenem Bergkäse, einem Becher Vollmilch oder Sahne und zwei Eiern, gewürzt mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss oder Baharat, drüber gießen.
 Ziegenfrischkäse oben drauf verteilen. Backen ca. 35 Minuten bei 180°, bis sie halt fertig ist!
Back home, I made myself a goat cheese tart with some of the cheese I bought from a dairy shop we discovered on the way back from the lake.
I had some shortcrust pastry from the freezer, which I rolled out in the tin and pricked with a fork.
Tomato slices and leftover broccoli were laid on the base, covered with a mixture of 2 eggs, a mug of full-fat milk or single cream and 50g grated cheese, seasoned with salt, pepper, nutmeg or baharat. On top a layer of goat cheese, if you like. Bake at 180° for about 35 minutes, or until it's done.

Sunday, 31 July 2016

Servus Bayern!

Bayern ist so schön. Aber es stinkt. Sobald sich ein Regentropfen ankündigt, wird hier draußen gegüllt, dass die Schwarten krachen (OK - dann wird wenigstens nicht Rasen gemäht, man freut sich ja über jeden Ruhemoment...)
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This post is about the smelly side of Bavaria - invisible but all-pervasive. The slurry wars farmers are fighting against the population. There is too much milk, too many cows, and the fields are full of maize for feeding cows and powering cars with "bio"gas.
Every German eats some 60kg of meat a year, and the smell will go on.
Ich bin aufgewachsen mit einem kindlichen Respekt vor dem Bauernstand, aber seit ich hier draußen wohne, werden mir viele Bauern echt unsympathisch. Die intensive Rinderhaltung (und dann Geld von der EU dafür dass sie keine Milch produzieren).
Ich würde ja nichts sagen, wenn Essen angebaut würde, aber die Bauern hier sind größtenteils "Energiebauern" die fast ausschließliche Mais anbauen, der dann in den Kuppeln, die überall aus dem Boden wachsen, zu Biogas verarbeitet wird. Oder durch die Kühe läuft und zu Gülle wird.

Weniger Tiere zu halten und dafür auf Kraftfutter zu verzichten und sie auf der Weide Gras fressen zu lassen, das ist leider kein Diskussionsthema für den Bauernverband, wenn die Milch beim Discounter nicht mehr als 50 Cent kosten darf.
Und jederR Deutsche braucht ja seine 60kg Fleisch im Jahr, und das muss irgendwo herkommen.

Den Mythos vom Bauern, der im Schweiße seines Angesichts unser Essen anbaut, kann man vergessen. Stattdessen machen die 12-jährigen Söhne mit haushohen Traktoren die Sträßchen unsicher, wenn sie viel zu schnell - und am Handy - den Berg vor meinem Haus runterdonnern.
Was hier angebaut wird, das macht den Boden total kaputt und unser Trinkwasser untrinkbar.
Heute in meinem See hatte ich das Gefühl, in der Gülle zu schwimmen, so hat es gestunken ringsum.
Natürlich, wenn es schön ist auf dem Land, ist es wunderbar.
Aber mir stinkt er langsam. Fenster zu!
Oh, und wenn ich schon beim Meckern bin - die Kirchenglocken sind mir hier auch zu dominant....)
Und vor bio, vegan und vegetarisch ist man übrigens auf dem Land auch sicher: Eingekauft wird bei A**i, mittags gibt's Schweinderl, und jede Woche ist irgendwo Kesselfleischessen..
Kesseltofu ist mir dagegen bisher nicht untergekommen.

Thursday, 28 July 2016

Einfach währt am längsten

 In Spanien habe ich meinen Appetit auf Tomatensalat wiedergefunden, der mir hierzulande bei den Riesentrümmern, die auf dem Teller landen, vergangen ist.
Dort nämlich (wie auch bei Luisa in Portugal) werden die Tomaten in ganz feine Scheiben geschnitten und in Olivenöl und Zitrone mariniert. Dazu noch eine Knoblauchzehe, fein gewürfelt oder durch die Presse gejagt, Salz und Kräutlein. Perfekt für den Sonnentag (der sich in Windeseile zu verdunkeln scheint).

