Saturday, 15 February 2014

Pastete oder Pie, Auflauf oder Kuchen?

Derzeit finde ich es viel zu anstrengend, jeden Tag die Zeitung zu lesen - was geht mich das eigentlich alles an? Renzi-Coup in Italien, Parteienschlachtfest wegen parlamentarischer Kinderverderber (Verschwörung? Unschuldsvermutung?). Land unter in England, Schneechaos in USA, Feuerstürme in Australien, Energiewende ja, nein oder vielleicht, Schweiz macht die Schotten dicht, Monsanto durch die Hintertüre, sprich Handelsabkommen, nach Europa...Da hilft nur eins: Kopf fest in den Sand, und ab in die Küche!
Denn im Magazin der Süddeutschen finde ich immer wieder manch feines und doch machbares Rezept, zum Beispiel diesen Brokkolikuchen - auf italienisch, der Muttersprache der Köchin Maria Luisa Scolastra, klingt "Sformata di broccoli" wesentlich interessanter! Anstatt des Teigs im Rezept habe ich allerdings meinen eigenen Mürbteig genommen, den ich natürlich eingefroren vorrätig habe:

Aus 250g Mehl, einem Ei, 100g Butter einen Teig kneten. Um ihn elastischer zu machen, die Hände mit eiskaltem Wasser befeuchten und es reinkneten. Teig im Kühlschrank rasten lassen. Zwei Drittel des Teigs ausrollen und damit eine Form auskleiden, indem man die Teigplatte so groß ausrollt, dass sie über den Rand hängt und rundum abschneiden - ich habe da so einen  feschen Teigrödler, den mir Luisa mal von irgendeinem Flohmarkt mitgebracht hat.  Mit einer Gabel Löcher in den Boden stechen und 15 Minuten blind backen.
 Die Füllung kann man natürlich selber gestalten aus Gemüse, Käse, Sahne, fertig. Wer will, auch ein Ei mit der Sahne mischen.
In diesem Rezept geht es so: 
Einen Kopf Brokkoli in Wasser blanchieren, abtropfen. Eine Kartoffel kochen, schälen und durch die Kartoffelpresse drücken. Etwas Olivenöl, eine kleingehackte Knoblauchzehe, eine Tasse geriebenen Parmesan, ein paar EL Sahne sowie die zerdrückte Kartoffel in einer Pfanne erhitzen, zum Schluss die Brokkoli-Röschen dazugeben. 
Die Füllung in die ausgelegte  Form geben, dann mit dem restlichen Teig einen Deckel ausrollen und die Ränder je nach Fingerfertigkeit verkneten, verkrendeln, zusammendrücken - whatever. Ich habe das Kunstwerk bei 160° (Umluft) etwa 30 Minuten gebacken. 
Im Rezept steht 18 Minuten, da war der Teig bei mir noch roh.
A pie is a damn fine thing. I am spending as much time as possible in the kitchen at the moment, hiding from the barrage of bad news tumbling out of newspapers, TV, internet. Bad weather, bad sports, bad politics, bad people...I just don't want to know any more. Yes, I am choosing to become stoopid in my old age. Head in the sand, off to the kitchen. So I made a pie.
I had, of course, some pastry in the freezer that I had prepared earlier!
For your short crust pastry, knead 250g plain flour with 100g diced unsalted cold butter, an egg, a pinch of salt and some cold water, until you have a nice supple dough. Put it in the fridge to chill for half an hour. 
The formula for the filling is: any vegetables you like, cheese, cream, maybe an egg..
This filling was made with a head of broccoli, blanched. Warm the broccoli spears with a finely chopped clove of garlic, a boiled and mashed potato, a cupful of grated parmesan and a couple of spoonfuls of cream in a pan with a generous squirt of olive oil. 
Preheat the oven to 160C° fan assisted or 180°
Roll two thirds of the dough out and line a loose-bottomed cake tin. Push the pastry down into the tin and leave any overhanging excess pastry to help avoid shrinkage. Prick the base in a few places with a fork then transfer to the oven for about 15 minutes, or until the base is dry - not coloured. 
Spoon the filling into the pastry shell, roll the remaining dough into a disc to cover the pie and close the two dough layers.
  Bake your work of art for about half an hour or more, until the pastry looks cooked. Cover with baking paper if it's browning too quickly.  
 
Nach dem Mittagessen ist es Zeit für einen gemütlichen Spaziergang. Am Abend gibt es den übrigen Sformato vor dem Fernseher, zur zweiten Staffel von "Treme", danke, Cesca!
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Now, go for a nice walk around your neighbourhood. And in the evening, enjoy the leftover pie with your favourite TV film. Here, we are back on "Treme" again, second series, thank you Cesca!


9 comments:

Maria Hobl said...

Dein Layout wird immer perfekter! und Deine Kochkünste natürlich auch! Weltabgewandt in der Grafinger Hexenküche - aber Montags geht's wieder hinaus die Welt!

Oona said...

Auf jeden Fall ist es etwas zu essen. *lach*

regenfrau said...

Mmmmmhhh. Hab mir soeben meinen Einkaufszettel für morgen geschrieben. Der wird nachgekocht!
Schönen Sonntag!

Helga said...

Ja, ich empfinde es auch als anstrengend. Dummerweise habe ich nicht mehr genug Eier im Kühlschrank um heute Kuchen zu backen.

Ilse Threefivesix said...

Maria, danke für die Blumen!
Helga, zum glück gibt's ja genügen Konditoreien in Minga!
Oona - sehr essbar sogar..
AdoRa - mach das, es ist köstlich.

barbara said...

Und wie, du hast einfach die frischen Trüffel weggelassen?
Dein Teig ist wesentlich machbarer als das Originalrezept - da klackern ja die Gallensteine.

Ist das gestriffene Huhn die kapriziöse Eierlegerin? Schönes Tier.

Ilse Threefivesix said...

Barbara - ja, eine von "meinen" Hennen; du siehst wie gourmetmässig die essen. Und - Trüffel? kenn i ned.

Bine said...

Was, die Schweiz macht die Schotten dicht? die Schotten?

Ilse Threefivesix said...

Bine, du Kasperl!