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Showing posts from 2017

Rumfort de luxe

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Ich liebe den Herbst, jetzt wo er warm und sonnig und lichtdurchflutet ist.
Und ich liebe Pasta. Die letzten Abende habe ich gesellig mit meinem Smartphone auf dem Sofa gelegen und mich auf youTube durch Pasta- und sonstige Nudelrezepte - von Poori bis Momo bis Bao bis Macheroni - durchgeklickt. Erstaunlich, wie überall in der Welt geschickte, erfahrene Frauenhände fantastische Gebilde aus Mehl und Wasser zaubern -  hin und wieder ist auch mal ein Ei dabei, oder eine Prise Hefe. Aber es sind die Formen die ich so mag: Das Krendeln von Teigtaschen und das Formen zieht sich durch alle Kulturen von Nepal bis Kärnten.
Hier ein schönes Krendelbeispiel aus Süditalien!
In Italien wird der Teig um Eisenstangerl gewickelt für Macheroni, mit einem Bleistift gerundet und über ein geriffeltes Brettchen gezogen für Garganelli, und jetzt bin ich gerade scharf auf Strozzapreti und Trofie.
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The glorious late autumn we are having is making me want to cook new things - and the thing I love best i…

Wasserspiele

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Mei, ich wäre ja schon gerne am Meer jetzt, wenn ich die Wellen von Nazaré sehe, die mein Schwesterlein gerade postet. Aber, mei, ich bin halt hier und muss mir meine selbst verschuldete Prekärrente (Grille/Ameise) mit Arbeit versüßen. Und als Süßstoff dient mir, wie so oft, der Steinsee, in den ich mich bis zum letztmöglichen Termin mit Begeisterung stürze. Von Schwimmen kann eigentlich keine Rede mehr sein, gestern waren es 14°C im Wasser, dafür aber draußen wärmende 18°. Und das schöne Gewässer hat so eine Seelenheilkraft!

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Since I can't be by the seaside in Portugal at the moment (for reasons to do with lack of adventurousness and lack of foresight with my pension planning) I am very happy to substitute seaside with lakeside. My lake is particularly beautiful in these late warm, golden autumn days, and I will be jumping into the water for a few days yet. 14°C at the latest count, so jumping in and out is all that is possible. It's so good for the soul!


Nach der sportlic…

Blau-graues Wochenende mit Apfelkuchen

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Der Samstag lud noch zu einem kurzen Spaziergang ein zum Schloss Elkofen, wo das wunderschön gelegene Schlossgasthaus gerade wieder unter neuen Pächtern aufgemacht hat. Ich werde es demnächst mal ausprobieren. Am Sonntag ging dann nur noch langes Ausschlafen, Frühstück im Nachtgewand und ausgedehnte quality time auf dem Sofa. *** On Saturday, a brief walk to the local sights was possible but by Sunday morning a lie-in, breakfast in pyjamas and extended sofa surfing were the only options. (I get very self-conscious about my commas nowadays thanks to 'Eats, shoots and leaves', my bedside reading by the formidable Lynn Truss)
Und natürlich ein köstliches Mittagessen, das ganz unabsichtlich völlig vegan war. Ein geschenkter Kürbis wurde in Spalten geschnitten und im Ofen geröstet, das macht ihn wunderbar karamellig.  Dazu Reis, den ich jetzt nur noch nach  Cescas Anweisung koche: Erst mal gründlich waschen und in sehr viel Wasser schön weich kochen, das Wasser wegschütten. Nix m…

Der Herbst fängt an, Spaß zu machen

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Es ist mal wieder Erntezeit - endlich wieder Äpfel! Unser Spenderbaum trug massenhaft Früchte, im Gegensatz zu vielen Bäumen, die vom späten Frost im Frühjahr überrascht wurden.
Genug bis ins nächste Jahr, schrumpeln sie dann im Keller leise vor sich hin und werden immer süßer je schrumpliger. Ein bisschen wie ich. Mit Hilfe des skeptischen Engländers - er nimmt nur ganz perfekte Äpfel vom Baum, ich hole den Rest - haben wir mehrere Körbe gefüllt. Kaum daheim, machte ich mich über die wurmigsten Exemplare her und kochte Kompott. 
Für das Kompott koche ich nur die Äpfel - ohne alles. Kein Zucker, keine störenden Gewürze, einfach Äpfel. Schmeckt unglaublich gut.