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In German restaurants, when you order tomato salad you get these huge watery wedges in an indifferent dressing - no thank you. In Spain I recently rediscovered my love for tomato salad, cut into paperthin slices and marinated in good olive oil and lemon juice, with a hint of garlic and herbs.
Perfect repast for a hot day (which incidentally is rapidly turning into a dark storm-mare.

 Manchmal sehe ich Bilder im Gourmet-Internet, bei denen mir sofort das berühmet Wasser im Mund zusammenläuft. Zum Beispiel von solchen Pfannkuchenröllchen - wobei meine Nachbildung allerdings nicht ganz perfekt wurde.
Ich habe also Pfannkuchen mit zwei Eiern, Prise Salz, einer Tasse Milch und genug Mehl für einen dickflüssigen Teig.
Während der Teig quillt, eine Zucchini längs aufschneiden und in ganz wenig Wasser weich garen.
Pfannkuchen backen, mit Ziegenfrischkäse bestreichen, mit den Zucchinistreifen belegen und nach Geschmack noch Lachs (unten) oder Schinken (rechts) drauflegen. Zusammenrollen und in hübsche Röllchen schneiden.
Sometimes I see pictures in the food-crazy internet that make my mouth water instantly. Like these pancake roulades, which I had to try at home -- needless to say, they didn't quite look like the model.
I made pancakes with two eggs, a pinch of salt, a cup of milk and enough plain flour to make a thick batter.
While the batter does its thickening, I cut a courgette lengthwise as thinly as possible and cook them in a little water until soft.
Bake your pancakes, spread goat cheese on them and lay out the courgette strips and smoked salmon (left) or ham (above). Make a tight roll and cut into slices.

Sunday, 24 July 2016

Na, geht doch - es ist Sommer!

 Es ist heiß jetzt. endlich. Ich schicke mit diesem Bild Grüße in das noch heißere Portugal
In der Hitze gibt es einige schöne Erleichterungen: oben sehen wir z.B. die Weißweinschorle
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It is hot, finally. With this picture I send a big hello to Portugal, where it is even much much hotter...
There are many ways to ease the hot days: above, we have a cold spritzer
 Ich habe außerdem ein unglaublich schokoladiges Schokoeis gemacht (zu den Rogalach)
Gefunden habe ich dieses dunkle Verderben bei Highfoodality.
So ging's bei mir:
250ml Milch und 125ml Sahne in einem Topf erhitzen, nicht kochen lassen. Immer wieder umrühren.
2 Eigelbe und 80g feinen Zucker (ich: Puderzucker) cremig rühren, 50g Kakaopulver reinrühren
    150g dunkle Schokolade in kleinen Stücken in der Milchsahne langsam bei kleinster Hitze schmelzen lassen (70% Kakaoanteil ist gut), 
Dann alles in die die Eier-Zuckermischung rühren
Abkühlen lassen und kalt stellen, am besten über Nacht.
 Die Eismaschinenschüssel im Gefrierfach vorkühlen.
Mischung in der Eismaschine drehen lassen. Ich hab Mist gebaut und musste die Mischung mit der Hand immer wieder aus dem Eisfach nehmen und rühren, um die eiskristalle aufzubrechen. Hat auch funktioniert.

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I also made the most chocolatey chocolate ice cream to go with my rugelach
It goes like this:
Heat 250ml milk und 125ml double cream in a casserole, careful not to let it boil, keep stirring
beat 2 egg yolks and 80 caster sugar until fluffy. Fold in 50g cocoa powder.
Melt 150g chocolate (ideally 70% cocoa solids) in the creamy-milk mixture, slowly, on lowest heat.
Then carefully stir this into the egg mix until blended.
Leave to cool - over night, if poss.
With your ice cream maker, proceed as usual.
I fucked up and had to stir it by hand, taking the ice cream out of the freezer every hour or so and giving it a good stir, to break the ice crystals. 
Reader, it worked! 
Und zum Schwimmen geht man am besten so früh wie möglich - vor die Kinder den See übernehmen
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I go for a swim early now, before the hordes of children take over the lake