Und im Nullkommanix stand auch eine Tarte Tatin auf dem Tisch, zum traditionellen 4-o'clock-tea.


Aus 100 g Mehl, halb Vollweizen und halb 405 - derzeit meine bevorzugte Mischung - 50 g Butter und 25 g Zucker schnell einen Mürbteig kneten, kühl stellen.
3-4 große Äpfel schälen und in Scheiben schneiden
Eine mittelgroße Form…

Feine Damen und weiche Birnen

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Ich war endlich beim Friseur, gestern. Es wurde auch Zeit. Von entspannt langen Haaren war ich schon auf dem Weg zu "Zoz'n", (für Nichtbayern: Zotteln), wie meine Mutter das immer genannt hat:´"mit dene langa Zoz'n gfoist ma fei garned!") Sie war eine gnadenlose Stilkritikerin, das liebe Mütterlein. "Ziag di doch amoi a bisserl vorteilhafter o", ein anderer Klassiker aus der Jugend. Aber letzten Endes ließ sie mir und meine Schwester, als wir mal aus dem gestrickte-Strumpfhosen-und Wollhosen-Alter heraus waren, ziemlich freie Bahn. Wir waren in Grafing die ersten Mädchen, die in "Röhrlhosen" herumliefen, todschicke Dreiviertelhosen. Und unser ansonsten ungeliebter Vater hatte sehr guten Geschmack, er ließ auch mal was für tadellose glänzende braune Lederschuhe springen.
Aber ich schweife ab.
Diesmal fand ich eine Frisörin, die mein Potential erkannte und mir einen sehr hübschen Schnitt verpasste, mit dem ich mich fast wie eine feine Dame…

Glücklich mit Ackergemüse

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Es ist nicht einfach, über die Tatsache hinwegzusehen dass wir in einer Welt leben, die von mehreren Wahnsinnigen an den Rand der Katastrophe manövriert wird. Dabei habe ich noch nicht einmal die unverantwortliche Industrie dazugezählt, die die Natur mit Plastikkram überschwemmt.
Zum Thema überflüssige Verpackung habe ich nichts hinzuzufügen, was nicht schon zig-mal gesagt worden wäre (Gurken einschweißen? Plastikspielzeug für Kinder das innerhalb kurzer Zeit auf dem Müll landet? Novelty-Glump in Billigläden? Bücher werden einzeln in Plastik verpackt? usw.usw.), nur so viel, dass meine Küche schon einer Plastikmüllhalde gleicht, weil ich emsig nach Verwendungsmöglichkeiten für die vielen Becher und Schalen suche, die fast unvermeidlich anfallen.
 Da freue ich mich über geschenktes Gemüse aus befreundeten Äckern, ganz nackig und voll Dreck, z.B. eine Riesen-Rotebete.
 Ich mag sie sehr gern im Ofen gegart und dünn aufgeschnitten in Kräutlein und Olivenöl mariniert.
Aber am liebsten mag…

Ein schwarzbrauner Tag, gestern

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Das ist schon richtig - aber WIE? Von rechts überholen, wie FJStrauß es sagte, ist keine Alternative (haha). Wir brauchen die AfD in Bayern nicht, denn "Rechts von der CSU darf es keine demokratisch legitimierte Partei geben".
Aber es gibt einfach zu viele Menschen, die von Hass und Neid und Angst geleitet werden. Und die leben vor allem in den neuen Bundesländern, die - oh Ironie - nach 1989 die Zielscheibe von Hass und Neid waren ("die nehmen uns unsere Rente weg") und die mit Hilfe des Soli und "Aufbau Ost" in die BR integriert wurden.
Versteh einer die Menschen.

Kochen und backen, was sonst?

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Wie schon mehrmals beklagt, es herbstelt brutal und das Leben spielt sich zusehends drinnen ab. Eben auch in der Küche. Nudeln selber zu machen ist eines der Highlights der staaden Zeit. Gestern habe ich wieder mal Garganelli gemacht, das ist halt ein Spaß, für den ich im Sommer keine Zeit habe. 
Dazu im Ofen Tomaten geröstet, leider nur ganz banal gekaufte. Die Ernten von manchen meiner Bloggenossinnen bewundere ich neidisch, doch fehlt mir die Ausdauer zum Gartenbau.