Thursday, 21 July 2016

Was es alles zu Essen gab.. Eine Fleißaufgabe

Trotz Italienschwelgerei und plötzlich eingetroffenem Sommer gab es auch in diesen Wochen bei 356 genug zu essen.
Die verrückt spielende Welt wurde in reiner Notwehr einfach ausgeblendet.
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Despite Italian nostalgia and sudden surprising summer, was food was cooked and cakes were baked chez 356, while the world outside is going quietly crazy
 Diese Gerichte kennt ja inzwischen jede und jeder, die jemals meinen Blog gelesen haben.
Kreativität kann sich ansonsten frei entfalten!
Oben links ein Safranrisotto (der Arborioreis frisch aus Italien mitgebracht) mit roten Paprikawürfeln, hübsch eingewickelt in dünn geschnittene, kurz in wenig Wasser bissfest gekochte Zucchini. Statt Safran kann man Kurkuma nehmen, macht das Risotto auch gel.
Daneben ein Fleischpflanzlburger mit einer Sriracha-Mayo (=Mayo+Sriracha, oder eine andere Chilisauce)
Unten, der Klassiker: Auberginenscheiben, die in erst Mehl, dann Ei und dann in Parmesan gewendet werden und in gutem Öl gebraten.
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 Anyone who reads this blog has seen variations of the above dishes. Creative ideas always welcomed.
Above left we find the safran risotto, adorned with cubed red peppers and attractively wrapped in thinly sliced poached courgettes. Use turmeric instead of saffron, if you don't have it.
on the right, we have the burger, this time dressed with a sriracha mayo (= mayo+sriracha)
And bottom right, the classic aubergine slices dipped in flour, then egg, then grated parmesan and fried in good oil.
Wie meine Leserschaft inzwischen weiß, ist einer meiner Grundsätze, das Kochen und Backen so einfach und alltagstauglich zu halten wie möglich. Deshalb dürften diese Stachelbeertörtchen, den Solive-Crostatas nachempfunden, kein Problem darstellen (weiteres Crostatarezept hier):
Aus 350g Mehl, 200g Butter und 100g Zucker einen Mürbteig mit den Fingerspitzen zusammendrücken, ausdrücklich nicht kneten, sonste wird er hart. Bei Bedarf etwas mehr Mehl dazustreuen.
Im Kühlschrank abkühlen lassen.
Teig ausrollen, in die mit Backpapier ausgelegte Förmchen reinpassen
Mit den halbierten Stachelbeeren belegen
Etwas Zucker draufstreuen, und ein Gitter basteln. Bei 180° backen, bis der Teig ganz hellbraun wird und die Beeren brutzeln
 Dazu mein selbstgemachtes Pfirsicheis. Mit Eismaschine geht das blitzschnell - solang man daran denkt, den Eisbehälter am Tag vorher ins Gefrierfach zu legen! Pfirsiche schälen und als Kompott aufkochen - ohne Zucker. Glattmixen und abkühlen lassen. Dann nach Geschmack mit geschlagenem Schlagrahm vermischen und in der Eismaschine einige Runden drehen lassen, bis es eben wie Eis aussieht.
Mit dem Gummihund in eine Tupperdose geben und die Überreste im Eisfach aufbewahren.
Super super köstlich.
Und so fruchtig und gesund...
Man könnte natürlich auch ein Sorbet machen... mit Holler- oder Hollerblütensirup...
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My  dear readers know by now that my cooking is all about simplicity and every-day-personship. Nothing that YOU couldn't make. In the wake of the Solive crostata-fest I had to make one, especially as I found gooseberries in the market - one of my favourite berries.
Find a crostata recipe here.
The yellow blob is my home-made peach ice-cream. So much delicious ripe fruit to be had at the moment.
I peeled and cooked the peaches into a compote, and waited for it to cool.
If you have an ice-cream machine, now is the time to put the cooler bucket into your freezer. 
Then mix the compote with some whipped or double cream and give it a bit of a churn in the ice-cream maker. You'll know when it's done - I did. sooo fruity...
Scrape the ice cream into a tupperware box and keep in the freezer.
You could also try a sorbet, with a syrup of your choice...
 Nach dem gleichen Prinzip machte ich wenige Tage später eine Kirschstreuseltarte.
Was da neben den jeweiligen Kuchen auf dem Teller liegt, ist wieder das delikate Pfirsicheis.  
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A few days later, I used the same shortcrust dough to make this lovely cherry tarte, topped with crumble. The yellow stuff on the plate is more of my delicious peach ice cream.