Aber, Newsflash: war gerade beim Bäcker und hey, es ist ja richtig warm draußen!

Baby it's gloomy out there! I have virtually given up hope of another swim in the lake. So, with life  moving indoors, into the kitchen, to be precise, I have rediscovered the pleasures of cooking and baking. A long time ago, I made garganelli, and I suddenly felt like making them again yesterday (wrongly, this time, apparently they should be rolled diagonally).

I served them with oven roasted (bought) tomatoes, sprinkled with za'…

Alles tröpfelt

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Übrigens: falls jemand aus Grafing hier mitliest - Am Freitag macht der Italiener im Türkischen Deli eine weitere Spezialität: Panzerotti!

Aber jetzt ist es wieder mal so weit. Ich bin erkältet. Schnupfen, Niesen, Husten,  Frösteln, das volle Programm. Allergisch gegen den zu schnell eingefallenen Herbst. Kälte mag ich einfach garnicht, da kann ich noch so viele Kerzen anzünden, mich in noch so viele kuschlige Decken einwickeln, noch so viele Datschis backen.
Ich mag es, barfuß auf die Terrasse zu gehen und meine Wäsche draußen in der Sonne trocknen lassen. Meine Kräuter pflücken. Frische Tomaten mit Olivenöl essen. In kalte Seen springen und mich dann von der Sonne wärmen lassen - das ist doch nicht zuviel verlangt? Aber anscheinend doch.

Mit letzter Kraft schleppte ich mich gestern in die Arbeit, meine armen Deutschschüler zittern ja auf ihre Integrationsprüfung hin. Mit kreativem Kochen (Dativ) war natürlich nichts drin. Aber was sehe ich: Grafings (Genitiv) großartiger tür…

Fade to grey

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Good bye to summer, bare feet, sleeveless t-shirts, warm nights, gin & tonics, salads, evening swims...  Hello woollen socks, cardigans, darkness at 8, morning mists, hotpots, central heating, hot chocolate
Good-bye insalata caprese!
Willkommen Zwetschgendatschis, Apfelkuchen und Kirtanudeln *** Welcome lovely, stodgy cakes with plums and apples, and deep-fried goodies
Für eine runde Kuchenform (für dieses Blech habe ich alles um ein Viertel erweitert): Man nehme 3 Eier und 125g Zucker und schlage dies schaumig Dazu kommt der Abrieb einer Biozitrone Jetzt 200g Mehl und 1Tl Backpulver dazugeben ein paar EL Milch, um den Teig weicher zu machen   125g sehr weiche Butter darunterrühren In die vorbereitete Form geben, mit Pflaumen, Zwetschgen, Pfirsichen oder Äpfeln belegen Pinienkerne drauf streuen Bei 180° ca. 35-40 Minuten backen, je nach Ofen. *** For a round cake tin use: 3 eggs and 125g sugar, beaten until creamy zest of an organic lemon Fold in 200g plain flour and 1tsp baking…

Mehr als Fish and Chips

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Wieder daheim. Man könnte auch sagen pfiatigod scheene Gegend Sommer, griasdi Herbst...
Der Herbst fing schon in der zweiten Englandwoche an und erinnerte mich daran, was mich unter anderem aus London wegtrieb: das doch wesentlich greislichere Wetter. Denn kein Land kann grau so gut wie England. Jedoch.
London ist trotz grau und mangelhafter Straßenhygiene einfach so etwas Besonderes. Die Lässigkeit, mit der die Londoner zusammenleben, die multikulturelle Vielfalt, der Witz, und DAS ESSEN! Wo habe ich zum ersten Mal Hummus oder gebratene Plantains gegessen, Rogalach probiert oder Eggs Florentine? Erraten, in London. Und zwar vor 20 Jahren.
Wenn ich noch einmal jemanden süffisant/ignorant über das Essen in England meckern höre, dann gibt's was! Nämlich ein Easyjet-Ticket nach London, und dazu eine Oystercard mit der er, oder sie, überall in London die zahllosen Cafés, die kleinen Restaurants und Foodtrucks ausprobieren, kann mit Speisen, die wir hierzulande nur aus Foodblogs und …